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Zimmermann, Martina E. ; Thanner, Valentin ; Helbig, Horst ; Stark, Klaus J. ; Heid, Iris M. ; Brandl, Caroline

Bewusstsein für das Vorliegen einer altersabhängigen Makuladegeneration in der populationsbasierten AugUR-Studie

Zimmermann, Martina E. , Thanner, Valentin, Helbig, Horst, Stark, Klaus J., Heid, Iris M. und Brandl, Caroline (2025) Bewusstsein für das Vorliegen einer altersabhängigen Makuladegeneration in der populationsbasierten AugUR-Studie. Die Ophthalmologie.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 20 Mai 2025 06:36
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.76698


Zusammenfassung

Hintergrund Mangelndes Bewusstsein über das Vorliegen einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) kann die Inanspruchnahme von adäquater Krankenversorgung beeinträchtigen. Dies ist insbesondere relevant bei der von AMD vor allem betroffenen älteren Bevölkerung. Ziele der Arbeit Es erfolgte die Untersuchung des Bewusstseins für eine vorhandene AMD-Diagnose in der älteren Bevölkerung. Dazu ...

Hintergrund
Mangelndes Bewusstsein über das Vorliegen einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) kann die Inanspruchnahme von adäquater Krankenversorgung beeinträchtigen. Dies ist insbesondere relevant bei der von AMD vor allem betroffenen älteren Bevölkerung.
Ziele der Arbeit
Es erfolgte die Untersuchung des Bewusstseins für eine vorhandene AMD-Diagnose in der älteren Bevölkerung. Dazu evaluierten wir Personen der ≥ 70-jährigen Bevölkerung in/um Regensburg hinsichtlich AMD-Selbstangabe mit Aufzeichnungen der behandelnden Augenärzt*innen (BAA) im Rahmen der populationsbasierten AugUR-Studie.
Material und Methoden
Die AMD-Selbstangaben der AugUR-Probanden wurden in interviewbasierten Fragebögen bei Studieneinschluss erhoben. Eine in den Aufzeichnungen der BAA dokumentierte AMD-Diagnose wurde mittels Online-Fragebogen durch die BAA erfasst. In einer Zeitachse wurden Datum des Probandenbesuchs im Studienzentrum, Datum der AMD-Erstdiagnose und Datum des letzten Besuchs bei BAA in eine chronologische Reihenfolge gebracht und Konsens bzw. Dissens der Angaben ermittelt.
Ergebnisse
Selbstangaben und BAA-Aufzeichnungen zur AMD waren für 1473 AugUR-Probanden verfügbar. Ein Konsens zeigte sich für 1270 Personen (86 %). Unter den 262 Personen mit BAA-AMD-Diagnose vor dem Besuch im Studienzentrum gaben 166 (63 %) an, keine AMD zu haben. Bei 137 dieser 166 „Under-Reporter“ waren frühe AMD-Stadien durch die BAA dokumentiert.
Diskussion
Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass 63 % der älteren Bevölkerung mit einer BAA-AMD-Diagnose sich ihrer AMD-Diagnose nicht bewusst sind. Der größte Teil davon sind Diagnosen für AMD-Frühstadien, die eventuell nicht als „AMD“ an die Patienten kommuniziert werden. Ein verbessertes Bewusstsein, auch für Frühformen der AMD, könnte ein präventives Verhalten der Betroffenen unterstützen.



Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartArtikel
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftDie Ophthalmologie
Verlag:Springer
Datum15 Mai 2025
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Augenheilkunde
Medizin > Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin > Lehrstuhl für Genetische Epidemiologie
Projekte
Gefördert von: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (01ER1206)
Gefördert von: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (01ER1507)
Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (434737162)
Identifikationsnummer
WertTyp
10.1007/s00347-025-02246-2DOI
Stichwörter / KeywordsAMD · Populationsbasierte Studie · Selbstangabe · Krankheitsbewusstsein · Überberichterstattung/Unterberichterstattung
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-766989
Dokumenten-ID76698

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