Direkt zum Inhalt

Neumann, Peter

Die Verbesserung des chirurgischen Vorgehens bei kolorektalen Lebermetastasen: Eine 10 Jahres populationsbasierte retrospektive Analyse von 5772 Patienten in Süddeutschland

Neumann, Peter (2017) Die Verbesserung des chirurgischen Vorgehens bei kolorektalen Lebermetastasen: Eine 10 Jahres populationsbasierte retrospektive Analyse von 5772 Patienten in Süddeutschland. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 19 Jun 2017 08:38
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.35756


Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Ziel der vorliegenden Studie war die Analyse des chirurgischen Vorgehens sowie der langfristigen klinischen Ergebnisse von Patienten mit der Diagnose kolorektaler Lebermetastasen. Methode: Es erfolgte die retrospektive populationsbasierte Analyse von 5772 Patienten mit Erstdiagnose eines kolorektalen Karzinoms im Zeitraum von 2002 bis 2007 im Einzugsbereich des Tumorzentrums ...

Hintergrund: Ziel der vorliegenden Studie war die Analyse des chirurgischen Vorgehens sowie der langfristigen klinischen Ergebnisse von Patienten mit der Diagnose kolorektaler Lebermetastasen.
Methode: Es erfolgte die retrospektive populationsbasierte Analyse von 5772 Patienten mit Erstdiagnose eines kolorektalen Karzinoms im Zeitraum von 2002 bis 2007 im Einzugsbereich des Tumorzentrums Regensburg. Der Nachbearbeitungszeitraum dauerte bis einschließlich 2012.
Ergebnisse: Von 5772 Patienten mit der Diagnose eines kolorektalen Karzinoms entwickelten 1426 (24,7%) Lebermetastasen, davon 1019 (71,4%) Patienten synchrone und 408 (28,5%) Patienten metachrone Lebermetastasen. Die Resektionsrate hepatischer Filiae lag bei 22,1% im Zeitraum von 2002 bis 2004 und stieg in den Folgejahren ab 2005 auf 29,7%. In zwei akademischen, auf hepatobiliäre Chirurgie spezialisierten Zentren lag die Resektionsrate im Gesamtzeitraum bei 46,6%. Es besteht ein signifikanter Überlebensvorteil (p<0,001) für leberresezierte Patienten unabhängig von der Metastasenzahl.
Schlussfolgerung: Diese populationsbasierte Langzeitstudie über das chirurgische Management von Patienten mit kolorektalen Lebermetastasen konnte zeigen, dass sich im Verlauf des betrachteten Zeitraumes die gestiegenen Resektionsraten auch in einem gestiegenen Überlebensvorteil für die Patienten ausdrücken. Erstmalig wurde allerdings eine fortbestehende, relevante chirurgische Unterversorgung kolorektaler Lebermetastasen aufgedeckt. Weiterführende Studien beschäftigen sich mit den Möglichkeiten der Verbesserung dieser Versorgungslücke.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Background: Purpose of this study was to analyse the surgical management and long-term clinical outcome of patients diagnosed with colorectal liver metastases over a period of 10 years using data from a German tumour registry. Methods: Retrospective analysis of 5772 patients diagnosed with colorectal adenocarcinoma between 2002 and 2007 in the catchment area of Tumorzentrum Regensburg. Follow-up ...

Background: Purpose of this study was to analyse the surgical management and long-term clinical outcome of patients diagnosed with colorectal liver metastases over a period of 10 years using data from a German tumour registry.
Methods: Retrospective analysis of 5772 patients diagnosed with colorectal adenocarcinoma between 2002 and 2007 in the catchment area of Tumorzentrum Regensburg. Follow-up was continued until 2012.
Results: 5772 patients diagnosed with CRC 1426 (24.7%) developed CLM. In this cohort 1019 (71.4%) patients developed synchronous CLM and 408 (28.5%) patients developed metachronous CLM. The resection of CLM was 22.1% in the period from 2002 to 2004 and increased in the following years from 2005 to 29.7%. In two academic centres specialized in hepatobiliary surgery the resection rate was at 46.6% over the whole period . There is a significant benefit of overall survival of resection irrespective of the number of metastases.
Conclusions: We here present the first long-term, population-based analysis of the surgical management of CLM in Germany. Significant increase in hepatic resection rates, translating to a significant benefit in OS, was seen over years. However, a continuing, relevant surgical undersupply of colorectal liver metastases became obvious. Further studies are concerned with ways to reduce the supply gap


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum19 Juni 2017
Begutachter (Erstgutachter)PD Dr. Christina Hackl
Tag der Prüfung17 März 2017
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Chirurgie
Stichwörter / Keywordskolorektales Karzinom, populationsbasierte Analyse, Lebermetastasen
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-357564
Dokumenten-ID35756

Bibliographische Daten exportieren

Nur für Besitzer und Autoren: Kontrollseite des Eintrags

nach oben