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Intestinale Stomata: Komplikationen und stomabezogene Morbidität von 934 Patienten nach abdominalchirurgischen Eingriffen
Ertl, Matthias (2018) Intestinale Stomata: Komplikationen und stomabezogene Morbidität von 934 Patienten nach abdominalchirurgischen Eingriffen. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 16 Apr 2018 07:01
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.36967
Zusammenfassung (Deutsch)
Intestinale Stomata werden in der kolorektalen Chirurgie für viele verschiedene Zwecke eingesetzt. In der Literatur wird für die Anlage eines Stomas oft eine hohe Komplikationsrate beschrieben, die zu erhöhter Morbidität führt und die Lebensqualität der betroffenen Patienten beeinträchtigt. In dieser retrospektiven Studie mit 934 Patienten, die zwischen Januar 2000 und Dezember 2011 am ...
Intestinale Stomata werden in der kolorektalen Chirurgie für viele verschiedene Zwecke eingesetzt. In der Literatur wird für die Anlage eines Stomas oft eine hohe Komplikationsrate beschrieben, die zu erhöhter Morbidität führt und die Lebensqualität der betroffenen Patienten beeinträchtigt.
In dieser retrospektiven Studie mit 934 Patienten, die zwischen Januar 2000 und Dezember 2011 am Universitätsklinikum Regensburg operiert wurden, konnten wir zeigen, dass die stomabezogene Morbidität weiter hoch bleibt. Unmittelbar postoperativ auftretende Komplikationen sind jedoch meist lokal begrenzt und gut behandelbar, v.a. Hautläsionen spielen hier eine Rolle. Im weiteren Verlauf waren die am häufigsten auftretenden Komplikationen parastomale Hernien, Fisteln bzw. Abszesse und Retraktionen.
Deshalb ist es wichtig, für eine engmaschige Nachsorge mit Kontrolle des Lokalbefunds zu sorgen, damit Komplikationen früh diagnostiziert und gegebenenfalls behandelt werden können.
In Bezug auf das protektive Ileostoma deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass dessen Anlage eine sinnvolle Maßnahme zum Schutz einer distalen Anastomose darstellt. Schwere Anastomoseninsuffizienzen traten nur in geringer Zahl auf, die Auflösung der geschützten Anastomose war sehr selten. Des Weiteren konnte ein Großteil der angelegten protektiven Ileostomata in einem Eingriff mit geringer Morbidität zurückverlagert werden.
Bei endständigen Stomata war der Anteil an Patienten, deren Darmkontinuität wiederhergestellt werden konnte, wesentlich geringer. Die Ergebnisse bezüglich Morbidität und Mortalität einer Hartmann-Wiederanschluss Operation bestätigten die Angaben in der Fachliteratur, wonach dies ein schwerwiegender Eingriff mit einer hohen Komplikationsrate ist.
Für die Zeit zwischen Primäreingriff und Rückverlagerung kann den Ergebnissen dieser Studie zufolge keine eindeutige Empfehlung ausgesprochen werden. Es gilt vielmehr, dass der richtige Zeitpunkt von Allgemeinzustand und Rekonvaleszenz des Patienten abhängig gemacht und individuell festgelegt werden sollte. Im zeitlichen Verlauf steigen die beobachteten Komplikationen jedoch an, sodass unnötige Verzögerungen vermieden werden sollten.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
A variety of diseases and surgical procedures can make it necessary for the surgeon to create an intestinal stomy. Other studies have shown that complications are common amongst many patients and decrease their quality of life. This retrospective study shows the results of 934 patients following abdominal surgery at the Universitätsklinikum Regensburg. Creating a stomy is still associated with ...
A variety of diseases and surgical procedures can make it necessary for the surgeon to create an intestinal stomy. Other studies have shown that complications are common amongst many patients and decrease their quality of life.
This retrospective study shows the results of 934 patients following abdominal surgery at the Universitätsklinikum Regensburg. Creating a stomy is still associated with complications, although most complications can be treated easily with conservative measures. After discharge, parastomal hernias, fistulas and retractions were the most common complications.
Furthermore, the results hint that a defunctioning loop ileostomy can mitigate the effects of anastomotic insufficiency. Severe anastomotic leakage and creating a new anastomosis were rare events. Reestablishing the intestinal continuity was possible in many patients with loop ileostomy.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 16 April 2018 |
| Begutachter (Erstgutachter) | PD Dr. Matthias Hornung |
| Tag der Prüfung | 27 März 2018 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Chirurgie |
| Stichwörter / Keywords | Stoma, Ileostoma, Kolostoma, Chirurgie, kolorektal, Komplikationen |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-369679 |
| Dokumenten-ID | 36967 |
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