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Kautetzky, Maximilian Reinhard Eduard

Schnittstellengestaltung für ein digitales Ökosystem im Kontext einer geräte- und plattformübergreifenden Anwendung im Fahrzeug - User-Experience-Gestaltungsempfehlungen für touchbasierte Nutzerschnittstellen von im Fahrzeug verwendeten mobilen Anwendungen für ein Fond-Entertainment-System auf persönlichen Geräten

Kautetzky, Maximilian Reinhard Eduard (2021) Schnittstellengestaltung für ein digitales Ökosystem im Kontext einer geräte- und plattformübergreifenden Anwendung im Fahrzeug - User-Experience-Gestaltungsempfehlungen für touchbasierte Nutzerschnittstellen von im Fahrzeug verwendeten mobilen Anwendungen für ein Fond-Entertainment-System auf persönlichen Geräten. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 04 Aug 2021 09:15
Hochschulschrift der Universität Regensburg


Zusammenfassung (Deutsch)

Ein Multi-Device-Cross-Platform-Ökosystem entsteht dadurch, dass Anwendungen geräte- und plattformübergreifende Interaktionen sowie wechselseitige Beeinflussungen der involvierten Geräte ermöglichen. Im Gegensatz zur Schnittstellengestaltung für nur ein Gerät (engl. single-device) müssen Schnittstellen bei Multi-Device-Cross-Platform-Ökosystemen für unterschiedliche Geräte unterschiedlicher ...

Ein Multi-Device-Cross-Platform-Ökosystem entsteht dadurch, dass Anwendungen geräte- und plattformübergreifende Interaktionen sowie wechselseitige Beeinflussungen der involvierten Geräte ermöglichen. Im Gegensatz zur Schnittstellengestaltung für nur ein Gerät (engl. single-device) müssen Schnittstellen bei Multi-Device-Cross-Platform-Ökosystemen für unterschiedliche Geräte unterschiedlicher Hersteller gestaltet werden. Dabei müssen grundlegende Abwägungen getroffen werden. Gewohnheiten und plattformspezifische Patterns sprechen für eine individuelle Optimierung der Schnittstellen unter Berücksichtigung von plattformspezifischen Guidelines. Die Folge ist eine bessere Bedienung je Gerät. So entstehen jedoch unterschiedliche Schnittstellengestaltungen innerhalb eines Multi-Device-Cross-Platform-Ökosystems. Durch diese Inkonsistenz wird der Wechsel zwischen den einzelnen Schnittstellen erschwert. Im Gegensatz dazu führt eine hohe produktspezifische Konsistenz zwischen allen Schnittstellen zu einer schnellen Orientierung und einem vereinfachten Gerätewechsel. Dafür werden plattformspezifische Guidelines vernachlässigt und eine hohe innere Konsistenz aus Produktsicht erreicht. Da innere Konsistenz als ein Schlüsselparadigma der Schnittstellengestaltung für Single-Device-Anwendungen gilt, wird diese vielfach auch bei Multi-Device-Cross-Platform-Anwendungen als Default-Prinzip eingesetzt. Bisher ist jedoch unzureichend untersucht, wie ein Schnittstellengestaltungsansatz aussehen muss, um die beste user experience (UX) für ein Multi-Device-Cross-Platform-Ökosystem hervorzubringen. Im Zuge mehrerer Studien in der Anwendungsdomäne Fond-Entertainment-Systeme wird dies untersucht. In der vorliegenden Arbeit liegt der Fokus auf den nutzereigenen Geräten. Diese werden auch als Bring-Your-Own-Device-Geräte bezeichnet. Durch zahlreiche In-situ-Studien können folgende Ergebnisse festgehalten werden: Das Paradigma der inneren Konsistenz kann bei der Schnittstellengestaltung dann angewendet werden, wenn die Gerätegrößen innerhalb des Multi-Device-Cross-Platform-Ökosystems vergleichbar sind. Innere Konsistenz führt jedoch nicht automatisch zur besten UX. Ein Ansatz, der produkt- und plattformspezifische Patterns für die Bring-Your-Own-Device-Schnittstellengestaltung berücksichtigt (leicht erhöhte äußere Konsistenz), ist messbar, jedoch nicht signifikant besser. Bei vergleichbaren Größen der involvierten Geräte ist ein zu starker Bruch zwischen den einzelnen Schnittstellen abzulehnen, wie er durch eine starke Erhöhung der äußeren Konsistenz der BYOD-Schnittstelle entstehen kann. Dieser führt im Vergleich zu einer produktspezifisch konsistenten Schnittstellengestaltung zu signifikant schlechteren User-Experience-Ergebnissen. Bei unterschiedlichen Gerätegrößen innerhalb des Multi-Device-Cross-Platform-Ökosystems werden plattformspezifische Anpassungen von Probanden klar bevorzugt. Der Forschungsbeitrag der vorliegenden Arbeit umfasst empirische Schnittstellen-Gestaltungsempfehlungen für ein Multi-Device-Cross-Platform-Ökosystem in der Anwendungsdomäne Fond-Entertainment-Systeme. Dabei liegt der Fokus auf Bring-Your-Own-Device-Geräten. Durch die starke Berücksichtigung unterschiedlicher Multi-Device-Cross-Platform-Ökosystem-Zusammensetzungen erscheint die Anwendung der Gestaltungsempfehlungen auf andere Domänen vielversprechend.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

