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Gollwitzer, Manuel Erwin

Therapie der Cholestase bei Patienten mit benignen und malignen Stenosen mittels PTCD: Behandlungsdauer, Erfolgsquote und Komplikationsrate

Gollwitzer, Manuel Erwin (2024) Therapie der Cholestase bei Patienten mit benignen und malignen Stenosen mittels PTCD: Behandlungsdauer, Erfolgsquote und Komplikationsrate. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 02 Mai 2024 08:36
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.58166


Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit zeigte sich zusammenfassend, dass die Behandlungsdauer aller im Zeitraum von 2010 – 2017 durchgeführten PTCD-Behandlungen im Mittel 108 Tage betragen hat. Dabei wurden maligne Stenosen im Mittel 58 Tage mit einer Drainage versorgt, benigne Stenosen 177 Tage und Leckagen 67 Tage. Die klinische Erfolgsquote lag bei 90,7 % und die technische Erfolgsquote bezüglich der erfolgreichen ...

In dieser Arbeit zeigte sich zusammenfassend, dass die Behandlungsdauer aller im Zeitraum von 2010 – 2017 durchgeführten PTCD-Behandlungen im Mittel 108 Tage betragen hat. Dabei wurden maligne Stenosen im Mittel 58 Tage mit einer Drainage versorgt, benigne Stenosen 177 Tage und Leckagen 67 Tage. Die klinische Erfolgsquote lag bei 90,7 % und die technische Erfolgsquote bezüglich der erfolgreichen Erstanlage einer PTCD bei 94,2 %. Diese Ergebnisse spiegelten sich auch in der Literatur wider.
Die Komplikationsrate ließ sich bei der Erstanlage mit 8,5 % angeben und insgesamt, auf den gesamten Behandlungsverlauf bezogen, mit 56,8 %. Diese doch sehr hohen Raten fanden sich ebenfalls in der Literatur und stellen das Hauptproblem der PTCD-Therapie dar. Dabei ist vor allem der große Anteil an Dislokationen und Cholangitiden von Bedeutung, der in Zukunft durch eine bessere Befestigung oder Einweisung des Patienten reduziert werden könnte.
Möglicherweise stellt dabei auch die US-PTCD eine sichere Alternative zur klassischen F-PTCD dar, was Gegenstand zukünftiger Forschung sein sollte. Ebenfalls sollte die linksseitige Anlage weitergehend bezüglich einer geringeren Komplikationsrate untersucht werden.
Nichtsdestotrotz zeigt die hohe Erfolgsquote und der statistisch signifikante Abfall der Cholestaseparameter über den Behandlungsverlauf, dass die PTCD ein sehr effektives Verfahren bei Stenosen und Leckagen im Gallengangsystem darstellt. Dies könnte vor allem dann von Bedeutung sein, wenn eine endoskopische Therapie mittels ERCP an ihre Grenzen gelangt und ein Zugang von perkutan indiziert ist.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

In summary, this work showed that the treatment duration of all PTCD treatments carried out between 2010 and 2017 was on average 108 days. Malignant stenoses were treated with a drainage for an average of 58 days, benign stenoses for 177 days and leaks for 67 days. The clinical success rate was 90.7% and the technical success rate regarding the successful initial placement of a PTCD was 94.2%. ...

In summary, this work showed that the treatment duration of all PTCD treatments carried out between 2010 and 2017 was on average 108 days. Malignant stenoses were treated with a drainage for an average of 58 days, benign stenoses for 177 days and leaks for 67 days. The clinical success rate was 90.7% and the technical success rate regarding the successful initial placement of a PTCD was 94.2%. These results were also reflected in the literature.
The complication rate for the initial placement was 8.5% and overall, based on the entire course of treatment, was 56.8%. These very high rates were also found in the literature and represent the main problem with PTCD therapy. What is particularly important is the large proportion of dislocations and cholangitis, which could be reduced in the future by better fixation or admission of the patient.
The US-PTCD may also represent a safe alternative to the classic F-PTCD, which should be the subject of future research. The left-sided attachment should also be further investigated with regard to a lower complication rate.
Nevertheless, the high success rate and the statistically significant drop in cholestasis parameters over the course of treatment show that PTCD is a very effective procedure for stenosis and leaks in the bile duct system. This could be particularly important if endoscopic therapy using ERCP reaches its limits and a percutaneous approach is indicated.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum2 Mai 2024
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Natascha Platz Batista da Silva
Tag der Prüfung22 April 2024
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Röntgendiagnostik
Stichwörter / KeywordsPTCD, Cholestase, Maligne Stenose, Benigne Stenose, Leber Perkutane transhepatische Cholangidrainage, Stenose, PTBD, Malignant Stenosis, Benign Stenosis
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-581663
Dokumenten-ID58166

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