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Hagen, Ilja

Untersuchungen zur Zellwandbiogenese der Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae

Hagen, Ilja (2002) Untersuchungen zur Zellwandbiogenese der Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 03 Jun 2002 13:41
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.9922


Zusammenfassung (Deutsch)

Die pilzliche Zellwand, insbesondere die der Bäckerhefe S. cerevisiae ist seit vielen Jahren Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Auf biochemischem Weg, unter Benutzung spezifischer Enzyme konnte eine Vielzahl von Erkenntnissen über molekulare Bestandteile und deren Architektur erlangt werden, wobei auch strukturelle Details aufgeklärt wurden. In dieser Arbeit sollten zum einen neue an der ...

Die pilzliche Zellwand, insbesondere die der Bäckerhefe S. cerevisiae ist seit vielen Jahren Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Auf biochemischem Weg, unter Benutzung spezifischer Enzyme konnte eine Vielzahl von Erkenntnissen über molekulare Bestandteile und deren Architektur erlangt werden, wobei auch strukturelle Details aufgeklärt wurden.
In dieser Arbeit sollten zum einen neue an der Zellwandbiogenese beteiligte Proteine identifiziert, aber auch Erkenntnisse über die Funktion bereits bekannter gefunden werden. In einem genetischen Ansatz wurde über die Komplementation synthetisch osmolabiler Zellwandmutanten entsprechende Genprodukte identifiziert, die zur Aufrechterhaltung einer stabilen Zellwand nötig sind.
Über eine Genom-weite Expressionsanalyse mittels DNA-Arrays wurde untersucht, auf welche Weise die strukturelle Integrität der Zellwand gewährleistet wird, wenn diese durch das Fehlen mehrerer PIR-, bzw. GPI-Proteine beeinträchtigt ist. Dabei sollten zum einen Einblicke in einen postulierten Kompensationsmechanismus, aber auch Hinweise auf die Funktion dieser Zellwandbestandteile gewonnen werden. In der DGPI-Mutante konnte gezeigt werden, daß 159 Gene im Vergleich zum WT differentiell exprimiert sind. Generell läßt sich aus dem Genspektrum schließen, daß die transkriptionellen Veränderungen nicht auf eine Aktivierung bekannter Singaltransduktionswege zurückzuführen sind. Unter anderem waren 12 Gene bekannter oder potentieller sekretorischer Proteine betroffen. Darunter befand sich auch SCW10, welches für eine putative Transglykosidase kodiert und am stärksten induziert wurde.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit lag in der Bedeutung der Protein O-Glykosylierung für die Stabilität und die korrekte Lokalisation von Zellwandproteinen. Dabei konnte für die Modellproteine Cts1p und Pir2p ein Zusammenhang zwischen reduzierter O-Glykosylierung in pmt (Protein O-Mannosyltransferase)-Mutanten und der Stabilität der Proteine hergestellt werden.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

The cell wall structure of fungi esp. of bakers yeast S. cerevisiae has been studied for many years. In biochemical approaches using specific enzymes, detailed insights into the architecture of the cell wall have been obtained. Thereby many of its molecular components have been revealed. The intention of this work was to identify new proteins involved in cell wall biogenesis as well as to study ...

The cell wall structure of fungi esp. of bakers yeast S. cerevisiae has been studied for many years. In biochemical approaches using specific enzymes, detailed insights into the architecture of the cell wall have been obtained. Thereby many of its molecular components have been revealed.
The intention of this work was to identify new proteins involved in cell wall biogenesis as well as to study cell wall proteins of unknown function. In order to identify genes involved in cell wall synthesis, the mutant strain scw4scw10 possessing a weakened cell wall, was mutagenized, and osmolabile mutants were selected. By complementation several genes have been identified, which are essential for osmostability in combination with the scw4scw10 knock out.
DNA-Arrays were performed to study how the structural cell wall integrity is provided in cells lacking either PIR- or GPI-proteins. The genome-wide expression analysis should reveal a previously postulated compensatory mechanism of the yeast cell wall in these mutants as well as provide an insight into the function of the deleted proteins.
For the ?GPI mutant a differential expression of 159 genes could be shown. Furthermore it can be concluded that transcriptional changes in this mutant are independent of known signaltransduction pathways. Amongst 12 genes coding for known or potential secretory proteins, SCW10 encoding a putative transglycosidase was the strongest induced gene.
The role of protein O-glycosylation for both stability and localisation of cell wall proteins was an another focal point of this work. It could be shown that the stability of the modelproteins Cts1p and Pir2p is directly associated with a reduced O-glycosylation in pmt (protein O-mannosyltransferase)-mutants.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum2 Juni 2002
Begutachter (Erstgutachter)Widmar Tanner
Tag der Prüfung22 April 2002
InstitutionenBiologie und Vorklinische Medizin > Institut für Pflanzenwissenschaften > Lehrstuhl für Zellbiologie und Pflanzenphysiologie (Prof. Dr. Klaus Grasser)
Stichwörter / KeywordsSaccharomyces cerevisiae , Zellwand , Zellwandmutante , Glukanase , cDNA-Array , Trankriptom , O-Mannosylation , cell wall mutant , glucanase , microarray , expressionanalysis , O-Mannosylation
Dewey-Dezimal-Klassifikation500 Naturwissenschaften und Mathematik > 570 Biowissenschaften, Biologie
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-opus-777
Dokumenten-ID9922

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