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Zur Neurobiologie der Psychopathie
Wild, Laura M. und Poeppl, Timm B.
(2022)
Zur Neurobiologie der Psychopathie.
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 16, S. 259-264.
Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 12 Jul 2022 04:50
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.52578
Zusammenfassung
Die Erforschung der neurobiologischen Grundlagen der Psychopathie hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. In diesem Artikel soll eine kurze Übersicht des aktuellen Stands der Forschung gegeben werden. In Bildgebungsmetaanalysen finden sich Hinweise auf eine Volumenminderung grauer Substanz im linken dorsolateralen präfrontalen Kortex und im medialen Orbitofrontalkortex bei Psychopathen. ...
Die Erforschung der neurobiologischen Grundlagen der Psychopathie hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. In diesem Artikel soll eine kurze Übersicht des aktuellen Stands der Forschung gegeben werden. In Bildgebungsmetaanalysen finden sich Hinweise auf eine Volumenminderung grauer Substanz im linken dorsolateralen präfrontalen Kortex und im medialen Orbitofrontalkortex bei Psychopathen. Des Weiteren zeigt eine groß angelegte Metaanalyse robuste Evidenz für veränderte Hirnaktivität im frontoinsulären Kortex, im lateralen präfrontalen Kortex, im dorsomedialen präfrontalen Kortex und in der rechten Amygdala. Aus der Kombination von Neurobildgebung und Datenbankanalysen ist zudem bekannt, dass es eine Beziehung zwischen den beschriebenen Hirnveränderungen und typischen Psychopathiesymptomen gibt. Der Vergleich von Hirnveränderungen mit Neurotransmitterkarten und Genexpressionskarten gibt Hinweise auf mögliche zugrunde liegende molekulare Mechanismen, insbesondere eine Dysregulation im serotonergen System. In der Zusammenschau weisen diese Befunde klar auf fassbare neurobiologische Veränderungen bei hochgradig psychopathischen Personen hin. Zwar können sie keinen Aufschluss darüber geben, ob es sich bei den Veränderungen um Ursache oder Folge der Störung handelt, doch können sie Ansatzpunkte für spezifischere, biologische Therapieverfahren bieten.
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Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Artikel | ||||
| Titel eines Journals oder einer Zeitschrift | Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie | ||||
| Verlag: | Springer | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Band: | 16 | ||||
| Seitenbereich: | S. 259-264 | ||||
| Datum | 7 Juli 2022 | ||||
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie | ||||
| Identifikationsnummer |
| ||||
| Stichwörter / Keywords | Hirnfunktion · Hirnstruktur · Genexpression · Metaanalyse · Neurotransmitter | ||||
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin | ||||
| Status | Veröffentlicht | ||||
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet | ||||
| An der Universität Regensburg entstanden | Zum Teil | ||||
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-525788 | ||||
| Dokumenten-ID | 52578 |
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