Vor dem Hintergrund fehlender empirischer Evidenz zur Entwicklung der Lohnmobilität vor und nach der Wiedervereinigung besteht das Ziel des vorgeschlagenen Projektvorhabens darin, die Entwicklung der Lohnmobilität im ostdeutschen Niedriglohnsektor im Zuge des Überganges von einer zentralen Plan- zu einer Marktwirtschaft zu untersuchen. Für die empirischen Analysen sollen erstmals die seit kurzem verfügbaren Biografiedaten ausgewählter Sozialversicherungsträger in Deutschland (BASiD) verwendet werden, die ostdeutsche Erwerbsbiografien vor und nach der Wiedervereinigung abbilden. Im Kontext des ostdeutschen Transitionsprozesses liefern die Biografiedaten eine einzigartige potenzielle Datenquelle, mit deren Hilfe Erkenntnisse über die Relevanz ökonomischer State Dependence über unterschiedliche politische und ökonomische Regime hinweg gewonnen werden können. Von besonderem Interesse ist die Frage, in welchem Ausmaß der Niedriglohnstatus zu DDR-Zeiten mit echter Persistenz von Niedriglohnbeschäftigung im Transitionsprozess verbunden war und wie sich das Ausmaß etwaiger echter Persistenz über die Zeit entwickelt hat.