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Der minimalinvasive anteriore Zugang Micro Hip© im Vergleich zum konventionellen transglutealen Zugang nach Bauer zur Implantation von Hüfttotalendoprothesen
Jacob, Benjamin (2014) Der minimalinvasive anteriore Zugang Micro Hip© im Vergleich zum konventionellen transglutealen Zugang nach Bauer zur Implantation von Hüfttotalendoprothesen. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 13 Mai 2014 17:08
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.29917
Zusammenfassung (Deutsch)
Der künstliche Hüftgelenkersatz gilt als eine der erfolgreichsten Operationen in der Medizin. In den letzten Jahren wurden minimalinvasive Verfahren mit dem Ziel entwickelt, einen weichteilschonenden Zugriffsweg auf das Hüftgelenk zu ermöglichen. In dieser prospektiv randomisierten Arbeit wurde untersucht, ob der minimalinvasive anteriore Zugang MicroHip© dem konventionellem transglutealen Zugang ...
Der künstliche Hüftgelenkersatz gilt als eine der erfolgreichsten Operationen in der Medizin. In den letzten Jahren wurden minimalinvasive Verfahren mit dem Ziel entwickelt, einen weichteilschonenden Zugriffsweg auf das Hüftgelenk zu ermöglichen. In dieser prospektiv randomisierten Arbeit wurde untersucht, ob der minimalinvasive anteriore Zugang MicroHip© dem konventionellem transglutealen Zugang nach Bauer hinsichtlich klinischer, laborchemischer und radiographischer Parameter überlegen ist.
Die Durchführung der Studie, bestehend aus zwei Versuchsgruppen mit insgesamt 143 Patienten, erfolgte an der Orthopädischen Klinik der Universität Regensburg in Bad Abbach. Schnittlänge, Operationszeit, Blutverlust, Hb/Hkt-Werte wurden notiert sowie mögliche Komplikationen während der Operation vermerkt. Postoperative CRP- und CK-Werte verwiesen auf die Invasivität des stattgefundenen operativen Traumas. Die klinische Beurteilung erfolgte mit Hilfe orthopädischer Scores (HHS, OHS, EQ-5D) unmittelbar nach erfolgter Operation sowie 6 Wochen und 3 Monate im follow-up. Weiterhin wurden perioperative Komplikationen, Schmerzverlauf und Mobilitätsfortschritt ausgewertet. Die korrekte Implantatpositionierung wurde radiographisch ermittelt.
Die Ergebnisse zeigten neben dem kleineren Hautschnitt eine signifikant kürzere Operationsdauer zugunsten des minimalinvasiven Verfahrens. Der intraoperative Blutverlust war nicht signifikant unterschiedlich, jedoch wurde ein geringerer postoperativer Hkt- und Hb-Abfall innerhalb der MicroHip©-Gruppe registriert. Laborchemisch zeigten sich keine Unterschiede zwischen beiden Patientengruppen, lediglich am 7. postoperativen Tag fiel der CRP-Wert in der MicroHip©-Gruppe signifikant niedriger aus. Auch gaben minimalinvasiv operierte Patienten signifikant weniger Schmerzen während der ersten Tage nach Operation an. Die Ergebnisse des HHS, OHS und EQ-5D waren nicht signifikant unterschiedlich, es konnten allerdings Tendenzen zugunsten der minimalinvasiven Gruppe während der frühen postoperativen Phase festgestellt werden. Hinsichtlich postoperativer Mobilisierung und radiographischer Kontrolle der Implantatpositionierung zeigten sich keine signifikanten Unterschiede.
Die Vorteile des minimalinvasiven anterioren Zugangs zur Implantation einer künstlichen Hüfttotalendoprothese liegen in der geringen Invasivität in Hinblick auf Gewebetrauma und Blutverlust, sowie in der frühen Rehabilitationszeit verbunden mit einem günstigen Schmerzverlauf. Dabei ist er genauso sicher wie ein konventionelles Operationsverfahren. Unsere Untersuchungen müssen durch zukünftige Studien mit einem längeren Beobachtungszeitraum verifiziert werden.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
There is still conflicting evidence about the true benefit of minimally invasive (MI) techniques in total hip replacement (THR). The aim of this prospective randomised study was to evaluate advantages and the safeness of a MI approach. Second, clinical and radiographic results among the MI THR group were compared with the results using a standard transgluteal (Bauer) approach. 55 primary ...
There is still conflicting evidence about the true benefit of minimally invasive (MI) techniques in total hip replacement (THR). The aim of this prospective randomised study was to evaluate advantages and the safeness of a MI approach. Second, clinical and radiographic results among the MI THR group were compared with the results using a standard transgluteal (Bauer) approach.
55 primary unilateral total hip arthroplasties (THAs) through a MI, anterior (MicroHip®) approach were performed. Cases were compared to a matched cohort of 88 patients who were treated with a standard transgluteal (Bauer) approach. Operation time, incision length, perioperative blood loss, haemoglobin/haematocrit level and blood transfusions, C-reactive protein (CRP) and Creatininkinase (CK) were monitored. Complications were documented and followed up 6 weeks and 3 months postoperatively. The Harris Hip Score (HHS), the Oxford Hip Score (OHS), the EQ-5D Score, pain level on a visual analogue scale (VAS) and the acetabular/femoral component placement as well as patient mobilisation were analysed in both the groups.
55 MI THR patients and 88 standard THR patients were available for the 6 weeks and 3 months follow-up. Operative time was significantly longer in the standard THR group, reduction in the haemoglobin level during the first 24 h was significant and the length of skin incision was significantly shorter in the MI group. Pain level on VAS was significantly lower in the MI group. CRP level on the 7th day postoperatively was significant lower in the MI group. There was no significance of the CK level in both groups. No significant differences were found for HHS, OHS, EQ-5D, the acetabular/femoral component placement, and intra- and postoperative complications. Mobilisation was the same in both groups.
Consistent with recent meta-analysis we found reduced blood loss, similar clinical/radiographic outcome and similar complication rates compared to standard THA. Our study shows, that MI THR is a safe procedure with no disadvantages compared to the conventional approach.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 13 Mai 2014 |
| Begutachter (Erstgutachter) | PD Dr. Ernst Sendtner |
| Tag der Prüfung | 7 Mai 2014 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Orthopädie |
| Stichwörter / Keywords | MicroHip, anterior, minimalinvasiv, Bauer, transgluteal |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-299172 |
| Dokumenten-ID | 29917 |
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