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Verstellung der Erstsprache in Erpresserschreiben: Ein Beitrag zur Beurteilung der Authentizität und zur Erstellung von sprachlichen Täterprofilen
Krieger, Pauline Theresa (2022) Verstellung der Erstsprache in Erpresserschreiben: Ein Beitrag zur Beurteilung der Authentizität und zur Erstellung von sprachlichen Täterprofilen. Regensburg Papers in Linguistics, 24. Universitätsbibliothek Regensburg, Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 05 Okt 2022 15:30
Buch
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.52975
Zusammenfassung
In dieser Arbeit werden Ergebnisse eines Online-Experiments zur Verstellung der Erstsprache in Erpresserschreiben dargestellt. Verstellte Erpresserschreiben von Erstsprachler:innen (57 Texte) und unverstellte Erpresserschreiben von Nicht-Erstsprachler:innen (29 Texte) wurden einer Fehleranalyse nachdem Modell von Bredthauer (2019) unterzogen. Es zeigt sich, dass bei einer Verstellung der ...
In dieser Arbeit werden Ergebnisse eines Online-Experiments zur Verstellung der Erstsprache in Erpresserschreiben dargestellt. Verstellte Erpresserschreiben von Erstsprachler:innen (57 Texte) und unverstellte Erpresserschreiben von Nicht-Erstsprachler:innen (29 Texte) wurden einer Fehleranalyse nachdem Modell von Bredthauer (2019) unterzogen. Es zeigt sich, dass bei einer Verstellung der Erstsprache Fehler im Bereich der Syntax vorherrschen, der Bereich der Lexik aber weniger betroffen ist. Bei den Texten der Nicht-Erstsprachler:innen sind Abweichungen im Bereich der Morphologie am häufigsten. Im Gegensatz zu den Texten der Erstsprachler:innen zeigen sich auch vermehrt lexikalische Fehler. Die Syntax ist allerdings weniger stark betroffen. Der Vergleich der Fehlerprofile der Erstsprachler:innen mit den Fehlerprofilen der Nicht-Erstsprachler:innen offenbart, dass in den Bereichen Syntax, Morphologie, Morphologie/Orthographie und Lexik signifikante Unterschiede bestehen, in Bezug auf den Bereich der Orthographie jedoch nicht. Eine separate Betrachtung der Fehlerprofile für die Texte mit den zugrundeliegenden Deutschniveaus A, B und C gibt Hinweise darauf, dass innerhalb der Gruppe der Nicht-Erstsprachler:innen Varianz auftritt. In allen Gruppen sind Abweichungen auf den untersuchten sprachlichen Ebenen in mindestens der Hälfte aller Texte vorzufinden. Diese Resultate sind für die Beurteilung der Authentizität von Fehlern und damit für die Erstellung eines sprachlichen Täterprofils von Relevanz
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Buch |
| Verlag: | Universitätsbibliothek Regensburg |
|---|---|
| Ort der Veröffentlichung: | Regensburg |
| Schriftenreihe der Universität Regensburg: | Regensburg Papers in Linguistics |
| Band: | 24 |
| Seitenanzahl: | 123 |
| Datum | 5 Oktober 2022 |
| Institutionen | Sprach- und Literatur- und Kulturwissenschaften > Institut für Information und Medien, Sprache und Kultur (I:IMSK) > Lehrstuhl für Allgemeine und vergleichende Sprachwissenschaft |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 400 Sprache > 400 Sprachwissenschaft, Linguistik |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-529751 |
| Dokumenten-ID | 52975 |
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