Nachtaktive Knochenfische der tropischen Ordnungen Mormyriformes (Nilhechte, Afrika) und Gymnotiformes (Messerfische, Südamerika) besitzen ein elektrisches Sende- und Empfangssystem, das ihnen die Kommunikation mit Artgenossen ermöglicht. Die artspezifischen Anpassungen der elektrischen Organentladungen dieser Fische, ihre Systematik und Evolution sind Schwerpunkte. Die intra- und interspezifische Analyse der Kommunikationssignale dient der Diversitäts-Forschung (einschließlich der Grundzüge der geographischen Verbreitung). Die elektrische Kommunikation zwischen syntopen Spezies und ihre Interaktionen hinsichtlich der räumlich/zeitlichen Ressourcennutzung sind ebenfalls Gegenstand der Untersuchungen einschließlich der Mechanismen der Signal-Diskriminierung. (p)Diesem Vorhaben dienen auch Forschungsaufenthalte im südlichen Afrika in Kooperation mit südafrikanischen Kollegen, vor allem Prof. Dr. F. H. van der Bank, der populationsgenetische Untersuchungen beiträgt. Lokale Museumsunterstützung und Unterstützung bei der Feldarbeit werden auch von Prof. P. H. Skelton und von Dr. J. Engelbrecht, gegeben. Ergänzende DNA-genetische Studien finden bei Prof. Dr. M. Wink (Universität Heidelberg) statt.