Die wissenschaftliche Zielsetzung des Netzwerks besteht darin, die Rolle der Empathie und insbesondere empathischer Emotionen beim Verstehen von Personen und Literatur aus philosophischer, literaturwissenschaftlicher und neuropsychologischer Perspektive zu untersuchen und so die Frage zu beantworten, ob bzw. inwiefern Personen- und Literaturverstehen als Prozesse mit affektiven Komponenten zu verstehen sind. Um diese Ziele zu erreichen, wird das Netzwerk eine systematische Ausrichtung haben, die durch eine historische Schwerpunktsetzung ergänzt wird. Dieser historische Schwerpunkt richtet die im systematischen Schwerpunkt formulierten Fragen an Arbeiten der Einfühlungshermeneutik und -ästhetik des 19. und 20. Jahrhunderts. Die zentrale Aufgabe ist dabei, wenig oder kaum beachtete Theorien aufzuarbeiten und für die aktuelle systematische Debatte zugänglich und fruchtbar zu machen.