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Familie - zwischen "Kulturkampf" und Systemzwang
Laux, Bernhard
(2014)
Familie - zwischen "Kulturkampf" und Systemzwang.
In: Hilpert, Konrad und Laux, Bernhard, (eds.)
Leitbild am Ende? : der Streit um Ehe und Familie.
Herder, Freiburg, S. 43-58.
ISBN 978-3-451-34192-2.
Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 20 Nov 2018 09:59
Buchkapitel
Zusammenfassung
Ausgangsthese ist, dass „der Streit um Ehe und Familie“, von dem der Untertitel des Bandes spricht, zwei verschiedene Dimensionen betrifft: Kultur (die Ideenebene der Gesellschaft) und Sozialstruktur (die Ordnungsebene der Gesellschaft). Erstaunlicherweise werden die kulturellen Debatten mit großer Leidenschaft – und Verletzungsbereitschaft – geführt, während die Strukturveränderungen, die ...
Ausgangsthese ist, dass „der Streit um Ehe und Familie“, von dem der Untertitel des Bandes spricht, zwei verschiedene Dimensionen betrifft: Kultur (die Ideenebene der Gesellschaft) und Sozialstruktur (die Ordnungsebene der Gesellschaft). Erstaunlicherweise werden die kulturellen Debatten mit großer Leidenschaft – und Verletzungsbereitschaft – geführt, während die Strukturveränderungen, die Ressourcenverteilung und damit verbunden auch die Interessenkämpfe weniger Aufmerksamkeit finden, obwohl sie für die Zukunft von Ehe und Familie möglicherweise erheblich folgenreicher sein werden.
Plädiert wird für Verteidigung des Raums der familialen Generationen- und Geschlechterbeziehungen mit ihrer spezifischen Handlungslogik gegen ungebremste und ungenierte Anpassungserwartungen an die Logik der Ökonomie und auch des Bildungssystems. Um die Benachteiligung von Familien und ihrer Kinder bei den Einkommen zu verringern und insbesondere die erhöhte Kinder- und Familienarmut zu vermeiden, ist auch eine deutlich höhere gesellschaftliche Beteiligung an den monetären Aufwendungen und Opportunitätskosten für Kinder, die bei Familien anfallen, erforderlich. Sie ist um eine Verbesserung der Infrastruktur für Familien zu ergänzen.
Zielperspektive ist, durch mehr Familiengerechtigkeit Freiheitsräume zu schaffen. Familien verdienen sie wegen der Lebensmöglichkeiten und Freiheitspotentiale, die sie ihren Mitgliedern eröffnen und wegen der Leistungen, die sie für die Gesellschaft erbringen. Dazu bedarf es nicht nur mehr finanzieller Mittel, sondern auch eines größeren Vertrauens in die Familie. Sie muss sich hinsichtlich der in ihr realisierten „Sittlichkeit“ sowie den in ihr vorhandenen Freiheitspotentialen und Verwirklichungschancen weder vor der Wirtschaft noch vor der Politik verstecken. Sie muss vor allem auch nicht vor sich selber geschützt werden, sondern soll gerade ihren Eigensinn entfalten können.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Buchkapitel |
| ISBN | 978-3-451-34192-2 |
| Buchtitel: | Leitbild am Ende? : der Streit um Ehe und Familie |
|---|---|
| Verlag: | Herder |
| Ort der Veröffentlichung: | Freiburg |
| Seitenbereich: | S. 43-58 |
| Datum | 2014 |
| Institutionen | Katholische Theologie > Systematische Theologie > Theologische Sozialethik, Anthropologie und Wertorientierung - Prof. Dr. Bernhard Laux |
| Stichwörter / Keywords | Familie; Ehe; Elternschaft; Kind; Freiheit; Autonomie; Gerechtigkeit; Ethik; Sozialethik; Bildung; Kolonialisierung; Geschlechtergerechtigkeit; Generationengerechtigkeit; Wirtschaft; Ökonomisierung; Elternzeit; Zeitpolitik; Humankapital; Kinderbetreuung; Kindertagesstätten; |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 200 Religion > 230 Theologie, Christentum 300 Sozialwissenschaften > 300 Sozialwissenschaften, Soziologie |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-380496 |
| Dokumenten-ID | 38049 |
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