A multi-device cross-platform ecosystem arises when applications enable cross-device and cross-platform interactions as well as mutual influencing of the devices involved. In contrast to single-device interface design, interfaces in multi-device cross-platform ecosystems have to be designed for different devices from different manufacturers. Here, fundamental considerations have to be made. ...

A multi-device cross-platform ecosystem arises when applications enable cross-device and cross-platform interactions as well as mutual influencing of the devices involved. In contrast to single-device interface design, interfaces in multi-device cross-platform ecosystems have to be designed for different devices from different manufacturers. Here, fundamental considerations have to be made. Habits and platform-specific patterns speak for an individual optimization of the interfaces, taking platform-specific guidelines into account. The consequence is a better usability per device. However, this creates different interface designs within a multi-device cross-platform ecosystem. This inconsistency makes it difficult to switch between the individual interfaces. In contrast, a high product-specific consistency between all interfaces leads to a quick orientation and simplified switching between devices. Therefore platform-specific guidelines are neglected and from the product point of view a high internal consistency is achieved. As internal consistency is a key paradigm in the design of interfaces for single-device applications, it is also often used as the default principle for multi-device cross-platform applications. However, there has been insufficient research so far on how an interface design approach has to look like in order to achieve the best user experience (UX) for a multi-device cross-platform ecosystem. This is being investigated in the course of several studies in the application domain of rear seat entertainment systems. In the present work the focus is on the user's own devices. These are also known as bring-your-own-device devices. The following results could be recorded through numerous in-situ studies: The paradigm of internal consistency can be applied to the interface design if the device sizes are comparable within the multi-device cross-platform ecosystem. However, internal consistency does not automatically lead to the best UX. An approach that takes product- and platform-specific patterns into account for the bring-your-own-device interface design (slightly increased external consistency) is measurably better but not significantly better. An excessive break between the individual interfaces, as a result from a strong increase of the external consistency for the BYOD interface, needs to be rejected if the devices involved are of comparable size. Compared to a product-specific, consistent interface design, this leads to a significantly poorer user experience. In the case of different device sizes within the multi-device cross-platform ecosystem, platform-specific adaptations are clearly preferred by the testers. The research contribution of the present work includes empirical interface design recommendations for a multi-device cross-platform ecosystem in the application domain of rear seat entertainment systems. The focus is on bring-your-own-device devices. Due to the strong consideration of different multi-device-cross-platform ecosystem compositions, the application of the design recommendations to other domains appears promising.


Beteiligte Einrichtungen


    Details

    DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
    Datum4 August 2021
    Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Christian Wolff
    Tag der Prüfung16 Juli 2021
    InstitutionenNicht ausgewählt
    Stichwörter / Keywordsgeräte- und plattformübergreifende Schnittstellengestaltung, Schnittstellengestaltung, Fond-Entertainment-System, Schnittstellengestaltungsempfehlungen, digitales Ökosystem multi-device, cross-platform, user interface design, rear seat entertainment, user interface design recommendations, digital ecosystem
    Dewey-Dezimal-Klassifikation000 Informatik, Informationswissenschaft, allgemeine Werke > 000 Allgemeines, Wissenschaft
    000 Informatik, Informationswissenschaft, allgemeine Werke > 004 Informatik
    StatusVeröffentlicht
    BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
    An der Universität Regensburg entstandenJa
    URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-464281
    Dokumenten-ID46428

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