Bone Morphogenetic Proteins (BMPs) stimulieren die Transformation von undifferenzierten Zellen in Osteoblasten und erzeugen Knochenbildung. Dieses Phänomen wird als Osteoinduktion bezeichnet. Durch die lokale Applikation von BMPs in einem mineralen oder kollagenen Trägermaterial konnten bisher tierexperimentell Knochendefekte kritischer Größe in der kraniofazialen und orthopädischen Chirurgie versorgt werden. Der Effekt des BMPs ist im Muskel aufgrund der hohen Vaskularisation im Vergleich zum subkutanen oder skelettalen Implantatlager größer. In einem ungünstigen Implantatlager, z. B. bei Vernarbung nach Tumorchirurgie, Bestrahlung oder Infekt, ist der Effekt von BMP eingeschränkt. Um das Problem des ungünstigen Implantatlagers zu beheben, wurde Knochen mittels BMP im Muskel, zum späteren Transfer durch gestielte Lappenplastik oder Mikrochirurgie präfabriziert. Durch die lokale Applikation von Wachstumsfaktoren (rhVEGF,Vascular Endothelial Growth Factor; rhbFGF, basic Fibroblast Growth Factor) konnte bisher die Angiogenese gesteigert und gleichzeitig die Osteogenese beschleunigt werden. Ziel des vorliegenden Projektes ist die Etablierung eines Angiogenesemodels innerhalb des Gesamtprojektes ¿Optimierung der Knocheneinheilung von autologen Knochentransplantaten und Knochenersatzmaterialien in einem ungünstigen Implantatlager nach Bestrahlung .