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Parasomnien und andere nächtliche Verhaltensweisen in Zusammenhang mit Depression und Antidepressiva anhand des Münchner Parasomnie Screening
Fritz, Jessy (2017) Parasomnien und andere nächtliche Verhaltensweisen in Zusammenhang mit Depression und Antidepressiva anhand des Münchner Parasomnie Screening. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 20 Nov 2017 11:31
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.36341
Zusammenfassung (Deutsch)
Parasomnien und andere nächtliche Verhaltensweisen in Zusammenhang mit Depression und Antidepressiva anhand des Münchner Parasomnie Screening Einführung Ziel der Studie war es, einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von nächtlichen Verhaltensauffälligkeiten und dem Vorliegen einer Depression bzw. Antidepressiva-Einnahme zu untersuchen. Methodik Die Studie umfasst insgesamt 366 Personen und ...
Parasomnien und andere nächtliche Verhaltensweisen in Zusammenhang mit Depression und Antidepressiva anhand des Münchner Parasomnie Screening
Einführung
Ziel der Studie war es, einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von nächtlichen Verhaltensauffälligkeiten und dem Vorliegen einer Depression bzw. Antidepressiva-Einnahme zu untersuchen.
Methodik
Die Studie umfasst insgesamt 366 Personen und setzt sich aus drei Gruppen zusammen: 203 Kontrollen und 163 depressive Patienten, darunter 78 unbehandelte und 85 mit Antidepressiva behandelte Patienten. Definitionskriterium für die Kontrollgruppe war das Fehlen einer unipolaren Depression. Zum Vergleich der Gruppen wurde Kruskal-Wallis mit paarweisem Vergleich genutzt. Univariates Testen erfolgte in Hinblick auf Alter und Depressionsdauer. Zusammenhänge mit Antidepressiva wurden in Kreuztabellen dargestellt.
Ergebnisse
Ein stat.-sig. Unterschied ergibt sich für Rhythmische Fußbewegungen, Nächtliches Zähneknirschen, Schlafgebundenes Verschlucken, Albträume, Pavor nocturnus, Nächtliches Essen, Schlaftrunkenheit, Gewalttätiges Verhalten im Schlaf und REM-Schlaf-Verhaltensstörung. Bezüglich dieser Variablen wurden die Gruppen paarweise miteinander verglichen. Bei sig Unterschied zwischen Kontrollgruppe und den Gruppen der depressiven Patienten unterscheiden sich epressive ehandelt und epressiv nbehandelt nicht sig hinsichtlich des Auftretens von Schlafgebundenen Verschlucken, Albträume und Pavor nocturnus. Ein gleichzeitiges Vorliegen von Depression und Antidepressiva scheint einen Einfluss auf die Häufigkeit von Rhythmischen Fußbewegungen, Nächtlichem Zähneknirschen, Nächtlichem Essen, Schlaftrunkenheit, Gewalttätigem Verhalten im Schlaf und REM-Schlaf-Verhaltensstörung zu haben. In der Analyse der Antidepressiva überwogen SSRI.
Diskussion
Das zentrale Ergebnis besteht darin, dass gewisse Parasomnien und andere nächtliche Verhaltensweisen gehäuft bei depressiven Patienten auftreten. Durch die gewonnenen Erkenntnisse kann künftig Parasomnien und anderen nächtlichen Verhaltensweisen, insbesondere im Rahmen psychiatrischer Diagnostik und Therapien, mehr Beachtung geschenkt werden. Hierbei könnte der Fragenbogen MUPS in der Diagnostik als wichtiges Instrument dienen. In zukünftigen prospektiven Studien könnte untersucht werden, ob es sich um ein Symptom oder vielmehr um einen Risikofaktor für das Entstehen einer Depression handele und inwiefern die Dosis von Antidepressiva eine Rolle für die Entwicklung von Parasomnien spiele.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Parasomnias and other nocturnal behaviors in association with depressive disorder and antidepressants evaluated with the Munich parasomnia screening Background The aim of the study was to figure out if there is an association between parasomnias and major depression and treatment with antidepressants. Methods Using the Munich Parasomnia Screening (MUPS) 21 nocturnal behaviors were assessed in ...
Parasomnias and other nocturnal behaviors in association with depressive disorder and antidepressants evaluated with the Munich parasomnia screening
Background
The aim of the study was to figure out if there is an association between parasomnias and major depression and treatment with antidepressants.
Methods
Using the Munich Parasomnia Screening (MUPS) 21 nocturnal behaviors were assessed in 366 participants. 163 subjects had an unipolar depressive disorder. 85 of the patients were treated with antidepressive medication while the other 78 patients were untreated. The control group consisted of 203 healthy subjects. The Kruskal-Wallis test was used to find out significant group differences.
Results
Significant group differences were seen for rhythmic feet movements, sleep-related bruxism, sleep-related abnormal swallowing, nightmares, pavor nocturnus, nocturnal eating, confusional arousal, violent behavior during sleep and REM-sleep-behavior-disorder. There was no significant difference between depressive patients with and without antidepressive medication for sleep-related abnormal swallowing, nightmares and pavor nocturnus. Rhythmic feet movements, sleep-related bruxism, nocturnal eating, confusional arousal, violent behavior during sleep and REM-sleep-behavior-disorder were more frequent in depressive participants with antidepressive medication compared with those without medication. SSRI were the main group of antidepressants.
Discussion
The results of the study showed that there might be an association between parasomnias and major depression or antidepressants. Consequently, there should be more clinical awareness regarding treatment with antidepressants. A screening instrument such as the MUPS may be helpful to filter out patients who experience parasomnias. Further analyses might be useful to find out if parasomnias probably represent a risk factor for the development of a depressive disorder. Furthermore it is still unclear how the dose of antidepressants influences the progress of parasomnias.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 20 November 2017 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Thomas-Christian Wetter |
| Tag der Prüfung | 16 Oktober 2017 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie |
| Stichwörter / Keywords | Parasomnien; Depression; Antidepressiva |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-363417 |
| Dokumenten-ID | 36341 |
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