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Der prädiktive Wert nicht invasiver Messungen der arteriellen Gefäßsteifigkeit bei Patienten nach erstem Schlaganfall in der neurologischen Rehabilitation zur Identifizierung einer unerkannten koronaren Herzerkrankung
Matrisch, Helge (2016) Der prädiktive Wert nicht invasiver Messungen der arteriellen Gefäßsteifigkeit bei Patienten nach erstem Schlaganfall in der neurologischen Rehabilitation zur Identifizierung einer unerkannten koronaren Herzerkrankung. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 10 Okt 2016 06:57
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.34653
Zusammenfassung (Deutsch)
In dieser Studie wurden insgesamt 100 Patienten in der Phase D der neurologischen Rehabilitation nach einem ersten ischämischen Schlaganfallereignis mittels Fahrrad-Belastungsergometrie, FKDS und B-Mode-Duplexsonographie PAT untersucht. Es wurde der Grad der arteriosklerotischen Gefäßwandveränderungen beider CCA quantifiziert. Die körperliche Belastbarkeit der Studienteilnehmer wurde in der ...
In dieser Studie wurden insgesamt 100 Patienten in der Phase D der neurologischen Rehabilitation nach einem ersten ischämischen Schlaganfallereignis mittels Fahrrad-Belastungsergometrie, FKDS und B-Mode-Duplexsonographie PAT untersucht. Es wurde der Grad der arteriosklerotischen Gefäßwandveränderungen beider CCA quantifiziert. Die körperliche Belastbarkeit der Studienteilnehmer wurde in der Fahrrad-Belastungsergometrie gemessen, um die Patienten auf das Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung zu untersuchen. Im Vergleich zu Voruntersuchungen erfolgte ein Vergleich von FKDS mit der PAT vor dem Hintergrund der Fahrrad-Belastungsergometrie. Bei uneindeutiger Studienlage im Hinblick auf den prädiktiven Wert der FKDS der Carotiden als Untersuchungsverfahren, um das Risiko einer komorbiden koronaren Herzerkrankung vorherzusagen, diente die PAT somit auch der Kontrolle der in der Duplexsonographie erhobenen Befunde. Leider war ein hoher Prozentsatz unserer Patienten nicht in der Lage, die Fahrrad-Belastungsergometrie durchzuführen. Daher erscheint uns die Durchführung einer Fahrrad-Belastungsergometrie im Rahmen einer neurologischen Rehabilitation nicht geeignet, um bei diesen Patienten eine koronare Herzerkrankung zu diagnostizieren. Die Messung der IMT im Rahmen einer Duplexsonographie stellt eine effektive Möglichkeit dar, den Grad einer generalisierten Arteriosklerose mit entsprechend erhöhter arterieller Gefäßsteifigkeit darzustellen. Hier sahen wir gut korrelierende Messwerte von FKDS und B-Mode-Sonographie mit der peripheren Messung der arteriellen Gefäßsteifigkeit. Da die vorliegende Studie aufgrund der hohen Anzahl nicht abgeschlossener Fahrrad-Ergometrien nicht genügend Aussagekraft hat, um das Vorliegen der koronaren Herzerkrankung in der Studiengruppe zu beurteilen, sind weitere Studien nötig, um den Wert der Ultraschall-Untersuchung der Carotiden (insbesondere der Messung der Intima-Media-Wanddicke) und der Messung der peripheren arteriellen Gefäßsteifigkeit als Screeningverfahren der koronaren Herzerkrankung zu evaluieren. Andere diagnostische Methoden, um diese Fragestellung zu klären, sollten in Zukunft diskutiert werden. So sollten Herz-CT´s zur Bestimmung des koronaren Kalzium-Scores oder Troponin-Serumwerte zusammen mit einer erneuten Bestimmung der IMT untersucht werden. Gegenwärtig kann die extracranielle B-Mode und farbkodierte Duplexsonographie sowie die Messung der arteriellen Gefäßsteifigkeit allein noch nicht empfohlen werden, um hiermit Patienten auf das Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung zu screenen. Möglicherweise zeigte die geringe Rate von pathologischen EKG-Veränderungen unter den Fahrrad-Belastungsergometrien an, dass in unserer Studienpopulation weniger Patienten mit einer komorbiden koronaren Herzerkrankung waren als in den uns bekannten Voruntersuchungen. Dies mag daran liegen, dass die kardiale Diagnostik in den Akuthäusern zuverlässig die koronare Herzerkrankung diagnostizierte und somit nur wenige Patienten nach einem ersten ischämischen Schlaganfall in der Phase D einer neurologischen Rehabilitation eine unentdeckte koronare Herzerkrankung als Einschlusskriterium in unsere Studie aufwiesen.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
We found a high percentage of patients in Phase D neurological rehabilitation who were unable to perform the BSE. As a consequence, BSE in neurological rehabilitation clinics is not a suitable method to detect the presence of CAD. Measuring IMT during carotid ultrasonography is an effective means to evaluate arterial stiffness, as the results of carotid ECCS and PAT correlated well. As the ...
We found a high percentage of patients in Phase D neurological rehabilitation who were unable to perform the BSE. As a consequence, BSE in neurological rehabilitation clinics is not a suitable method to detect the presence of CAD. Measuring IMT during carotid ultrasonography is an effective means to evaluate arterial stiffness, as the results of carotid ECCS and PAT correlated well. As the present study was underpowered due to the low number of patients completing the BSE test, further studies are needed to define the value of ultrasound investigations of the carotid arteries (esp. IMT-measuring) and PAT as a screening tool of CAD after stroke. Other methods for detection of CAD have to be discussed in the future. For example, coronary artery calcium scans or troponin blood serum levels in concert with measurement of the IMT should be evaluated. As of yet, carotid ECSS and PAT alone were not able to detect CAD. The low rate of pathological ECG changes may predict a lower risk of CAD in our study population than reported previously in other studies.
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Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) | ||||
| Datum | 10 Oktober 2016 | ||||
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Felix Schlachetzki und PD Dr. Karin Pfister | ||||
| Tag der Prüfung | 27 September 2016 | ||||
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Neurologie | ||||
| Identifikationsnummer |
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| Stichwörter / Keywords | cardiovascular disease, neurological rehabilitation, stroke, arterial stiffness, carotid artery, intima-media thickness | ||||
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin | ||||
| Status | Veröffentlicht | ||||
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet | ||||
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja | ||||
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-346533 | ||||
| Dokumenten-ID | 34653 |
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