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Untersuchung zur Prädiktion des Tumordurchmessers von Nierenzellkarzinomen in der präoperativen Schnittbildgebung
Breyer, Joachim (2016) Untersuchung zur Prädiktion des Tumordurchmessers von Nierenzellkarzinomen in der präoperativen Schnittbildgebung. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 11 Apr 2016 12:22
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.33578
Zusammenfassung (Deutsch)
Das Nierenzellkarzinom ist die dritthäufigste urogenitale Neoplasie nach Prostata- und Urothelkarzinom und zeigt unter diesen Tumoren die höchste Mortalität. Gleichwohl konnten hier in den letzten Jahrzehnten deutliche Fortschritte bei der Erhöhung des tumorspezifischen Überlebens erreicht werden. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Etablierung der radiologischen Schnittbildgebung seit Mitte der ...
Das Nierenzellkarzinom ist die dritthäufigste urogenitale Neoplasie nach Prostata- und Urothelkarzinom und zeigt unter diesen Tumoren die höchste Mortalität. Gleichwohl konnten hier in den letzten Jahrzehnten deutliche Fortschritte bei der Erhöhung des tumorspezifischen Überlebens erreicht werden. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Etablierung der radiologischen Schnittbildgebung seit Mitte der 1980er Jahre als Erweiterung der diagnostischen Palette bei verschiedenen Symptomen und Erkrankungen. Die Folge war eine deutliche Zunahme von Zufallsbefunden an Nierenzellkarzinomen.
Die Frage, inwieweit die Schnittbildgebung mittels Computertomographie den Tumordurchmesser von Nierenzellkarzinomen im histopathologischen Endbefund vorhersagen kann, war Inhalt der vorliegenden Arbeit. Kleinere Tumoren (11-40mm) werden tendenziell unterschätzt, größere Tumoren (ab 41-70mm) werden in der Schnittbildgebung mittels Computertomographie eher überschätzt. Die Schnittbild-Diagnostik sagt den histologischen messbaren Tumordurchmesser am zuverlässigsten in Nierenzellkarzinomen voraus, die einen Durchmesser von 1.1 bis 4 cm haben (gleicher Tumordurchmesser ±0.5cm in etwa 40% der Fälle). Betrachtet man die Ergebnisse dieser Studie, so kann man schlussfolgern, dass man bei jedem Verdacht auf ein Nierenzellkarzinom eine Computertomographie oder eine gleichwertige Schnittbild-Untersuchung durchführen sollte. Dies vereinfacht die Patientenaufklärung und die chirurgische Planung. Als wesentlichste therapeutische Folge der flächendeckenden Anwendung von Schnittbildverfahren in der Radiologie ist in diesem Zusammenhang die bessere Planbarkeit der operativen Behandlung zu nennen. Eine weitere Folge dieser Tatsache ist der massive Anstieg von Nierenteilresektionen als gleichwertig anerkanntes Therapieverfahren selbst größerer Nierentumoren in den vergangenen Jahren. Galt die elektive Nierenteilresektion zur Therapie eines Nierenzellkarzinoms zu Beginn des Jahrhunderts noch als obsolet, so hat diese zumindest im Stadium pT1 mittlerweile die radikale Tumornephrektomie als Therapie der Wahl in den Leitlinien der wichtigsten urologischen Fachgesellschaften abgelöst.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Renal cell carcinoma is the third most common genitourinary neoplasm after prostate and urothelial cancer and shows under these tumors the highest mortality. Nevertheless, significant progress in increasing the tumor-specific survival could be achieved here in recent decades. A major reason for this is the establishment of radiological imaging section since the mid-1980s as an extension of the ...
Renal cell carcinoma is the third most common genitourinary neoplasm after prostate and urothelial cancer and shows under these tumors the highest mortality. Nevertheless, significant progress in increasing the tumor-specific survival could be achieved here in recent decades. A major reason for this is the establishment of radiological imaging section since the mid-1980s as an extension of the diagnostic range with various symptoms and diseases. The result was a significant increase of incidental findings in renal cell carcinoma.
The extent to which the sectional imaging with computed tomography can predict the tumor diameter of renal cell carcinoma in the histopathological final findings, was content with the present work. Smaller tumors (11-40mm) will tend to be underestimated, larger tumors (from 41-70mm) tend to be overestimated in the sectional imaging by computed tomography. The sectional image diagnostics says the histological measurable tumor diameter at the most reliable in renal cell carcinoma advance, which have a diameter of 1.1 to 4 cm (same tumor diameter ± 0.5cm in about 40% of cases). Looking at the results of this study, so it can be concluded that one in a renal cell carcinoma should carry out a computer tomography or equivalent layplan examination every suspected case. This simplifies the patient information and surgical planning. As essential therapeutic result of the widespread use of cross-sectional imaging in radiology is to be mentioned in this context, the ability to plan the surgical treatment. Another consequence of this fact is the surge of Nierenteilresektionen recognized as equivalent therapies even larger renal tumors in recent years. Galt elective partial nephrectomy for the treatment of renal cell carcinoma at the beginning of the century as obsolete, so this has now superseded the radical nephrectomy as treatment of choice in the guidelines of the major urological societies, at least in stage pT1.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 11 April 2016 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Dr. Wolfgang Otto |
| Tag der Prüfung | 9 März 2016 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Urologie |
| Stichwörter / Keywords | Nierenzellkarzinom, Prädiktion des Tumordurchmessers, präoperative Schnittbildgebung |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-335783 |
| Dokumenten-ID | 33578 |
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