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Steger, Stephan

Stellenwert laborchemischer Surrogatparameter zur Diagnostik thrombembolischer Ergebnisse bei vermuteter oder bestätigter Covid-19-Infektion

Steger, Stephan (2021) Stellenwert laborchemischer Surrogatparameter zur Diagnostik thrombembolischer Ergebnisse bei vermuteter oder bestätigter Covid-19-Infektion. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 22 Jun 2021 06:16
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.46044


Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wurden 1334 Patienten, die während der sogenannten „ersten CoViD-19-Welle“ im Frühjahr 2020 im Klinikum Ingolstadt stationär aufgenommen wurden, retrospektiv hinsichtlich des Auftretens einer Infektion mit SARS-CoV-2 und dem Auftreten eines thromboembolischen Ereignisses untersucht. Das Gesamtkollektiv wurde in 4 Subgruppen aufgeteilt (Nachweis einer Infektion mit ...

In der vorliegenden Arbeit wurden 1334 Patienten, die während der sogenannten „ersten CoViD-19-Welle“ im Frühjahr 2020 im Klinikum Ingolstadt stationär aufgenommen wurden, retrospektiv hinsichtlich des Auftretens einer Infektion mit SARS-CoV-2 und dem Auftreten eines thromboembolischen Ereignisses untersucht. Das Gesamtkollektiv wurde in 4 Subgruppen aufgeteilt (Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2/Nachweis einer Lungenarterienembolie, kein Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2/Nachweis einer Lungenarterienembolie, Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2/kein Nachweis einer Lungenarterienembolie, kein Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2/kein Nachweis einer Lungenarterienembolie) und hinsichtlich der Verteilung klinischer und laborchemischer Surrogatparameter untersucht.
Der Fokus lag dabei insbesondere auf dem Nutzen der D-Dimere für die Diskriminierung eines thromboembolischen Ereignisses im Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion. In diesem Kontext wurde auch die Häufigkeit von Lungenarterienembolien evaluiert. Zwar konnte eine divergierende Verteilung klinischer sowie laborchemischer Parameter in Abhängigkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 gezeigt werden, verlässliche Diskriminierung für die Abgrenzung zu Lungenarterienembolien war jedoch nicht möglich.
Retrospektiv konnte der postulierte Schwellenwert der D-Dimere mit 2000 µg/l bzgl. der Verdachtsdiagnose einer Lungenarterienembolie im Rahmen einer Infektion mit SARS-CoV-2 bekräftigt werden. Allerdings ist diese Annahme nur im Setting einer ersten Inaugenscheinnahme des Patienten in einer Notfallklinik zu sehen. Daten bzgl. der Entwicklung von D-Dimeren im stationären Setting wurden nicht erhoben, insofern lassen sich für diesen Fall auch keine verlässlichen Rückschlüsse ziehen. Eine erhöhte Rate an Lungenarterienembolien im Zusammenhang mit einer Infektion mit SARS-CoV-2 konnte im untersuchten Kollektiv nicht beobachtet werden.
Die Limitationen der vorliegenden Arbeit sind zum einen durch die Heterogenität des Kollektivs sowie auch durch den retrospektiven Ansatz bedingt.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

In the present study, 1334 patients who were admitted to the Ingolstadt Clinic during the so-called "first CoViD-19 wave" in spring 2020 were retrospectively examined with regard to the occurrence of an infection with SARS-CoV-2 and the occurrence of a thromboembolic event. The total collective was divided into 4 subgroups (evidence of infection with SARS-CoV-2 / evidence of pulmonary artery ...

In the present study, 1334 patients who were admitted to the Ingolstadt Clinic during the so-called "first CoViD-19 wave" in spring 2020 were retrospectively examined with regard to the occurrence of an infection with SARS-CoV-2 and the occurrence of a thromboembolic event. The total collective was divided into 4 subgroups (evidence of infection with SARS-CoV-2 / evidence of pulmonary artery embolism, no evidence of infection with SARS-CoV-2 / evidence of pulmonary artery embolism, evidence of infection with SARS-CoV-2 / no evidence of a pulmonary artery embolism, no evidence of infection with SARS-CoV-2 / no evidence of pulmonary artery embolism) and examined with regard to the distribution of clinical and laboratory surrogate parameters.
The focus was in particular on the use of d-dimers for the discrimination of a thromboembolic event in the course of a SARS-CoV-2 infection. The frequency of pulmonary artery embolism was also evaluated in this context. Although a divergent distribution of clinical and laboratory parameters depending on an infection with SARS-CoV-2 could be shown, reliable discrimination for the differentiation from pulmonary artery embolism was not possible.
Retrospectively, the postulated threshold value of the d-dimers of 2000 µg/ l regarding the suspected diagnosis of pulmonary artery embolism in the context of an infection with SARS-CoV-2 could be confirmed. However, this assumption can only be seen in the setting of an initial inspection of the patient in an emergency clinic. Data on the development of d-dimers in the inpatient setting were not collected, so no reliable conclusions can be drawn for this case. An increased rate of pulmonary artery embolism in connection with an infection with SARS-CoV-2 could not be observed in the examined collective.
The limitations of the present work are due on the one hand to the heterogeneity of the collective as well as the retrospective approach.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum22 Juni 2021
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Christian Schulz
Tag der Prüfung21 Juni 2021
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Innere Medizin II
Stichwörter / KeywordsCoViD-19, D-Dimer, Lungenarterienembolie, Pandemie
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-460445
Dokumenten-ID46044

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