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Michael Tye: "Phenomenal Consciousness: The Explanation Gap as a Cognitive Illusion" (1999). Kritische Diskussion der zentralen Position.
Heimgärtner, Rüdiger (2001) Michael Tye: "Phenomenal Consciousness: The Explanation Gap as a Cognitive Illusion" (1999). Kritische Diskussion der zentralen Position. Bachelorarbeit, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 18 Jan 2010 14:11
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.12360
Zusammenfassung (Deutsch)
Es wird die zentrale Position von Michael Tyes Aufsatz "Phenomenal Consciousness: The Explanatory Gap as a cognitive Illusion?" dargestellt und diskutiert. Dazu werden die einzelnen Argumente, die Tye für diese These vorbringt, ebenso wie die These selbst auf Plausibilität hin überprüft und in einen kritischen Diskussionszusammenhang mit der gegenwärtigen Forschung gestellt. Schließlich wird ...
Es wird die zentrale Position von Michael Tyes Aufsatz "Phenomenal Consciousness: The Explanatory Gap as a cognitive Illusion?" dargestellt und diskutiert. Dazu werden die einzelnen Argumente, die Tye für diese These vorbringt, ebenso wie die These selbst auf Plausibilität hin überprüft und in einen kritischen Diskussionszusammenhang mit der gegenwärtigen Forschung gestellt. Schließlich wird entschieden, ob Michael Tye die Erklärungslücke hinsichtlich des phänomenalen Bewusstseins zum Verschwinden bringt oder nicht. Die Argumente Tyes für einen funktionalen Materialismus in Form einer repräsentationalistischen Theorie von Qualia reichen hin, um zu überzeugen. Auch bietet Tye eine überzeugende Erklärung gegen das Argument des unvollständigen Wissens an. Es scheint auch, dass Tyes Ansatz wichtigen Argumenten der aktuellen Qualia-Diskussion entgegenwirken. Auch formal gegen die Argumentation Tyes nichts eingewendet werden kann. Aber Tyes Ansatz selbst weist grundlegende Erklärungslücken auf, so dass es nicht möglich ist, dadurch die Erklärungslücke zu schließen bzw. aufzulösen. Insbesondere die auf Intuitionen beruhende vage Definition der phänomenalen Konzepte macht eine geschlossene physikalistische Theorie, die von der Mikroebene bis zur Makroebene funktional transparent sein muss, unmöglich. Zwar können Teilbereiche phänomenalen Bewusstseins physikalisch über die funktionalen Rollen der Konzepte erklärt werden. Aber eine vollständige Erklärung phänomenaler Qualitäten in physikalischer Terminologie wird nicht erreicht. Ein Physikalismus in der Form wie ihn Tye vertritt, ist somit nicht aufrechtzuerhalten. Die zentrale Position Tyes ist nicht haltbar: Die Erklärungslücke ist keine kognitive Illusion, sondern es gibt sie faktisch und sie bleibt hinsichtlich des phänomenalen Bewusstseins auch weiterhin bestehen. Insgesamt zeigt sich jedoch ein philosophischer Fortschritt: Es wird immer klarer umrissen, welche Probleme bei der Untersuchung und der Erklärung von � insbesondere phänomenalem � Bewusstsein entstehen. Außerdem wurde durch die in den letzten Jahren verstärkte Diskussion in diesem Bereich die Fachterminologie erweitert und verfeinert, wodurch Fragen und Begriffe mit der Zeit präziser wurden und die sich in besseren Antworten wiederfinden. Dennoch werden weitere Diskussionen (und Intuitionen) hinsichtlich der Bewusstseinsproblematik zwingend notwendig sein, um einer Schließung der Erklärungslücke bezüglich des phänomenalen Bewusstseins näher zu kommen.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
The central position of Michael Tyes essay "Phenomenal Consciousness: The Explanatory Gap as a cognitive illusion?" will be represented and discussed. Thereby the plausibility of the individual arguments which Tye puts forward for this thesis are checked and taken in critical discussion. Finally, it is decided whether Michael Tye solves the explanation gap concerning phenomenal consciousness or ...
The central position of Michael Tyes essay "Phenomenal Consciousness: The Explanatory Gap as a cognitive illusion?" will be represented and discussed. Thereby the plausibility of the individual arguments which Tye puts forward for this thesis are checked and taken in critical discussion. Finally, it is decided whether Michael Tye solves the explanation gap concerning phenomenal consciousness or not. Tyes arguments for a functional materialism in form of a representational theory of qualia are plausible. Tye offers a convincing explanation against the argument of the incomplete knowledge. It also seems that Tyes approach can counteract important arguments of the current qualia discussion. In addition, the form of argumentation is valid. However, Tyes attempt itself consists of basic explanation gaps that prevent to close or dissolve the explanation gap completely. Although parts of phenomenal consciousness can physically be represented by the functional roles of concepts particularly the vague definition of phenomenal concepts being based on intuitions prevents a closed physical theory which must functionally be transparent from the micro level up to the macro level. Therefore, a complete explanation of phenomenal qualities in a physical terminology is not reached. The discussion within this work shows that the central position Tyes (as well his form of functional physicalism) is not sustainable: The explanation gap is no cognitive illusion but it is real and persists with regard to phenomenal consciousness. However, in sum, a philosophical progress can be determined: the problems at the examination and explanation, particularly of phenomenal consciousness, have been outlined more clearly over the years. In addition, the technical terminology was enlarged and strengthened by the discussion within the years in this area. Thereby the questions and concepts got more precise within refined answers. Nevertheless, further discussions (and intuitions) are necessary with regard to the consciousness difficulties to come closer to a shutdown of the explanation gap regarding phenomenal consciousness.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Bachelorarbeit) |
| Datum | 29 Oktober 2001 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Herbert E. Brekle |
| Tag der Prüfung | 2001 |
| Institutionen | Sprach- und Literatur- und Kulturwissenschaften > Institut für Information und Medien, Sprache und Kultur (I:IMSK) > Lehrstuhl für Informationswissenschaft (Prof. Dr. Udo Kruschwitz) Informatik und Data Science > Fachbereich Menschzentrierte Informatik > Lehrstuhl für Informationswissenschaft (Prof. Dr. Udo Kruschwitz) |
| Stichwörter / Keywords | Bewusstsein , Phänomen , Unerklärliches Phänomen , Kognition , Qualia , Kognitive Linguistik , Kognitionswissenschaft , Erklärung , Philosophie , Erklärungslücke , Phänomenales Bewusstsein , qualia , phenomenal consciousness , explanation gap , cognitive illusion |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 100 Philosophie und Psychologie |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-123603 |
| Dokumenten-ID | 12360 |
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