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Mikrobiologischer Nachweis von Krankheitserregern aus Galle: Retrospektive Analyse zu Keimspektrum und Assoziation klinischer Faktoren mit dem Nachweis von resistenten Erregern
Hoegerl, Lea (2009) Mikrobiologischer Nachweis von Krankheitserregern aus Galle: Retrospektive Analyse zu Keimspektrum und Assoziation klinischer Faktoren mit dem Nachweis von resistenten Erregern. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 18 Jan 2010 14:11
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.12361
Zusammenfassung (Deutsch)
In der vorliegenden Arbeit wurde eine retrospektive Auswertung aller Gallenproben, die zwischen Januar 1995 und Dezember 1999 routinemäßig im Klinikum der Universität Regensburg mikrobiologisch untersucht wurden, vorgenommen. Die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchungen wurden mit klinischen Parametern, die durch Auswertung der entsprechenden Krankenakten erhalten wurden, assoziiert. ...
In der vorliegenden Arbeit wurde eine retrospektive Auswertung aller Gallenproben, die zwischen Januar 1995 und Dezember 1999 routinemäßig im Klinikum der Universität Regensburg mikrobiologisch untersucht wurden, vorgenommen. Die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchungen wurden mit klinischen Parametern, die durch Auswertung der entsprechenden Krankenakten erhalten wurden, assoziiert. Insgesamt wurden von 288 verschiedenen Patienten 722 Isolate aus 345 der eingesandten 454 Gallenproben isoliert.
Die vorliegende Studie hat im Vergleich zu bisher publizierten Untersuchungen eine höhere Rate von enterischen gramnegativen Bakterien (außer E. coli und Klebsiella spp.) aus Gallenproben nachgewiesen und ebenso eine höhere Rate von Erregern mit Resistenzen gegenüber Antibiotika, die üblicherweise bei der empirischen Therapie eingesetzt werden, wie z. B. die Ureidopenicilline, festgestellt. Die Kultivierung von Mezlocillin-resistenten Bakterien aus Gallenproben war mit folgenden Faktoren unabhängig assoziiert: einer Gallenprobengewinnung später als der 7. Tag nach Krankenhausaufnahme, keine ERCP in der Vorgeschichte und ein hoher Serum-Aspartataminotransferase Spiegel(GOT > 72 U/l) bei der stationären Aufnahme. Somit sollte der Einsatz von Ureidopenicillinen ohne die zusätzliche Gabe von ß-Lactamase-Inhibitoren bei antibiotisch vorbehandelten und/oder sehr kranken Patienten mit Gallenwegsinfektionen vermieden werden.
Eine antibiotische Vorbehandlung für länger als 7 Tage, eine ausgeprägte Leukozytose (Leukozytenzahl > 20/nl) bei der stationären Aufnahme, eine endoskopische (ERCP) oder perkutane (PTCD) Manipulation der Gallenwege innerhalb der vorangegangenen 14 Tage und die Behandlung in der Inneren Medizin (nicht-operativ) waren unabhängige Faktoren, die signifikant mit der Isolation von Candida spp. aus Gallenproben in Zusammenhang standen. Diese Faktoren deuten auf eine klinische Relevanz des Nachweises von Candida spp. aus Gallenproben hin und sollten bei der Entscheidung über eine (zusätzliche) empirische antimykotische Therapie solcher Patienten mit sehr schweren Gallenwegsinfektionen berücksichtigt werden.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
A retrospective analysis of all specimens obtained for routine cultures from January 1995 through December 1999 was conducted at the tertiary care hospital of Regensburg. Results of microbiologic testing were linked to clinical parameters gathered by means of chart review. A total of 722 isolates were cultured from 345 of 454 bile specimens obtained from 288 individual patients. Prior receipt of ...
A retrospective analysis of all specimens obtained for routine cultures from January 1995 through December 1999 was conducted at the tertiary care hospital of Regensburg. Results of microbiologic testing were linked to clinical parameters gathered by means of chart review. A total of 722 isolates were cultured from 345 of 454 bile specimens obtained from 288 individual patients. Prior receipt of a >7-day course of antibiotics, extensive leukocytosis (leukocyte count, >20 cells/nL) on admission, endoscopic or percutaneous biliary manipulation during the previous 14 days, and treatment in an internal medicine ward were independent factors significantly associated with recovery of Candida species from bile specimens. Culture of mezlocillin-resistant bacteria from bile specimens was independently associated with the specimen having been obtained >1 week after admission, lack of history of endoscopic biliary drainage, and high serum aspartate aminotransferase levels on admission.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 9 November 2009 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Thomas (Prof. Dr.) Glück |
| Tag der Prüfung | 19 Oktober 2009 |
| Zusätzliche Informationen (Öffentlich) | Clinical Infectious Diseases 2002;34:902-8 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Innere Medizin I |
| Stichwörter / Keywords | Gallenwegskrankheit , Bakterielle Infektion , Antibiotikum , Cholangitis , Resistenzbestimmung , Galle <Sekret> , Pathogener Mikroorganismus , Klinische Faktoren , Biliäres Keimspektrum , Gallenkulturen , biliary tract infections , antibiotic therapy , bacterial resistance , bile culture , clinical parameters |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-opus-13979 |
| Dokumenten-ID | 12361 |
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