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Neuroplastische Effekte bei Schizophrenie: Eine kombinierte TMS/EEG Studie
Aschenbrenner, Berthold (2018) Neuroplastische Effekte bei Schizophrenie: Eine kombinierte TMS/EEG Studie. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 13 Sep 2018 11:59
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.37707
Zusammenfassung (Deutsch)
Die Schizophrenie ist ein psychiatrisches Krankheitsbild, welches mit einer Vielzahl an Symptomen wie Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und des Antriebs sowie motorischen Bewegungsstörungen einhergeht. Die Ätiopathogenese der Erkrankung ist bisher nicht ausreichend verstanden, verschiedene Einflussfaktoren werden diskutiert, wobei hirnstrukturelle und neurophysiologische Faktoren eine ...
Die Schizophrenie ist ein psychiatrisches Krankheitsbild, welches mit einer Vielzahl an Symptomen wie Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und des Antriebs sowie motorischen Bewegungsstörungen einhergeht.
Die Ätiopathogenese der Erkrankung ist bisher nicht ausreichend verstanden, verschiedene Einflussfaktoren werden diskutiert, wobei hirnstrukturelle und neurophysiologische Faktoren eine wichtige Rolle spielen.
Das Gehirn funktioniert dabei nicht statisch, sondern passt sich permanent einer veränderten Umgebung oder veränderten Anforderungen an (Neuroplastizität).
Mit der Zielsetzung, genauere Erkenntnisse über die Schizophrenie zu gewinnen, untersucht diese Studie neuroplastische Korrelate der Erkrankung in direktem Vergleich zur Allgemeinbevölkerung.
In der Studie werden hierfür 20 Patienten der Schizophrenie und 20 gesunde Probanden einer Stimulation des linken und rechten Frontalhirns mit dem Verfahren der repetitiven Transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) unterzogen und die neuroplastischen Effekte mittels EEG in den einzelnen Frequenzbändern (Alpha, Beta, Gamma, Theta und Delta) dargestellt. Außerdem wird zur Beurteilung des Placebo-Effekts eine Scheinstimulation durchgeführt.
Bei Auswertung der EEGs finden sich signifikante Unterschiede zwischen den Teilnehmergruppen im oberen Beta- und Gammafrequenzbereich nach Stimulation des linksfrontalen Kortex und im Deltafrequenzbereich nach Stimulation beider Frontalhirnhemisphären.
Die Power im oberen Beta- und Gammafrequenzbereich ist bei Schizophrenie-Patienten nach Scheinstimulation verglichen mit der Kontrollgruppe signifikant erhöht und erhöht sich weiter nach echter Stimulation, während in der Gruppe der Vergleichspersonen die Power nach echter Stimulation weiter abnimmt.
Im Deltafrequenzbereich erniedrigt sich nach links- und rechtsfrontaler Stimulation die Power bei den Patienten nach echter Stimulation verglichen mit der Scheinstimulation, die Power bei den Kontrollpersonen nimmt hingegen nach echter Stimulation zu.
Der Betafrequenzbereich (21.5 bis 30 Hz) und der Gammafrequenzbereich (30.5 bis 44 Hz) sind durch eine hohe Frequenz mit gleichzeitig niedriger Amplitude gekennzeichnet und deuten auf einen Zustand erhöhter Aufmerksamkeit hin, während sich der Deltafrequenzbereich (2 bis 3.5 Hz) durch eine niedrige Frequenz mit hohen Amplituden auszeichnet und vor allem in Tiefschlafphasen auftritt.
Durch die Verwendung von TMS kann in der vorliegenden Studie neuronale Plastizität induziert werden, ohne dass von den Teilnehmern Motivation, Aufmerksamkeit oder Leistungsbereitschaft abverlangt werden muss. Dadurch erreicht die Studie ein hohes Maß an Reproduzierbarkeit.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
To research differences in neuroplasticity in patients with schizophrenia 20 patients and 20 healthy subjects were treated with 1Hz rTMS (repetitive Transcranial Magnetic Stimulation) of frontal and temporal cortices of both hemispheres.
Effects in neuroplasticity were analyzed in EEG (Electroencephalogram) in Alpha, Beta, Gamma, Delta and Theta oscillations.
In this study, effects of frontal stimulation are discussed.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 13 September 2018 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Berthold Langguth |
| Tag der Prüfung | 12 September 2018 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie |
| Stichwörter / Keywords | Schizophrenie, TMS, EEG |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-377074 |
| Dokumenten-ID | 37707 |
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