In dem Projekt wird die Annahme überprüft, daß in einer komplexen und schlechtdefinierten Domäne wie der Beratung das in Studium und Ausbildung erworbene deklarative Wissen mit der Zeit an Bedeutung verliert, wohingegen erfahrungsbasiertes Handlungswissen bedeutsamer wird. In drei Studien werden entsprechende Prozesse des Kompetenzerwerbs analysiert und Wege zu ihrer Förderung überprüft. Um die Verallgemeinerbarkeit der Befunde zu gewährleisten, ist das Projekt interdisziplinär konzipiert. In dem Projekt werden daher analoge Beratungskompetenzen in zwei unterschiedlichen Domänen (therapeutisch orientierte Erziehungsberatung; wissensmanagment orientierte Organisationsberatung) analysiert. In beiden Domänen bearbeiten hierbei Personen dreier unterschiedlicher Expertisegrade für ihr jeweiliges Praxisfeld prototypische Aufgabenstellungen.