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Ocular-Following Response - Ein möglicher subklinischer Marker in der Diagnostik der Migräne
Rogalinski, Sebastian (2017) Ocular-Following Response - Ein möglicher subklinischer Marker in der Diagnostik der Migräne. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 10 Nov 2017 12:08
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.36306
Zusammenfassung (Deutsch)
Migräneerkrankte haben, im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe, im kopfschmerzfreien Intervall eine andere Verarbeitung von sensorischen Stimuli. Die vorliegende Promotionsarbeit untersuchte die Bewegungsverarbeitung bei Migräneerkrankten mittels Augenbewegungen: Ocular following response (OFR), ausgelöst durch ein Random-Dot-Muster und die langsame Blickfolge (PS), hervorgerufen durch das ...
Migräneerkrankte haben, im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe, im
kopfschmerzfreien Intervall eine andere Verarbeitung von sensorischen Stimuli. Die vorliegende Promotionsarbeit untersuchte die Bewegungsverarbeitung bei Migräneerkrankten mittels Augenbewegungen: Ocular following response (OFR), ausgelöst durch ein Random-Dot-Muster und die langsame Blickfolge (PS), hervorgerufen durch das Verfolgen eines Punktes auf einem homogenen Hintergrund.
Augenbewegungen wurden mittels eines Videookulographie Systems (EyeSeeTec®) aufgezeichnet. Die Stimuli wurden auf einem Röhrenmonitor (100Hz) präsentiert.
Die Stimulusgeschwindigkeit betrug 2,5 – 160 °/s.
Wir untersuchten 43 Patienten mit einer Migräne: davon 14 Patienten mit Migräne mit
Aura, 19 mit Migräne ohne Aura und 10 mit einer vestibulären Migräne. Die
Kontrollgruppe umfasste 16 Personen.
Im Vergleich zu der Kontrollgruppe waren die OFR-Antworten für die Migräne mit Aura und vestibuläre Migräne erhöht. Im Gegensatz hierzu, waren die initialen Openloop-PS-Antworten für die drei Migränesubgruppen im Vergleich zu Kontrollgruppe nicht verändert.
Aus diesen Ergebnissen kann man schlussfolgern, dass es für die Migräne mit Aura und für die Vestibuläre Migräne eine veränderte Verarbeitung von Bewegungsreizen im Vergleich zu einer Migräne ohne Aura und zu einer gesunden Kontrollgruppe geben muss. Die Ergebnisse können nicht durch eine generelle Hyperexzitabilität im Areal V5 erklärt werden.
Die OFR kann zukünftig ein subklinischer Marker zur Unterstützung der Diagnose einer Migräne mit Aura und einer Vestibulären Migräne sein.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Migraineurs have, in comparison to a healthy control group, in the headache-free interval another processing of sensory stimuli. The present dissertation investigated motion processing in migraineurs using eye movements: Ocular following response (OFR), triggered by a random dot pattern and smooth pursuit eye movements (PS), caused by tracking a point on a homogeneous background. Eye movements ...
Migraineurs have, in comparison to a healthy control group, in the
headache-free interval another processing of sensory stimuli. The present dissertation investigated motion processing in migraineurs using eye movements: Ocular following response (OFR), triggered by a random dot pattern and smooth pursuit eye movements (PS), caused by tracking a point on a homogeneous background.
Eye movements were recorded using a video-oculographic system (EyeSeeTec®). The stimuli were presented on a tube monitor (100Hz).
The stimulusvelocitiy was 2.5 - 160 ° / s.
We studied 43 patients with migraine: 14 of them with migraine with
aura, 19 with migraine without aura and 10 with vestibular migraine. The
Control group included 16 people.
Compared to the control group, OFR responses were increased for migraine with aura and vestibular migraine. In contrast, the initial open-loop PS responses for the three migraine subgroups were unchanged compared to the control group.
From these results it can be concluded that for migraine with aura and for vestibular migraine there has to be an altered processing of movement stimuli compared to a migraine without aura and to a healthy control group. The results can not be explained by a general hyperexcitability in area V5.
The OFR may in future be a subclinical marker to help in the diagnosis of migraine with aura and vestibular migraine.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 10 November 2017 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Holger Rambold |
| Tag der Prüfung | 6 November 2017 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Neurologie |
| Stichwörter / Keywords | Migraine, Ocular following response, motion processing, smooth pursuit |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-363068 |
| Dokumenten-ID | 36306 |
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