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Evaluation des Therapieeffektes und dessen Nachhaltigkeit bei Patienten mit Anorexia und Bulimia nervosa nach stationärer Therapie in den Heiligenfeld Kliniken
Hofmann, Ramona Heidi (2019) Evaluation des Therapieeffektes und dessen Nachhaltigkeit bei Patienten mit Anorexia und Bulimia nervosa nach stationärer Therapie in den Heiligenfeld Kliniken. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 16 Okt 2019 06:44
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.40779
Zusammenfassung (Deutsch)
Die vorliegende Studie an 96 essgestörten Patientinnen und Patienten intendierte den Behandlungserfolg der Heiligenfeld Kliniken in Bad Kissingen zu evaluieren. Hierfür wurden Patienten herangezogen, die sich im Zeitraum vom 01.02.2010 - 01.03.2015 stationär in oben genannter Klinik befanden und nach dem dort angewandten multimodalen Therapiekonzept behandelt wurden. Einschlusskriterien für die ...
Die vorliegende Studie an 96 essgestörten Patientinnen und Patienten intendierte den Behandlungserfolg der Heiligenfeld Kliniken in Bad Kissingen zu evaluieren. Hierfür wurden Patienten herangezogen, die sich im Zeitraum vom 01.02.2010 - 01.03.2015 stationär in oben genannter Klinik befanden und nach dem dort angewandten multimodalen Therapiekonzept behandelt wurden. Einschlusskriterien für die Aufnahme in unsere Studie war die Diagnosestellung einer Essstörung nach ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases, 10. Revision) und die Kodierung des Behandlungspfad „Essstörung“. Von 34 der initial 96 Patientinnen der Erhebungsstichprobe konnten mittels Fragebogen Katamnesedaten erhoben werden. Zum Zeitpunkt der Aufnahme lag der BMI bei 15,9 kg/ m² und konnte innerhalb einer mittleren Verweildauer von 56,4 Tagen auf einen Entlass-BMI von 16,2 kg/ m² angehoben werden. In der durchschnittlichen Katamnesedauer von 2,8 Jahre konnte der BMI weiter stabilisiert werden und betrug bei Follow-up 17,7 kg/ m². Insgesamt ist es damit über 70% der Katamnesestichprobe gelungen seit Aufnahme an Gewicht zuzunehmen. Nach den Kriterien von Morgan & Russel zeigten 21% ein gutes, 53% ein mittleres und 26% ein schlechtes Outcome. Neben den „somatischen Erfolgen“ (signifikante Veränderung der BMI-Werte) konnten auch positive Ergebnisse auf der kognitiven Ebene der Essstörungspathologie erreicht werden. So können wir anhand der signifikant höheren Zufriedenheit mit dem aktuellen Gesundheitszustand unter den Patientinnen mit einem BMI ≥ 17,5 kg/ m² mutmaßen, dass es in der Therapie gelungen war die körperlichen Folgen des Hungerns und deren negativen Auswirkungen herauszuarbeiten und bewusstzumachen. Eine regressive Krankheitssymptomatik ließe sich auch aus der signifikant höheren Unzufriedenheit mit dem Gewicht in der Gruppe „BMI < 17,5“ ableiten.
Sieht man die retrospektive Evaluation der Therapie in der Gesamtschau, so kann im Durchschnitt ein positives Fazit gezogen werden. Die deutliche Mehrheit der Patientinnen gab an, zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Therapie zu sein und würde die Heiligenfeld Kliniken weiterempfehlen. Insgesamt betrachtet dokumentieren die gezeigten Ergebnisse, dass das Behandlungskonzept der Heiligenfeld Kliniken gute Erfolge in der Essstörungstherapie verzeichnet und in dieser Form weitergeführt werden sollte.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
We report on the therapeutic success of an eating disorder therapy in the Heiligenfeld Kliniken Bad Kissingen. A total of 96 patients who suffering from AN, AAN or BN were included. Catamnestic data were collected from 34 patients. During inpatient therapy over a mean stay of 56,4 days there was a significant increase in body mass index (15,9 kg/m² to 16,3 kg/m²) with a further stabilization ...
We report on the therapeutic success of an eating disorder therapy in the Heiligenfeld Kliniken Bad Kissingen. A total of 96 patients who suffering from AN, AAN or BN were included. Catamnestic data were collected from 34 patients. During inpatient therapy over a mean stay of 56,4 days there was a significant increase in body mass index (15,9 kg/m² to 16,3 kg/m²) with a further stabilization in follow-up of 2,8 years (body mass index 17,7 kg/m²). At follow up over 70% have succeeded in gaining weight since admission. According to the criteria of Morgan & Russel 21% showed “good” , 53% “intermediate” and 26% “poor” outcome. In addition to being carried done on a physical level, positive results on the cognitive and psychosocial level could also be achieved. There was a significantly higher satisfaction with the current health in the group with body mass index > 17,5 kg/m². It can therefore be presumed that the therapy has succeeded in making conscious the negative consequences of starvation. A regressive disease symptoms was also to be deduced form the higher dissatisfaction with the weight in group body with mass index < 17,5 kg/m².
Another intention was to have the former patients evaluate the therapy. The majority of patients were satisfied with the outcome of their therapy and would recommend Heiligenfeld for eating disorder therapy. Overall, the results show that the treatment concept of Heiligenfeld records good results in the eating disorder therapy and should continue in this form in the future.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 16 Oktober 2019 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Thomas Loew |
| Tag der Prüfung | 7 Oktober 2019 |
| Institutionen | Medizin > Abteilung für Psychosomatische Medizin |
| Stichwörter / Keywords | Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Therapieeffekt |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-407799 |
| Dokumenten-ID | 40779 |
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