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Patientenverfügungen aus der Sicht unterschiedlicher Patientengruppen - Strahlentherapie, Kardiologie, Unfallchirurgie
Knauss, Kristina (2013) Patientenverfügungen aus der Sicht unterschiedlicher Patientengruppen - Strahlentherapie, Kardiologie, Unfallchirurgie. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 28 Jan 2013 11:00
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.27418
Zusammenfassung (Deutsch)
Ziel dieser Untersuchung am Universitätsklinikum Regensburg war es, die Einstellung zu Vorsorgedokumenten von Patienten mit einer Tumorerkrankung (Strahlentherapie) im Vergleich zu Patienten mit ebenfalls schwerwiegenden Krankheitsbildern (Kardiologie) und Patienten mit „einfachen“, potenziell nicht lebensbedrohlichen Verletzungen und Erkrankungen (Unfallchirurgie) herauszufinden. Zu dem Thema ...
Ziel dieser Untersuchung am Universitätsklinikum Regensburg war es, die Einstellung zu Vorsorgedokumenten von Patienten mit einer Tumorerkrankung (Strahlentherapie) im Vergleich zu Patienten mit ebenfalls schwerwiegenden Krankheitsbildern (Kardiologie) und Patienten mit „einfachen“, potenziell nicht lebensbedrohlichen Verletzungen und Erkrankungen (Unfallchirurgie) herauszufinden.
Zu dem Thema Vorsorgedokumente (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung) wurde in den Jahren 2008/2009 eine umfangreiche Datenerhebung mittels Fragebogen bei je 50 Patienten aus den obengenannten Patientengruppen durchgeführt.
Insgesamt besaßen 40 % der 150 untersuchten Patienten ein Vorsorgedokument, am häufigsten die kardiologischen Patienten, die strahlentherapeutischen und unfallchirurgischen Patienten deutlich seltener. Jedoch unterschieden sich die drei Gruppen in ihren Einstellungen zum Thema Patientenverfügungen nicht wesentlich voneinander. Obwohl als Hauptvorteil der Patientenverfügung die Selbstbestimmung genannt wurde, zeigte die Frage nach der Verbindlichkeit den Wunsch, Angehörige in die Entscheidung mit einzubeziehen und dabei Abweichungen des vorausverfügten Willens zu tolerieren.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich zwar die Mehrzahl der Patienten mit dem Thema Vorsorge beschäftigte, doch führte dies nicht automatisch zum Verfassen eines Vorsorgedokuments. Eine Unterstützung durch Ärzte bei diesem Thema wäre hilfreich und erwünscht. Hierfür sind sowohl eine gezielte Ausbildung als auch eine angemessene Vergütung dieser zeitaufwendigen Gespräche notwendig.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
The aim of our study at the University Hospital Regensburg was to gather and analyse detailed relevant information about advance directives by patients with a tumor disease (radiotherapy) in comparison to patients with other also serious illnesses (cardiology) and patients with „simple“, potentially not life-endangering injuries (accident surgery). Our method consisted of an extensive survey ...
The aim of our study at the University Hospital Regensburg was to gather and analyse detailed relevant information about advance directives by patients with a tumor disease (radiotherapy) in comparison to patients with other also serious illnesses (cardiology) and patients with „simple“, potentially not life-endangering injuries (accident surgery).
Our method consisted of an extensive survey via questionnaire on the subject of Advance Directives that are used in Germany ("Patientenverfügung” (living will), “Vorsorgevollmacht” (durable power of attorney for health care) and “Betreuungsverfügung” (appointment of legal representative for health care). In 2008/2009 we examined fifty patients each out of the three patient groups above mentioned.
As a result we stated that 40 % of the 150 examined patients were owners of one of the three documents mentioned, most frequently the cardiological patients, distinctly more rarely the patients in radiotherapy and accident surgery. However, the three groups did not differ essentially in their attitudes towards advance directives. The main advantage in advance directives was generally considered to be self-determination by the patient, but when we asked about liability of the directives many patients wished to include family members in the decision as well and, doing so, tolerate deviations from the predetermined will.
By way of conclusion, we found that a large majority of patients were occupied with the topic of advance directives, even though this did not automatically lead to the factual writing of such a document. Supportive conversations with doctors about a subject like this would be helpful and desirable. This would require a referential training as well as an adequate remuneration for time-consuming consultations.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 28 Januar 2013 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Oliver Kölbl |
| Tag der Prüfung | 21 Januar 2013 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Strahlentherapie |
| Stichwörter / Keywords | Patientenverfügung, Vorsorgedokumente, advance directive |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-274180 |
| Dokumenten-ID | 27418 |
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