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Brandts, Paul ; Arzt, Michael ; Fisser, Christoph

Ventrikuläre Arrhythmien bei obstruktiver und zentraler Schlafapnoe
Ventricular arrhythmias in obstructive and central sleep apnea

Brandts, Paul , Arzt, Michael und Fisser, Christoph (2021) Ventrikuläre Arrhythmien bei obstruktiver und zentraler Schlafapnoe
Ventricular arrhythmias in obstructive and central sleep apnea.
Somnologie 26, S. 22-31.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 06 Okt 2021 09:55
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.49308


Zusammenfassung

Hintergrund Ventrikuläre Arrhythmien treten mit einer hohen Prävalenz auf und sind mit einer hohen Morbidität und Mortalität assoziiert. Sowohl die obstruktive (OSA) als auch die zentrale (ZSA) Schlafapnoe können auf Grund ihrer Pathophysiologie zu vermehrten ventrikulären Arrhythmien beitragen. Ziel Dieser Artikel soll die komplexen Zusammenhänge und Erkenntnisse jüngster Forschungen ...

Hintergrund
Ventrikuläre Arrhythmien treten mit einer hohen Prävalenz auf und sind mit einer hohen Morbidität und Mortalität assoziiert. Sowohl die obstruktive (OSA) als auch die zentrale (ZSA) Schlafapnoe können auf Grund ihrer Pathophysiologie zu vermehrten ventrikulären Arrhythmien beitragen.
Ziel
Dieser Artikel soll die komplexen Zusammenhänge und Erkenntnisse jüngster Forschungen bezüglich schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS) und ventrikulärer Arrhythmien und deren Therapiemöglichkeiten beleuchten.

Material und Methoden
Es erfolgte eine Literaturrecherche basierend auf prospektiven, retrospektiven, klinischen und experimentellen Studien sowie Reviews, Metaanalysen und aktuellen Leitlinien, die seit 2014 in der Medline-Datenbank gelistet wurden.
Ergebnisse
Es besteht ein bidirektionaler Zusammenhang zwischen der SBAS und ventrikulären Arrhythmien. Intermittierende Hypoxie, oxidativer Stress, wiederkehrende Arousals, intrathorakale Druckschwankungen und kardiales Remodeling tragen im Rahmen der SBAS zu einer erhöhten ventrikulären Arrhythmieneigung bei. Der Schweregrad der OSA, gemessen mittels Apnoe-Hypopnoe-Index, ist mit der Prävalenz ventrikulärer Arrhythmien assoziiert. Ähnliche Ergebnisse liegen für Patienten mit ZSA und Herzinsuffizienz vor. Studien zu ventrikulären Arrhythmien bei ZSA-Patienten ohne Herzinsuffizienz fehlen. Eine Positivdrucktherapie (PAP) bei OSA- oder ZSA-Patienten führte in verschiedenen Studien zu einer reduzierten Anzahl an ventrikulären Arrhythmien. Dieser Zusammenhang konnte jedoch nicht in allen Studien bestätigt werden. Ventrikuläre Arrhythmien treten bei der OSA gehäuft nachts auf, bei der ZSA gleichmäßig über den Tag verteilt.
Diskussion
Bisherige Studien weisen einen Zusammenhang zwischen der OSA bzw. der ZSA und ventrikulären Arrhythmien trotz unterschiedlicher Pathophysiologie nach. Hinsichtlich des Effektes der PAP auf ventrikuläre Arrhythmien bei Patienten mit OSA und ZSA sind weitere Studien erforderlich.

Background
Ventricular arrhythmias occur with a high prevalence and are associated with high morbidity and mortality. Both obstructive (OSA) and central (CSA) sleep apnea can contribute to an increased prevalence of ventricular arrhythmias due to their inherent pathophysiology.
Objectives
This article emphasizes the complex findings of recent research on the relationship between SDB and ventricular arrhythmias and their treatment options.
Materials and Methods
Literature research was based on prospective, retrospective, clinical, and experimental studies, current guidelines as well as systematic reviews and meta-analyses that were listed in the Medline database since 2014.
Results
There is a bidirectional relationship between SDB and ventricular arrhythmias. Intermittent hypoxia, oxidative stress, repetitive arousals, negative intrathoracic pressure and cardiac remodeling contribute to higher rates of ventricular arrhythmias in the context of SDB. The severity of OSA, measured by the apnea-hypopnea index, is associated with ventricular arrhythmias. Similar results are observed in patients with CSA and heart failure. Data on CSA without heart failure are lacking. Positive pressure therapy in OSA and CSA may reduce ventricular arrhythmias, but this finding is not consistent in every study. Ventricular arrhythmias are more frequent during the night in OSA but are similarly distributed during the day in CSA.
Discussion
Previous studies suggest an association between SDB and ventricular arrhythmias. Further studies are needed to evaluate the effect of PAP treatment on ventricular arrhythmias in OSA and CSA patients.



Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartArtikel
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftSomnologie
Verlag:Springer
Band:26
Seitenbereich:S. 22-31
Datum14 September 2021
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Innere Medizin II
Medizin > Zentren des Universitätsklinikums Regensburg > Universitäres Schlafmedizinisches Zentrum Regensburg - Donaustauf
Identifikationsnummer
WertTyp
10.1007/s11818-021-00319-3DOI
Stichwörter / KeywordsSchlafbezogene Atmungsstörungen, Herzerkrankungen, Hypoxämie, Kontinuierliche Positivdruckbeatmung, Adaptive Servoventilation
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-493086
Dokumenten-ID49308

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