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Untersuchung der Kollagen Typ I-Expression durch Tubulusepithelzellen bei experimenteller Nierenfibrose
Stöckert, Petra Diana (2019) Untersuchung der Kollagen Typ I-Expression durch Tubulusepithelzellen bei experimenteller Nierenfibrose. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 10 Jul 2019 05:28
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.40465
Zusammenfassung (Deutsch)
In der alternden Gesellschaft stellen chronische Nierenerkrankungen ein zunehmendes sozio-ökonomisches Problem dar. Unter anderem Wohlstands-erkrankungen wie Diabetes mellitus und arterielle Hypertonie schädigen auf Dauer das Nierengewebe, was zu einer fortschreitenden Defektheilung mit Funktionsverlust des Nierenparenchyms führt. Dies endet oft in einer CKD und im schlimmsten Fall zur ...
In der alternden Gesellschaft stellen chronische Nierenerkrankungen ein zunehmendes sozio-ökonomisches Problem dar. Unter anderem Wohlstands-erkrankungen wie Diabetes mellitus und arterielle Hypertonie schädigen auf Dauer das Nierengewebe, was zu einer fortschreitenden Defektheilung mit Funktionsverlust des Nierenparenchyms führt. Dies endet oft in einer CKD und im schlimmsten Fall zur Dialysepflicht und der damit einhergehenden massiven Einschränkung der Lebensqualität. Daher besteht ein großes Interesse neue Therapieansätze zu finden, mit denen die Entstehung oder zumindest Progression von chronischen Nierenerkrankungen verhindert werden kann. Dafür ist es wichtig die pathophysiologischen Mechanismen sowie die an der Ausbildung von renaler Fibrose beteiligten Zellpopulationen exakt zu kennen, um schließlich mögliche Ansatzpunkte für eine Therapie zu identifizieren. Bei der Entstehung renaler Fibrose spielt Kollagen Typ I als Hauptkomponente extrazellulärer Matrix eine entscheidende Rolle. Es gibt allerdings verschiedenste Theorien, welche Zellen zu der Kollagenproduktion im Rahmen der Nierenfibrose in welchem Ausmaß beitragen. Eine der am umstrittensten Theorien stellt dabei die EMT dar. Der Anteil der Kollagen Typ I-Produktion durch Zellen, die via EMT aus Tubulusepithelzellen entstanden sind, schwankt in verschiedenen Studien zwischen 5 % und 36 %. Dabei ist bisher völlig unklar, ob Tubulusepithelzellen tatsächlich an der Produktion von Kollagen Typ I beteiligt sind oder eher indirekt durch die Generierung eines profibrotischen Milieus und Rekrutierung von hämatopoetischen Zellen zur Progression der Fibrose beitragen.
In der vorliegenden Dissertation wird der Einfluss von Tubulusepithelzellen auf die Ausbildung der renalen Fibrose spezifiziert. Hierzu wurde die UUO als Fibrosemodell genutzt und Mäuse mit einem induzierbaren Knockout von Kollagen1a1 spezifisch in Tubulusepithelzellen generiert.
Bei den Versuchen zeigte sich, dass Tubulusepithelzellen zwar Kollagen Typ I sezernieren können, aber tatsächlich nur zu einem vernachlässigbar kleinen Anteil zur Kollagen Typ I-Entstehung beitragen. Das von Tubulusepithelzellen produzierte Kollagen Typ I könnte vor allem in der Basalmembran eingelagert werden und so zur Funktionseinschränkung und einer sekundären Schädigung führen. Dies sowie der durch die EMT entstehende Defekt in den Tubuli könnte zur Aggravation der Inflammationsreaktion und zu erhöhten Spiegeln von profibrotischen Zytokinen und Chemokinen führen. Dadurch könnte es zu einem verstärkten Influx hämatopoetischer Entzündungszellen und sekundär auch zur verstärkten renalen Fibrosierung kommen.
Zusammenfassend konnte in der vorliegenden Arbeit gezeigt werden, dass Tubulusepithelzellen primär nur unwesentlich zur Kollagen I-Produktion im Rahmen der renalen Fibrose beim UUO-Modell beitragen.
Übersetzung der Zusammenfassung (Deutsch)
Recurring renal injury leads to interstitial fibrosis and chronic renal failure. Fibroblasts, bone marrow-derived cells and tubular epithelial cells have the capacity to produce collagen. However, the amount of collagen produced by each of these cell types is unclear. Using the unilateral ureteral obstruction and conditional cell type-specific collagen I knockout mice our data shows that tubular ...
Recurring renal injury leads to interstitial fibrosis and chronic renal failure. Fibroblasts, bone marrow-derived cells and tubular epithelial cells have the capacity to produce collagen. However, the amount of collagen produced by each of these cell types is unclear. Using the unilateral ureteral obstruction and conditional cell type-specific collagen I knockout mice our data shows that tubular epithelial cells have no significant relevance on the amount of collagen produced in renal fibrosis.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 5 Juni 2019 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Matthias Mack |
| Tag der Prüfung | 5 Juni 2019 |
| Institutionen | Nicht ausgewählt |
| Stichwörter / Keywords | renal fibrosis, uuo, tubular epithelial cells |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-404657 |
| Dokumenten-ID | 40465 |
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