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Vergleich der Masaoka-Koga Klassifikation mit der neuen TNM Klassifikation bei chirurgisch behandelten Thymomen und Thymuskarzinomen
Eicher, Maria-Magdalena (2019) Vergleich der Masaoka-Koga Klassifikation mit der neuen TNM Klassifikation bei chirurgisch behandelten Thymomen und Thymuskarzinomen. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 17 Dez 2019 06:33
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.41137
Zusammenfassung (Deutsch)
Unsere Studie vergleicht die Stadienverteilung und die Überlebens- sowie Rezidivstatistik der Masaoka-Koga Klassifikation mit der neuen UICC Klassifikation. Trotz unserer kleinen Stichgruppe (76 Patienten) können wegweisende Trends verdeutlicht werden. Die Zusammenfassung der Masaoka-Koga Stadien I, IIa und IIb zum UICC Stadium I scheint aufgrund der Überlebens-, Rezidiv- sowie ...
Unsere Studie vergleicht die Stadienverteilung und die Überlebens- sowie Rezidivstatistik der Masaoka-Koga Klassifikation mit der neuen UICC Klassifikation. Trotz unserer kleinen Stichgruppe (76 Patienten) können wegweisende Trends verdeutlicht werden.
Die Zusammenfassung der Masaoka-Koga Stadien I, IIa und IIb zum UICC Stadium I scheint aufgrund der Überlebens-, Rezidiv- sowie Resektabilitätsstatistik gerechtfertigt. Das neue UICC Stadium III teilt die lokale Infiltration nach ihrer Resektabilität in zwei Untergruppen ein. Auch diese Maßnahme scheint vorteilhaft, da das Masaoka-Koga Stadium III eine zu große Anzahl an Strukturen enthält, um differenzierte Prognosen bezüglich der Resektabilität und Therapiewahl treffen zu können.
Die UICC Klassifikation räumt der Infiltration von mediastinalen Lymphknoten eine größere Wichtigkeit ein, als die Masaoka-Koga Klassifikation. Die Definition von anatomischen Lymphknotenregionen bildet die Grundlage für systematische Lymphknotendissektionen. Leider ist dieses operative Vorgehen noch nicht flächendeckend verbreitet, sodass erst weitere prospektive Studien die prognostische Bedeutung dieser Maßnahme klären werden. Auch in unserer Stichprobe gibt es nur wenige Patienten mit gesichertem, positivem Lymphknotenstatus.
Insgesamt zeigt unsere Studie sowohl in der Masaoka-Koga als auch in der UICC Klassifikation mit zunehmendem klinischen Stadium eine Abnahme des gesamten sowie rezidivfreien Überlebens. Allerdings weisen die Werte der UICC Klassifikation mehr Regelmäßigkeit auf als die der Masaoka-Koga Klassifikation. Auffällig ist in beiden Klassifikationen, dass unsere Patienten im Stadium III ein signifikant schlechteres 5-Jahres-Überleben aufweisen, als Patienten im Stadium IVa oder IVb (Masaoka-Koga: 49% vs. 79% vs. 80%, UICC: 0% vs. 71% vs. 80%). Auch die Analyse der Rezidivfreiheit erbringt entsprechende Werte für die Stadien III und IV in beiden Klassifikationen.
Neben der Verteilung der klinischen Stadien werden in unserer Studie auch perioperative Daten der Patienten ausgewertet. Die Ergebnisse unterstützen die Annahme, dass eine HITHOC Therapie in pleural metastasierten Tumorstadien ein besseres Überleben sowie eine längere Rezidivfreiheit zur Folge hat. Außerdem ist eine vollständige Resektion ein wichtiger Faktor für das Überleben und die Rezidivfreiheit der Patienten.
