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Schulze, Luise

Untersuchung der peptidspezifischen Immunantwort sowie möglicher Zusammenhänge zwischen den Serumparametern Vitamin D, Cholesterin, TSH und fT4 auf die ex-vivo Reaktivität von T-Lymphozyten bei der MS

Schulze, Luise (2020) Untersuchung der peptidspezifischen Immunantwort sowie möglicher Zusammenhänge zwischen den Serumparametern Vitamin D, Cholesterin, TSH und fT4 auf die ex-vivo Reaktivität von T-Lymphozyten bei der MS. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 29 Jan 2020 11:28
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.41442


Zusammenfassung (Deutsch)

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch verlaufende entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Es wird von einer autoimmunen Genese der Erkrankung ausgegangen. Die genauen Zielstrukturen autoreaktiver Zellen konnten bislang jedoch nicht identifiziert werden. Wie bereits zahlreiche andere Studien stellt die vorliegende Arbeit den erneuten Versuch dar, Autoantigene bei der MS zu ...

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch verlaufende entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Es wird von einer autoimmunen Genese der Erkrankung ausgegangen. Die genauen Zielstrukturen autoreaktiver Zellen konnten bislang jedoch nicht identifiziert werden. Wie bereits zahlreiche andere Studien stellt die vorliegende Arbeit den erneuten Versuch dar, Autoantigene bei der MS zu identifizieren. Zu diesem Zweck wurde die IFN-gamma sowie IL-17A-Antwort der mononukleären Zellen des peripheren Blutes (PBMC) von 61 MS Patientinnen/Patienten sowie 16 Kontrollpersonen nach Stimulation mit verschiedenen Peptiden im ELISpot-Verfahren untersucht. Bei den untersuchten Peptiden handelte es sich um 29 verschiedene Antigene, die im ZNS von MS Patientinnen/Patienten auf MHC-Molekülen präsentiert werden. Ähnlich wie in Vorarbeiten lässt sich auch aus den vorliegenden Daten auf das Vorhandensein autoreaktiver Zellen als Teil des integren Immunsystems sowohl bei den Patientinnen/Patienten als auch bei gesunden Kontrollpersonen schließen. So konnte im Anschluss an die Inkubation mit einem Peptid, welches im Myelin Proteolipid Protein vorkommt, in beiden Gruppen eine erhöhte Anzahl zytokinsezernierender Zellen gemessen werden. Die Inkubation mit einer Peptidstruktur, die in dem neuronalen Membranglykoprotein m6-b zu finden ist, bewirkte darüber hinaus in der Patientengruppe eine verstärkte IL-17-Sekretion. Eventuell dominiert in diesem Fall eine Reaktion vom TH17-Typ. Des Weiteren zeigte sich gegenüber einem Antigen, welches in dem epidermalen Wachstumsfaktorsubstrat 15 vorkommt, eine erhöhte Immunoreaktivität bei den Patientinnen/Patienten.
Neben der Untersuchung der peptidspezifischen IFN-gamma sowie IL-17A- Reaktionen erfolgte im Rahmen dieser Arbeit eine Analyse verschiedener Serumparameter. Bestimmt wurden die Serumspiegel von Vitamin D, Cholesterin, TSH und fT4. Die vorliegenden Daten lassen ebenso wie diverse andere Studien einen immunmodulatorischen Effekt von Vitamin D und eine wichtige Rolle bei der MS vermuten.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Multiple sclerosis is an autoimmune disease of the central nervous system that leads to demyelination and axonal loss. It is most probably caused by autoimmunity. Despite enormous exploratory efforts within the past few years, the exact target antigen(s) of MS have only been identified incompletely. The aim of this study was to identify potentially new autoantigens in the CNS of MS patients and a ...

Multiple sclerosis is an autoimmune disease of the central nervous system that leads to demyelination and axonal loss. It is most probably caused by autoimmunity. Despite enormous exploratory efforts within the past few years, the exact target antigen(s) of MS have only been identified incompletely. The aim of this study was to identify potentially new autoantigens in the CNS of MS patients and a characterization of the ex-vivo immune response against these peptides in ELISpot assays. Lymphocytes from 61 MS patients and 16 controls were stimulated with naturally presented peptides and immune reactivity was investigated by ELISpot to assess interferon-gamma as well as interleukin-17A secreting cells. Novel MHC-derived ligands could be identified by this approach that are recognized by T cells of MS patients and controls. Among those, a so far undescribed epitope of proteolipid protein was discovered. In addition, there was an elevated immunoreactivity against an antigen of the epidermal growth factor substrate 15 found in MS patients. A peptide occuring in the neuronal membrane glycoproteine m6b led to an increased IL-17A response.
In a second step possible coherences between selected serum parameters and peptide specific immunoreactivities were examined. Thereby, a possible immunoregulatory role of vitamin D was shown.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum29 Januar 2020
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Dr. Robert Weißert
Tag der Prüfung22 Januar 2020
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Neurologie
Stichwörter / Keywordsdeutsch: Multiple Sklerose, Peptid, T-Zellen, Vitamin D; englisch: Multiple sclerosis, peptide, T cells, Vitamin D
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-414428
Dokumenten-ID41442

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