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Bericht über den Gesundheitsstatus der Asylbewerberinnen und Asylbewerber des Ankerzentrums Regensburg im Jahr 2018
Arulsamy, Raphael (2022) Bericht über den Gesundheitsstatus der Asylbewerberinnen und Asylbewerber des Ankerzentrums Regensburg im Jahr 2018. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 05 Jul 2022 05:37
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.52561
Zusammenfassung (Deutsch)
Für eine optimale medizinische Versorgung von Geflüchteten ist ein fundiertes Wissen über die Verbreitung von Krankheiten bei Geflüchteten unterschiedlicher Herkunftsländer essenziell. Ziel der Arbeit war es, das Krankheitsspektrum und die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen bei Geflüchteten im Arztbereich des Ankerzentrums Regensburg zu untersuchen. In einer Querschnittsstudie wurden ...
Für eine optimale medizinische Versorgung von Geflüchteten ist ein fundiertes Wissen über die Verbreitung von Krankheiten bei Geflüchteten unterschiedlicher Herkunftsländer essenziell. Ziel der Arbeit war es, das Krankheitsspektrum und die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen bei Geflüchteten im Arztbereich des Ankerzentrums Regensburg zu untersuchen.
In einer Querschnittsstudie wurden anonymisierte Patientendaten aus dem Ankerzentrum Regensburg im Zeitraum eines Jahres (01.01.-31.12.2018) hinsichtlich der Häufigkeit von Diagnosen sowie der Inanspruchnahme von Impfungen analysiert. Daten wurden nach Alter, Geschlecht und Herkunftsländern betrachtet.
Von den insgesamt 1478 eingeschlossenen Patienten stammten 38% aus dem Irak, 27% aus der Republik Moldau, 14% aus Äthiopien und 13% aus Nigeria. Die am häufigsten gestellten Diagnosen waren akute Infektionen der oberen Atemwege (9%), Zahnschmerzen (6%), akute Gastritis (3%) sowie Z.n. weiblicher Genitalverstümmelung (FGM; 3%). Während Atemwegsinfektionen Geflüchtete aller Herkunftsländer betrafen, waren Geflüchtete aus dem Irak häufiger von Zahnschmerzen (+18%) und akuter Gastritis (+14%) betroffen als andere Geflüchtete. FGM wurde v.a. bei Frauen aus Nigeria (58%) und Äthiopien (38%) diagnostiziert. Die Impfsprechstunde wurde überwiegend von Personen aus dem Irak (56%), Äthiopien (14%) und Nigeria (11%) besucht.
Das Erkrankungsspektrum sowie die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen unterschied sich stark zwischen Geflüchteten verschiedener Herkunftsländer, was auf die Infrastruktur im Ursprungsland sowie auf die Unterbringungs- bzw. Versorgungssituation vor Ort zurückgeführt werden kann. Eine auf Zielgruppen gerichtete Impfaufklärung könnte die Impf-raten bei Asylsuchenden verbessern.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
In-depth knowledge about the spread of diseases among refugees from different countries of origin is essential for a good medical care for refugees. The aim of this thesis was to examine the range of diseases and the use of medical services by refugees in the primary refugee accomodation in Regensburg. In a cross-sectional study, anonymized patient data from the primary accomodation center in ...
In-depth knowledge about the spread of diseases among refugees from different countries of origin is essential for a good medical care for refugees. The aim of this thesis was to examine the range of diseases and the use of medical services by refugees in the primary refugee accomodation in Regensburg.
In a cross-sectional study, anonymized patient data from the primary accomodation center in Regensburg was analyzed over a period of one year (01.01.-31.12.2018) with regard to the frequency of diagnoses and the use of vaccinations. Data was reviewed by age, gender, and country of origin.
Of the 1478 patients included, 38% came from Iraq, 27% from the Republic of Moldova, 14% from Ethiopia and 13% from Nigeria. The most common diagnoses were acute infections of the upper respiratory tract (9%), toothache (6%), acute gastritis (3%) and status post. female genital mutilation (FGM; 3%). While respiratory infections affected refugees from all countries of origin, refugees from Iraq were more frequently affected by toothache (+18%) and acute gastritis (+14%) than other refugees. FGM was mainly diagnosed in women from Nigeria (58%) and Ethiopia (38%). The vaccination clinic was predominantly attended by people from Iraq (56%), Ethiopia (14%) and Nigeria (11%).
The spectrum of illnesses and the use of medical services differed greatly between refugees from different countries of origin, which can be attributed to the infrastructure in the country of origin and the local accommodation and care situation. Vaccination education aimed at target groups could improve vaccination rates for asylum seekers.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 5 Juli 2022 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Dr. Michael Leitzmann |
| Tag der Prüfung | 21 Juni 2022 |
| Institutionen | Medizin > Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin |
| Stichwörter / Keywords | Asylsuchende, Gesundheitsspektrum, Global Health, Public Health, Impfungen |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-525616 |
| Dokumenten-ID | 52561 |
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