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Vergleich histopathologischer Scores in der Beurteilung der Meniskusdegeneration - Ihre Rolle beim Einsatz des Tissue Engineerings
Donner, Katharina Maria (2019) Vergleich histopathologischer Scores in der Beurteilung der Meniskusdegeneration - Ihre Rolle beim Einsatz des Tissue Engineerings. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 21 Mrz 2019 08:48
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.38445
Zusammenfassung (Deutsch)
Vergleich histopathologischer Scores in der Beurteilung der Meniskusdegeneration – Ihre Rolle beim Einsatz des Tissue Engineerings Nach wie vor führen Meniskusverletzungen häufig zu Operationen, bei denen Teile oder der gesamte Meniskus entfernt werden. Dies führt durch den Verlust von funktionalem Gewebe in vielen Fällen zu einer vorzeitigen Osteoarthrose. Daher sollen Tissue ...
Vergleich histopathologischer Scores in der Beurteilung der Meniskusdegeneration – Ihre Rolle beim Einsatz des Tissue Engineerings
Nach wie vor führen Meniskusverletzungen häufig zu Operationen, bei denen Teile oder der gesamte Meniskus entfernt werden. Dies führt durch den Verlust von funktionalem Gewebe in vielen Fällen zu einer vorzeitigen Osteoarthrose. Daher sollen Tissue Engineering-Strategien eine Verbesserung in der Langzeitprognose nach Meniskusschäden erreichen. Vor dem Hintergrund von Transplantatversagern soll untersucht werden, ob die Beurteilung des resezierten Meniskusgewebes als eine Beschreibung des Tranplantatbettes Aussagen über die Performance eines Transplantates erlaubt.
In dieser Arbeit wurden 68 Präparate nach verschiedenen Scores klassifiziert. Die Scores nach Pauli, Roth und Krenn wurden speziell für den Meniskusknorpel entwickelt, der Score nach Mankin wurde an Femurköpfen entwickelt, wird aber auch für die Schweregradbestimmung an Knorpel verwendet. Ziel war die Überprüfung, ob diese Scores an den gleichen Präparaten auch zu übereinstimmenden Schweregradeinteilungen kommen. Ein Vergleich der verwendeten Parameter sollte Rückschlüsse auf geeignete Kriterien für die Erfolgsaussichten eines Tissue-Engineering-Transplantats ermöglichen.
Die experimentellen Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung zeigen, dass die Scores mehrheitlich nicht zu übereinstimmenden Schweregradeinteilungen kommen. Bei den Scores nach Mankin und Pauli, die mehr als zwei Schweregrade unterscheiden, sind die Abweichungen erheblich: So lag im direkten Vergleich der beiden nur in 28% der Fälle eine übereinstimmende Schweregradeinteilung vor. Bei den Scores, die ausschließlich die Kategorien „gering geschädigt“ und „schwer geschädigt“ unterscheiden lag die Zahl der übereinstimmenden Schweregradeinteilungen bei 60%.
Ein Grund für die große Diskrepanz der Ergebnisse könnte die Schwierigkeit sein festzulegen, was genau als pathologisch veränderter und was als unauffälliger Meniskus zu bewerten ist, weil der Meniskus sich beginnend ab der Geburt in einem steten Wandel befindet. Obwohl es einige übereinstimmende Parameter gibt, welche Veränderungen am Meniskus als pathologisch zu bewerten sind, ist die Gewichtung der einzelnen Parameter durchaus unterschiedlich in den getesteten Scores. Auch macht keiner der Autoren einen Vorschlag, welche Behandlung oder sonstige Konsequenz aufgrund des erfolgten Scorings erfolgen sollte oder könnte. Dabei könnten sie in Verbindung mit bildgebenden Verfahren eine gute Grundlage bieten, um eine Prognose über die Erfolgsaussichten eines Tissue Engineering-Transplantats zu machen. Daher ist eine weitere Erforschung der Grundlagen für die Weiterentwicklung des Tissue Engineering notwendig und wünschenswert.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Comparison of histopathological scores for evaluation of meniscal degeneration - their role in Tissue Engineering Meniscal injuries still lead on to surgeries with partial or total menisectomy. In many cases the loss of functional tissue induces premature osteoarthritis. Thus Tissue Engineering-strategies are supposed to reach an improved long-time prognosis after meniscal injury. In the light ...
Comparison of histopathological scores for evaluation of meniscal degeneration - their role in Tissue Engineering
Meniscal injuries still lead on to surgeries with partial or total menisectomy. In many cases the loss of functional tissue induces premature osteoarthritis. Thus Tissue Engineering-strategies are supposed to reach an improved long-time prognosis after meniscal injury. In the light of a high number of graft failures, we investigated if the histopathological evaluation of the resected meniscus tissue as a description of the transplant bed enables prediction about transplant performance.
In this research 68 histopathological specimens were classified by different scores. The scores of Pauli, Roth, and Krenn, are specifically developed for meniscal cartilage, the score of Mankin was developed on femoral cartilage, but it is still used for classification of degrees of cartilage damage. Our purpose was to examine if these different scores have agreeing degree classification in the same specimens. A comparison of the used parameters should enable to draw inferences to appropriate criteria for chances of success of a Tissue Engineering-transplant.
Our study results show that a majority of the Scores do not have acorresponding degree classification. The scores of Mankin and Pauli, the two scores that differentiate more than two degrees, differ widely: In direct comparison, they only showed a consistent degree in 28% of cases. In scores with merely two categories,“low grade degeneration” and “high grade degeneration”, the number of according degree classification was 60%.
One reason for the discrepancy may be sought in the inaccuracy of definition of pathological and normal meniscus tissue because the meniscus changes constantly starting at birth. Although there are some agreeing parameters in which changes are pathological, the emphasis on single parameters is very different in the tested scores. No author makes a proposition which treatment or consequence could follow his scoring. In conjunction with radiologic treatment they could give a solid basis for a prognosis of chance of success in developing new Tissue Engineering strategies.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 21 März 2019 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Christoph Brochhausen-Delius |
| Tag der Prüfung | 14 März 2019 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Pathologie |
| Stichwörter / Keywords | Meniskus, Tissue Engineering, Scores |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-384456 |
| Dokumenten-ID | 38445 |
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