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Ecker, Angelika

Vergleich eines realen und virtuellen Trier Sozialer Stress Test für Kinder (TSST-C) – Multimodale Stressreaktion sowie Blickverhalten als Stressparameter

Ecker, Angelika (2024) Vergleich eines realen und virtuellen Trier Sozialer Stress Test für Kinder (TSST-C) – Multimodale Stressreaktion sowie Blickverhalten als Stressparameter. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 13 Aug 2024 05:46
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.58864

Dies ist die aktuelle Version dieses Eintrags.


Zusammenfassung (Deutsch)

Stress ist ein Faktor, der das Leben unmittelbar beeinflussen und damit langfristig große Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Dabei zeigt sich Stress in verschiedenen Modalitäten und sollte daher immer als multimodale Stressantwort erhoben werden. Die Erforschung der unmittelbaren Stressreaktion ist essentiell und durch Paradigmen wie dem Trier Sozialem Stress Test (TSST), dem ...

Stress ist ein Faktor, der das Leben unmittelbar beeinflussen und damit langfristig große Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Dabei zeigt sich Stress in verschiedenen Modalitäten und sollte daher immer als multimodale Stressantwort erhoben werden. Die Erforschung der unmittelbaren Stressreaktion ist essentiell und durch Paradigmen wie dem Trier Sozialem Stress Test (TSST), dem Goldstandard zur Erzeugung von psychosozialem Stress im Labor, weit verbreitet. Über die letzten Jahre wurde der TSST erfolgreich in ein virtuelles Setting übertragen, um die Forschung weiter zu erleichtern. Ob die Übertragbarkeit in die virtuelle Realität (VR) auch für die Kinderversion des Stressparadigmas, den TSST-C, gilt, wurde bisher noch nicht evaluiert. Ziel dieser Studie war es daher die multimodale Stressantwort auf einen modernen virtuellen TSST-C mit einem originalen TSST-C zu vergleichen. Darüber hinaus sollte das Blickverhalten als behavioraler Stressparameter exploriert werden. Zu diesem Zweck wurden N = 73 gesunde Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 11 und 17 Jahren erhoben. Bei einer Gruppe (n = 37) wurde Stress mittels realem TSST C, bei der anderen Gruppe (n = 36) mittels virtuellem TSST-C induziert. Parameter der multimodalen Stressantwort waren Cortisol- und Alpha Amylase-Konzentrationen aus dem Speichel, Herzrate, Herzratenvariabilität, Blickdauer sowie subjektive Stress- und Angstantworten. Daneben wurde das Präsenzerleben in VR und Symptome der VR-Krankheit als potentielle Einflussfaktoren auf die Stressreaktion sowie verschiedene Variablen zur demografischen und psychometrischen Vergleichbarkeit der Gruppen erhoben und kontrolliert. Es zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen im Cortisol und dem subjektiven Stress, nicht jedoch bei subjektiver Angst und den Parametern des autonomen Nervensystems (Alpha Amylase, Herzrate und Herzratenvariabilität). Bei Alpha Amylase konnte eine Gleichheit der Stressreaktion in den Gruppen bestätigt werden. Der Grad des Eintauchens in die VR hatte keinen Einfluss auf das Stresserleben und auch die VR Krankheit führt zu keinen bedeutsamen Konfundierungen mit der Stressreaktion. Das Blickverhalten im realen TSST-C ist nicht eindeutig und konsistent mit etablierten Stressparametern assoziiert und bedarf dringend weiterer Untersuchungen. Der Nutzen und die möglichen Anwendungsbereiche eines virtuellen TSST-C, aber auch die Grenzen der fehlenden sozialen Evaluation in VR wurden diskutiert.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Stress is a factor that can influence life and have long-term effects on health. Stress manifests in various modalities and should therefore always be assessed as a multimodal stress response. Research on the immediate stress reaction is essential and widely spread through paradigms such as the Trier Social Stress Test (TSST), the gold standard for inducing psychosocial stress in the laboratory. ...

Stress is a factor that can influence life and have long-term effects on health. Stress manifests in various modalities and should therefore always be assessed as a multimodal stress response. Research on the immediate stress reaction is essential and widely spread through paradigms such as the Trier Social Stress Test (TSST), the gold standard for inducing psychosocial stress in the laboratory. Over the past years, the TSST has been successfully transferred to a virtual setting to further facilitate research. Whether the transferability to virtual reality (VR) also applies to the child version of the stress paradigm, the TSST-C, has not yet been evaluated. The aim of this study was to compare the multimodal stress response to a modern virtual TSST-C with an original TSST-C. Additionally, gaze behavior was explored as a behavioral stress parameter. For this purpose, N = 73 healthy children and adolescents aged 11 to 17 years were assessed. One group (n = 37) had stress induced by a real TSST-C, while the other group (n = 36) had stress induced by a virtual TSST-C. Parameters of the multimodal stress response included cortisol and alpha amylase concentrations from saliva, heart rate, heart rate variability, gaze duration, as well as subjective stress and anxiety responses. Presence experience in VR and symptoms of VR sickness were also collected as potential influencing factors on the stress response, along with various variables for demographic and psychometric comparability of the groups. Significant differences were observed between the groups in cortisol and subjective stress, but not in subjective anxiety and parameters of the autonomic nervous system (alpha amylase, heart rate, and heart rate variability). Equality of stress response in the groups was confirmed for alpha amylase. The degree of presence in VR had no impact on stress experience, and VR sickness did not lead to significant confounding with the stress response. Gaze behavior in the real TSST-C is not clearly and consistently associated with established stress parameters and requires further investigation. The benefits and potential applications of a virtual TSST-C, as well as the limitations of the lack of social evaluation in VR, were discussed.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum6 August 2024
Begutachter (Erstgutachter)Dr. Romuald Brunner
Tag der Prüfung11 Juli 2024
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Stichwörter / KeywordsStress; Kinder- und Jugendliche; TSST; Cortisol; Alpha-Amylase; VR
Dewey-Dezimal-Klassifikation100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-588649
Dokumenten-ID58864

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