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Amplitudenmodulierte akustische Stimulation bei subjektivem tonalen Tinnitus - Ein Grundlagenexperiment
Zielonka, Lisa (2021) Amplitudenmodulierte akustische Stimulation bei subjektivem tonalen Tinnitus - Ein Grundlagenexperiment. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 20 Jan 2021 09:34
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.44438
Zusammenfassung (Deutsch)
Tinnitus ist ein weltweites Problem, das einen großen Anteil der Bevölkerung zeitweise oder langfristig mit steigender Prävalenz betrifft. Einschränkungen im Alltag und bestehende Komorbiditäten bewirken bei nicht wenigen Patienten einen hohen Leidensdruck. Auch heute gibt es trotz intensiver Forschung noch keine kausale Therapie und nur wenige Therapieformen werden von den geltenden Leitlinien ...
Tinnitus ist ein weltweites Problem, das einen großen Anteil der Bevölkerung zeitweise oder langfristig mit steigender Prävalenz betrifft. Einschränkungen im Alltag und bestehende Komorbiditäten bewirken bei nicht wenigen Patienten einen hohen Leidensdruck. Auch heute gibt es trotz intensiver Forschung noch keine kausale Therapie und nur wenige Therapieformen werden von den geltenden Leitlinien empfohlen.
Die akustische Stimulation wird in diesem Rahmen seit Jahrzehnten erforscht und konnte bereits einige Erfolge liefern. Eine Stimulation mittels amplitudenmodulierter Töne auf Höhe der Tinnitusfrequenz scheint hier vielversprechend und wird deshalb in der vorliegenden Arbeit untersucht.
Die vermuteten zugrundeliegenden Wirkmechanismen sind die residuale Inhibition und das Entrainment. Beides sind Konstrukte, die auf die bei Tinnitus vorliegenden pathologischen Veränderungen der Gehirnaktivität abzielen.
In dieser Arbeit wird untersucht, inwiefern sich die Wirksamkeit der Stimuli unterscheidet, wenn Bedingungen wie das Vorhandensein einer Modulation, die Modulationsfrequenz und die Lautstärke verändert werden. Ausgangsstimulus ist dabei stets ein Sinuston auf Höhe der individuellen Tinnitusfrequenz eines jeden Probanden. So werden sieben Stimuli erstellt, die 29 Patienten dargeboten werden. Auf die Applikation der Töne erfolgt stets die Evaluation der subjektiven Tinnitus- Lautstärke sowie die emotionale Bewertung des jeweiligen Stimulus.
Es finden sich Hinweise, dass amplitudenmodulierte Stimuli wirksamer sind als nicht- modulierte und sich ebenso eine höhere Lautstärke positiv auf die Lautstärkensuppression auswirkt. Ein Einfluss der verwendeten Frequenz der Amplitudenmodulation auf die Effektitvität der Stimulation lässt sich nicht feststellen. Ein explorativer Ansatz mit einem unterhalb der Hörschwelle präsentierten Stimulus erweist sich als nicht wirksam. Die emotionale Bewertung der Stimuli korreliert nicht mit der Wirksamkeit derselben. Es wird festgestellt, dass die Stimuli insgesamt gut verträglich und die Applikation derselben einfach praktikabel sind.
Zukünftige Studien sollten diesen Ansatz weiterverfolgen und hinsichtlich längerer und stärkerer Effekte ausbauen. Vielversprechend scheint auch die weitere Individualisierung der Stimuli zu sein.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Tinnitus is a worldwide problem, affecting a vast number of people with rising prevalence. Not withstanding that there has been a lot of research on this topic there is still no causal therapy. As acoustic amplitude modulated stimulation shows great promise for future therapy concepts it has been selected as the topic of this thesis. In the study at hand we tested wether the efficacy of stimuli ...
Tinnitus is a worldwide problem, affecting a vast number of people with rising prevalence. Not withstanding that there has been a lot of research on this topic there is still no causal therapy.
As acoustic amplitude modulated stimulation shows great promise for future therapy concepts it has been selected as the topic of this thesis.
In the study at hand we tested wether the efficacy of stimuli differs if modulation, modulation frequency or loudness are changed.
The findings were suggestive of a higher effect of amplitude modulated versus unmodulated sounds and of higher versus lower loudness levels. Different modulation frequencies did not seem to vary in their effect on tinnitus suppression nor did emotional ratings seem to correlate with stimulus potency.
Future studies should work on the improvement of effect duration and deepness and take further individualisation of the stimuli into account.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 20 Januar 2021 |
| Begutachter (Erstgutachter) | PD Dr. Winfried Schlee |
| Tag der Prüfung | 11 Dezember 2020 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie |
| Stichwörter / Keywords | Tinnitus, akustische Stimulation, amplitudenmoduliert, acoustic stimulation, amplitude modulated |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-444386 |
| Dokumenten-ID | 44438 |
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