In Anlehnung an das laufende PLUS-Projekt soll das Professionswissen von Chemielehrerinnen und -lehrern und dessen Auswirkungen auf das Unterrichtshandeln und die Schülerleistung untersucht werden. Im Mittelpunkt steht dabei der Vergleich zwischen der Situation im Fach Physik (6. Klasse) mit der im Fach Chemie (7. Klasse). Im Längsschnitt werden dieselben Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2008/2009 die Physikstichprobe im PLUS-Projekt bilden, im folgenden Jahr im Chemieunterricht zur gleichen Thematik (Wasser und Aggregatzustände) videographiert. Ihre Leistung wird mit dem fachdidaktischen und fachlichen Wissen der Chemielehrerinnen und -lehrer in Beziehung gesetzt. Diese erhalten zu den Physiklehrerfragebögen analoge Fragebögen. 20 Klassen des gymnasialen Teils der Stichprobe werden untersucht. Mit der Adaptation der bestehenden Testinstrumente und Kodiermanuale werden mit relativ geringem Aufwand vergleichbare Daten für beide Fächer generiert. Die bis dato vorliegenden Erkenntnisse für die Physik werden auf das Fach Chemie übertragen, um das in PLUS entwickelte Modell für Unterrichtsqualität auszuweiten und zusätzlich zu validieren. Dies gestattet erstmalig auch einen Vergleich des Lehrer-Professionswissens in verschiedenen Fächern in einem spezifischen Wissensbereich.