Das neu vorgeschlagene UICC-System der ITMIG/IASLC zur klinischen Einteilung von malignen epithelialen Tumoren des Thymus bietet viele Möglichkeiten. Durch eine einheitliche Nomenklatur vereinfacht es die Kommunikation zwischen verschiedenen Zentren und verhindert Missverständnisse, Fehlinterpretation und Falschdokumentationen von Tumoren des Thymus. Vor allem im Hinblick auf die geringe Inzidenz der Erkrankung ist es wichtig, eine einheitliche Grundlage zur Beschreibung und Einteilung zur Verfügung zu stellen. Obwohl die vorgeschlagene Klassifikation nur auf retrospektiven Daten beruht, bietet sie durch die große Anzahl an Datensätzen eine valide statistische Grundlage für ein neues einheitliches System.
Unsere Studie bestätigt somit, dass die neue UICC Klassifikation Vorteile für die Behandlung von malignen epithelialen Tumoren des Thymus bringen kann. Die Daten sind nur retrospektiv erhoben, was zu Limitationen führt. Deshalb ist es wichtig, weiter prospektive Daten zu sammeln und auszuwerten. Die ITMIG hat bereits eine entsprechende Datenbank ins Leben gerufen. Nur wenn beständig weitere Daten gesammelt, ausgewertet und evaluiert werden, kann eine dauerhafte und valide Verbesserung der Behandlung dieser Gruppe von Erkrankungen stattfinden.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Our study compares the Masaoka-Koga-Classification and the new UICC-Classification for Thymic Tumors with regard to the dispersion of stages as well as overall and progession-free survival. In spite of our small sample group (N=76) we could demonstrate some pathbreaking trends. The statistical analysis of overall and progression-free survival as well as analysis of resectability suggest that it ...
Our study compares the Masaoka-Koga-Classification and the new UICC-Classification for Thymic Tumors with regard to the dispersion of stages as well as overall and progession-free survival. In spite of our small sample group (N=76) we could demonstrate some pathbreaking trends.
The statistical analysis of overall and progression-free survival as well as analysis of resectability suggest that it is appropriate to merge the Masaoka-Koga stages I, IIa and IIb. The subdivision of Stage III with regard to resectability seems advantageous. It faciliates prognosis and decisions about further therapies.
Lymph node infiltration is stressed more in the new UICC-Classification. The definition of anatomical lymph node regions builds the foundation for systematical lymph node dissections. Unfortunately this practise is not yet used widely. Further prospective studies will have to prove the prognostic value. Even in our sample group only few patients provided a secured lymph node stage.
Overall and progression-free survival decreased with rising UICC and Masaoka-Koga stages in our study. A striking fact is the significantly reduced 5-year-overall-survival of patients with stage III compared to stage IVa or IV b (Masaoka-Koga 49% vs 79% vs 80%, UICC 0% vs 71% vs 80%).
Other than the distribution oft he clinical stages we examined perioperative data. The results suggest that a HITHOC therapy for patients with pleural infiltration or metastases improves overall and progression-free survival. Another statistically significant factor regarding survival is the resection status.
The new UICC classification offers multiple possibilities. Its unitary nomenclature improves comunication between medical centers and reduces misunderstandings, misinterpretation and misdocumentation of thymic tumors. A consistent foundation for description and classification is essential, especially in view of the small incidence of thymic tumors. Even though the proposed Classification is based solely on rertospective data, the mere amount of data sets forms a valid statistical foundation for a new unitary classifiaction system.
Our study confirms the benefits of the new UICC classification for the diagnosis and therapy of thymic tumors. It is limited by the small sample number and the retrospective character oft he study.
Therefore it is important to keep acquiring and analyzing prospective data to improve the treatment of thymic malignancies permanently.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 17 Dezember 2019 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Hans-Stefan Hofmann |
| Tag der Prüfung | 25 Juni 2019 |
| Institutionen | Medizin > Abteilung für Thoraxchirurgie |
| Stichwörter / Keywords | Thymus, TNM Klassifikation, Masaoka-Koaga Klassifikation |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-411377 |
| Dokumenten-ID | 41137 |
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