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Anzinger, Josef

Nutzen der Prämedikation bei allergoiden Kontrastmittelreaktionen in der Vorgeschichte bei der kontrastmittelgestützten Computertomographie

Anzinger, Josef (2013) Nutzen der Prämedikation bei allergoiden Kontrastmittelreaktionen in der Vorgeschichte bei der kontrastmittelgestützten Computertomographie. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 10 Dez 2013 12:15
Hochschulschrift der Universität Regensburg


Zusammenfassung (Deutsch)

ZIELSETZUNG: Ziel der Studie ist es, die Effektivität einer Prämedikation bei Patienten mit bekannter Kontrastmittelallergie nachzuweisen. MATERIAL UND METHODEN: Retrospektive Auswertung aller Patienten am Universitätsklinikum Regensburg, die im Zeitraum vom 11.03.1993 bis zum 23.03.2010 mit einer kontrastgestützten Computertomographie (CT) untersucht wurden und bei denen im Radiologischen ...

ZIELSETZUNG: Ziel der Studie ist es, die Effektivität einer Prämedikation bei Patienten mit bekannter Kontrastmittelallergie nachzuweisen.

MATERIAL UND METHODEN: Retrospektive Auswertung aller Patienten am Universitätsklinikum Regensburg, die im Zeitraum vom 11.03.1993 bis zum 23.03.2010 mit einer kontrastgestützten Computertomographie (CT) untersucht wurden und bei denen im Radiologischen Informationssystem (RIS) eine allergoide Reaktion auf Kontrastmittel dokumentiert wurde. Basierend auf dieser Datenbanksuche wurden insgesamt 568 Vorgänge (CT Untersuchungen) bei 327 Personen im Zeitraum vom 11.03.1993 bis zum 23.03.2010 anhand von Arztbriefen weiter ausgewertet. Diese Patienten zeigten in ihrer Vorgeschichte bereits Unverträglichkeiten auf jodhaltige Kontrastmittel. Dabei zeigten126 (39 %) Patienten in der Vorgeschichte eine leichte, 61 (19 %) Patienten eine mittlere und 11 (3 %) eine schwere Kontrastmittelreaktion. Bei 129 (39 %) Patienten konnte der Schweregrad der Erstreaktion nicht mehr nachvollzogen werden.

ERGEBNISSE: Insgesamt wurden bei den 568 Untersuchungen nur 20 Reaktionen (3,5 %) trotz Prämedikation dokumentiert. Davon wurden nur 8 Auffälligkeiten bei Prämedikation nach dem üblichen angewandten Schema (8 mg Dimetindenmaleat, 100 mg Ranitidin, 250 mg Prednisolon) festgestellt und 12 Reaktionen, wenn vom üblichen Schema abgewichen wurde. In der Gruppe, bei der die Prämedikation vom Schema abwich, wurden zwei Reaktionen verzeichnet, die schwerer als die Erstreaktion waren.
Bei Signifikanzberechnungen über den Chi-Quadrat-Test, bei dem Abhängigkeiten bezüglich Kontrastmittelreaktion und den unterschiedlichen Prämedikationen, Alter, Geschlecht, Kontrastmittelmenge und -art, malignen Erkrankungen, sowie notfallbedingte Eingriffe untersucht wurden, konnten keine signifikanten Unterschiede erkannt werden.

SCHLUSSFOLGERUNG: In Anbetracht der Ergebnisse der vorliegenden Studie und eingehender Literaturrecherche ist eine Prämedikation nach den in der Literatur angegebenen Schemata sinnvoll, da nur ein geringer Anteil (3,5 %) der Patienten, die in der Vorgeschichte eine allergische Reaktion zeigten nochmalig auf Kontrastmittel allergisch reagiert.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

PURPOSE: To show the efficacy of premedication in patients with a known history of contrast agent allergy. METHODS: We retrospectively analyzed patients who had undergone contrast enhanced computed tomography (CT) and had a documented history of allergic-like reactions to contrast agents in discharge letters at the University Hospital in Regensburg between 1993 and 2010. We analyzed 327 ...

PURPOSE: To show the efficacy of premedication in patients with a known history of contrast agent allergy.

METHODS: We retrospectively analyzed patients who had undergone contrast enhanced computed tomography (CT) and had a documented history of allergic-like reactions to contrast agents in discharge letters at the University Hospital in Regensburg between 1993 and 2010. We analyzed 327 patients, in 568 investigations, who had a history of intolerance to iodinated contrast agents: 126 (39%) showed a mild, 61 (19%) a moderate, and 11 (3%) patients a severe reaction against iodinated contrast agents in their history. In 129 (39%) patients the severity of the allergic contrast reaction could not be determined.

RESULTS: We registered 20 (3.5%) allergic-like reactions to iodinated contrast media in 568 CT-examinations. 8 patients were treated with the gold standard scheme: 8 mg Dimetindene-Maleate, 100 mg Ranitidine and 250 mg Prednisolone. 2 out of 12 patients who had been treated with a differing therapeutic scheme for premedication developed a more severe allergic response than their first response.
Chi-square tests were used to calculate significant dependencies related to contrast agent reaction, different premedication scheme, age, gender, amount of contrast agent, type of contrast agent, malignant disease and emergency intervention. No significant differences could be determined.

CONCLUSION: Our results show that premedication with 8 mg Dimetindene-Maleate, 100 mg Ranitidine and 250 mg Prednisolone in patients with a history of allergic reactions to contrast media is an efficient way to prevent further allergic reactions.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum10 Dezember 2013
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Andreas Schreyer
Tag der Prüfung28 November 2013
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Röntgendiagnostik
Stichwörter / KeywordsKontrastmittelreaktion, Prämedikation, kontrastmittelgestützte Computertomographie, jodhaltige Kontrastmittel, niedrig-osmolare Kontrastmittel, allergoide Reaktion, Kontrastmittelallergie, Kontrastmittelunverträglichkeit, contrast media, breakthrough reaction, contrast enhanced computed tomographie, LOCM, iodinated contrast media, allergic-like reaction
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-291916
Dokumenten-ID29191

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