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Formale Hilfsmittel der Patientenautonomie –
Verbreitung, Beratungswunsch und Präferenz hinsichtlich der beratenden Fachrichtung in einem
ambulanten hämato-onkologischen Patientenkollektiv
Kattner, Daniel Leonard
(2016)
Formale Hilfsmittel der Patientenautonomie –Verbreitung, Beratungswunsch und Präferenz hinsichtlich der beratenden Fachrichtung in einem
ambulanten hämato-onkologischen Patientenkollektiv. Dissertation, Universität Regensburg.
Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 14 Jul 2016 13:21
Hochschulschrift der Universität Regensburg
Zusammenfassung (Deutsch)
Laut eigener Angabe verfügt die Mehrzahl der Teilnehmer (85,3%) über gute bis sehr gute Kenntnisse zum Thema Patientenverfügungen. Nur Wenigen (6,3%) ist diese Thematik gar nicht vertraut. Wissen über Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen ist im Vergleich deutlich weniger verbreitet. Es geben knapp 60% einen guten bis sehr guten Kenntnisstand und 16,5% keinerlei Wissen zum Thema ...
Laut eigener Angabe verfügt die Mehrzahl der Teilnehmer (85,3%) über gute bis sehr gute Kenntnisse zum Thema Patientenverfügungen. Nur Wenigen (6,3%) ist diese Thematik gar nicht vertraut. Wissen über Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen ist im Vergleich deutlich weniger verbreitet. Es geben knapp 60% einen guten bis sehr guten Kenntnisstand und 16,5% keinerlei Wissen zum Thema Vorsorgevollmacht an. Sehr ähnlich gestalten sich die Zahlen über den Kenntnisstand zu Betreuungsverfügungen.
Es zeigte sich, dass knapp ein Viertel (24,7%) der teilnehmenden Patienten der onkologischen Ambulanz des Universitätsklinikums Regensburg bereits eine Patientenverfügung besitzt. Ähnlich verhalten sich die Zahlen zum Besitz von Vorsorgevollmachten (20,8%) und Betreuungsverfügungen (17,4%).
Eine geringe Mehrheit von 56% möchte jetzt oder zumindest in naher Zukunft eine Beratung zum Thema formale Hilfsmittel der Patientenautonomie erhalten.
Insgesamt zeigte sich, dass der Hausarzt von einer großen Mehrheit (67,7%) als Ansprechpartner für die Thematik der Patientenautonomie gewünscht wird. Klinikonkologen (22,1%) und Notare (9,1%) werden weitaus seltener als Präferenz genannt. Im Verhältnis zu der Anzahl ihrer Nennungen als präferierter Ansprechpartner kamen Notare auf überdurchschnittlich hohe und Hausärzte und Klinikonkologen auf vergleichsweise niedrige Beratungszahlen bei der Erstellung einer PV/BV/VV.
Die ambulante Beratung zum Thema Patientenautonomie ist eine Herausforderung, der sich die deutsche Ärzteschaft im Interesse des Patientenwillens stellen muss. Dies erfordert jedoch ärztliche Konzepte, die durch eine adaptierte Infrastruktur auf die Patientenbedürfnisse ein- und dabei aktiv auf den Patienten zugeht.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
After the new German law on advance directives from September 1st 2009 there was a public discussion about the important tools of advance care planning. These advance directives are supposed to maintain the patients´ autonomy once they have lost their decision-making capacity. Little is known about patients´ preferences regarding preferred partner and point of time for advance directives (AD) ...
After the new German law on advance directives from September 1st 2009 there was a public discussion about the important tools of advance care planning. These advance directives are supposed to maintain the patients´ autonomy once they have lost their decision-making capacity. Little is known about patients´ preferences regarding preferred partner and point of time for advance directives (AD) consultations.
METHODS:
From 08/2009 to 07/2010, every patient admitted to the hematology/oncology outpatient clinic of the University Hospital of Regensburg received a self-administered questionnaire comprising a self-evaluation of AD knowledge and questions about preferences regarding consultation partners and the time of consultation. Disease-related data were collected from medical records. Statistics were calculated with SPSS.
RESULTS:
394 questionnaires (75%) could be analyzed. 28% of the participants had completed an AD. The majority (68%) preferred their family physician as the consultation partner. 22% named the clinical-oncologist and 9% their attorney/solicitor as their favored consultation partner. 92% of the participants without ADs had never received a consultation offer from any professional involved. More than 50% of the participants without ADs were in favor of consultations 'now' or 'in a few weeks', while more than 40% objected to AD consultations in the close future. Only 6% stated, that they do not have any knowledge about living wills.
CONCLUSIONS:
Outpatient hemato-/oncologic patients have a large unmet demand for AD consultations. Especially the family physician and the clinical oncologist are shown to be the preferred consultation partner. Structured and early AD consultation offers should be made.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Verlag: | Daniel Kattner |
|---|---|
| Ort der Veröffentlichung: | Regensburg, Deutschland |
| Seitenanzahl: | 73 |
| Datum | 14 Juli 2016 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof.Dr. Matthias Edinger |
| Tag der Prüfung | 12 Juli 2016 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Innere Medizin III (Hämatologie und Internistische Onkologie) |
| Stichwörter / Keywords | Patientenautonomie, Patientenverfügung, advance directives |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-340763 |
| Dokumenten-ID | 34076 |
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