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Kirchinger, Johann

Michael Horlacher. Ein Agrarfunktionär in der Weimarer Republik

Kirchinger, Johann (2009) Michael Horlacher. Ein Agrarfunktionär in der Weimarer Republik. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 04 Mrz 2011 16:45
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.13398


Zusammenfassung (Deutsch)

Im Vergleich zur Onlineversion (Regensburg 2009) stellt die Druckversion eine inhaltlich und stilistisch überarbeitete sowie bezüglich der Forschung aktualisierte Version dar. Michael Horlacher (1888-1957) gehörte zu den maßgeblichen Agrarpolitikern Bayerns in der Zeit der Weimarer Republik. Er fungierte als Direktor der Bayerischen Landesbauernkammer, war Vorstandsmitglied des Bayerischen ...

Im Vergleich zur Onlineversion (Regensburg 2009) stellt die Druckversion eine inhaltlich und stilistisch überarbeitete sowie bezüglich der Forschung aktualisierte Version dar.

Michael Horlacher (1888-1957) gehörte zu den maßgeblichen Agrarpolitikern Bayerns in der Zeit der Weimarer Republik. Er fungierte als Direktor der Bayerischen Landesbauernkammer, war Vorstandsmitglied des Bayerischen Christlichen Bauernvereins und galt als Agrarexperte der Bayerischen Volkspartei. Michael Horlacher war einer jener hauptamtlichen Funktionäre, die von dem Interesse, das sie vertraten, existentiell nicht betroffen waren. Er stand deshalb in einem sozialen Spannungsverhältnis zu den Mitgliedern der von ihm geführten Organisationen und den aus ihrer Mitte hervorgegangenen ehrenamtlichen Verbandshonoratioren. Denn diese waren als aktive Landwirte von der Agrarpolitik existentiell betroffen.
Ausgehend von dieser sozialen Differenzierung wird die Frage beantwortet, inwieweit die agrarpolitischen Konzepte eines bürgerlich sozialisierten Agrarfunktionärs von den Forderungen und Wünschen der Landwirtschaft geprägt waren bzw. inwiefern gesellschafts- und wirtschaftspolitische Anforderungen auf sie wirkten, die von außerhalb der Landwirtschaft an diese herangetragen wurden. Dabei wird untersucht, wie sich die strukturellen Bedingungen eines parteipolitisch und konfessionell gespaltenen landwirtschaftlichen Organisationswesens, wie es sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts herausgebildet hatte, auf die Karriere und die Gestalt der agrarpolitischen Konzepte eines Agrarfunktionärs auswirkten. Dadurch werden biographische Bedingungen von agrarpolitischen Entscheidungen sichtbar gemacht, um insgesamt einen Beitrag zum besseren Verständnis der instabilen politischen Lage der Weimarer Republik zu leisten, wofür die protektionistischen und interventionistischen Forderungen des Großteils der landwirtschaftlichen Organisationen maßgeblich verantwortlich gemacht werden.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Michael Horlacher (1888-1957) was one of the major agricultural politicians of Bavaria during the Weimar Republic. He acted as director of the 'Bayerische Landesbauernkammer' (Bavarian Chamber of Agriculture), was member of the board of the 'Bayerischer Christlicher Bauernverein' (Bavarian Christian Peasants' Union) and was regarded as the agricultural expert of the 'Bayerische Volkspartei' ...

Michael Horlacher (1888-1957) was one of the major agricultural politicians of Bavaria during the Weimar Republic. He acted as director of the 'Bayerische Landesbauernkammer' (Bavarian Chamber of Agriculture), was member of the board of the 'Bayerischer Christlicher Bauernverein' (Bavarian Christian Peasants' Union) and was regarded as the agricultural expert of the 'Bayerische Volkspartei' (Bavarian People's Party). Michael Horlacher was one of those full-time officials who were not vitally affected by the interests they represented. Since the members and honoraries of the organizations he led were active farmers and thus existentially affected by agricultural policy, Horlacher was in social tension with them.
Assuming this social distinction, the question is answered to what extent the concepts of an agricultural official who was socialised in the middle class were influenced by the demands and wishes of farmers. Furthermore it is taken into consideration what effect social and economic demands which came not from farming had on his political concepts. Moreover the influence is examined structures of politically and confessionally split agricultural organizations, which emerged since the end of the 19th century, had on the career and political concepts of an agricultural official.
Protectionist and interventionist demands of major parts of agricultural organizations are made responsible for the instable economic and political state of the Weimar Republic. To deepen the understanding of these demands biographical circumstances are taken into consideration.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum4 März 2009
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Peter Schmid
Tag der Prüfung28 Januar 2009
Zusätzliche Informationen (Öffentlich)Johann Kirchinger, Michael Horlacher. Ein Agrarfunktionär in der Weimarer Republik (Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien 159), Droste Verlag GmbH Düsseldorf 2011. Im Vergleich zur Onlineversion (Regensburg 2009) stellt die Druckversion eine inhaltlich und stilistisch überarbeitete sowie bezüglich der Forschung aktualisierte Version dar.
InstitutionenPhilosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften > Institut für Geschichte
ThemenverbundNicht ausgewählt
Stichwörter / KeywordsMichael Horlacher, Agrargeschichte, Weimarer Republik, Bayerische Landesbauernkammer, Bayerische Volkspartei, agricultural history, Weimar Republic, Bavarian Chamber of Agriculture, Bavarian People's Party
Dewey-Dezimal-Klassifikation900 Geschichte und Geografie > 900 Geschichte
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-133986
Dokumenten-ID13398

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