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Farbige Augen bei Insekten
Knüttel, Helge
und Lunau, Klaus
(1997)
Farbige Augen bei Insekten.
In: Entomologentagung 1997, 18.-22. März 1997, Bayreuth.
Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 05 Aug 2009 13:36
Konferenz- oder Workshop-Beitrag
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.2079
Zusammenfassung
Die Farbe der Komplexaugen von Insekten wird im allgemeinen durch das dunkelbraune oder rote Schirmpigment in den primären und sekundären Pigmentzellen bestimmt, die durch den dioptrischen Apparat sichtbar sind. Daneben fallen aber bei einer ganzen Reihe von Insekten aus verschiedenen taxonomischen Gruppen Komplexaugen mit helleren, oft auffälligen Färbungen und Mustern auf. Das Aussehen dieser ...
Die Farbe der Komplexaugen von Insekten wird im allgemeinen durch das dunkelbraune oder rote Schirmpigment in den primären und sekundären Pigmentzellen bestimmt, die durch den dioptrischen Apparat sichtbar sind. Daneben fallen aber bei einer ganzen Reihe von Insekten aus verschiedenen taxonomischen Gruppen Komplexaugen mit helleren, oft auffälligen Färbungen und Mustern auf. Das Aussehen dieser farbigen Augen ist auf zwei grundsätzlich unterschiedliche Ursachen zurückzuführen, die auch unterschiedliche Funktionen bedingen:
1. Distal des dunklen Schirmpigments befinden sich schmale Bereiche mit anderen hellen, stark lichtstreuenden Pigmenten. Das vom hellen Pigment diffus reflektierte, aus dem Auge tretende Licht verursacht das äußere Erscheinungsbild, da das dunkle Innere des Auges verdeckt wird. Bei diesen Augen haben die distalen, hellen Pigmente keinen Einfluß auf das Sehen der Tiere, sondern nur auf ihr Aussehen (Stavenga DG (1979) in Autrum H: Handbook of sensory physiology VII/6A). Arten mit diesem Augentyp finden sich bei den Zygoptera, Saltatoria, Lepidoptera, Hymenoptera und Syrphidae.
2. Die Augen einiger Dipteren weisen metallisch glänzende, farbige Reflexionen auf, die durch Interferenzfilter in der Cornea verursacht werden (Bernard GD (1968) Invest Ophthal 7:416). Mikrospektrophotometrische Untersuchungen der Transmission einzelner Cornealinsen solcher Augen bei Tabanidae und Dolichopodidae zeigen, daß die Interferenzfilter als selektive Farbfilter wirken, die die ins Auge gelangenden Lichtreize durch selektive Reflexion bestimmter Wellenlängenbereiche in ihrer spektralen Zusammensetzung verändern. Neben einer möglichen Signalfunktion haben die Corneafilter auch Auswirkungen auf die Wahrnehmung optischer Reize.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Konferenz- oder Workshop-Beitrag (Poster) |
| Datum | 18 März 1997 |
| Zusätzliche Informationen (Öffentlich) | Das Poster erhielt bei der Posterprämierung für Inhalt und Darstellung einen von zwei Preisen. |
| Institutionen | Biologie und Vorklinische Medizin > Institut für Zoologie Zentrale Einrichtungen > Universitätsbibliothek |
| Stichwörter / Keywords | compound eye, interference filter, cornea, pigment, color pattern, visual signals. |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 500 Naturwissenschaften und Mathematik > 570 Biowissenschaften, Biologie 500 Naturwissenschaften und Mathematik > 590 Tiere (Zoologie) |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-20790 |
| Dokumenten-ID | 2079 |
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