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Pagano, Stefano ; Müller, Karolina ; Alt, Volker ; Maderbacher, Günther ; Holzapfel, Dominik E. ; Baumann, Florian ; Freigang, Viola

Navigiert oder konventionell in der Acetabulumchirurgie

Pagano, Stefano, Müller, Karolina , Alt, Volker , Maderbacher, Günther, Holzapfel, Dominik E., Baumann, Florian und Freigang, Viola (2023) Navigiert oder konventionell in der Acetabulumchirurgie. Die Unfallchirurgie 127, S. 44-53.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 06 Apr 2023 06:41
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.54019


Zusammenfassung

Hintergrund Behandlungsprinzip der gelenkerhaltenden Therapie von Acetabulumfrakturen ist die anatomische Reposition der gelenktragenden Elemente und die interne Osteosynthese. Um den vorderen und den hinteren Pfeiler gegeneinander zu stabilisieren, wird die infraazetabuläre Schraube (IAS) im klinischen Alltag regelhaft eingesetzt. Ziel Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Lage der IAS im ...

Hintergrund
Behandlungsprinzip der gelenkerhaltenden Therapie von Acetabulumfrakturen ist die anatomische Reposition der gelenktragenden Elemente und die interne Osteosynthese. Um den vorderen und den hinteren Pfeiler gegeneinander zu stabilisieren, wird die infraazetabuläre Schraube (IAS) im klinischen Alltag regelhaft eingesetzt.
Ziel
Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Lage der IAS im infraazetabulären Korridor nach navigierter Platzierung mit der nach Freihandplatzierung zu vergleichen.
Material und Methode
Die Lage der Schraube wurde bei 42 Patienten mithilfe multiplanarer Rekonstruktionen evaluiert. Bei 30 Patienten wurde diese freihandplatziert, bei 12 Patienten mittels bildgestützter Navigation. Neben der Vermessung der Schraubenlage wurden demografische Daten, Operationszeit, Strahlenbelastung sowie Blutverlust erhoben.
Ergebnisse
Der überwiegende Teil der Patienten war männlich (86 %), das mediane Alter lag bei 67 Jahren und der mediane BMI bei 25 kg/m2. Die mediane Operationszeit betrug 166 min, und die mediane Blutverlustmenge lag bei 900 ml. Die adjustierten Werte in der gesamten Stichprobe bezüglich der Position der Schrauben lagen bei: Abstand Schraube zum Knorpel Mittelwert (MW) = 3,8 mm, Abstand Schraube zum Korridorzentrum MW = 3,5 mm, Winkel Schraube zum Korridor MW = 1,4°. Die zwei Gruppen unterschieden sich nicht in den demografischen Parametern sowie in der Genauigkeit der Positionierung der Schrauben (p-Werte > 0,05). In der navigierten Gruppe zeigten sich eine längere Strahlungszeit und höhere Strahlendosis im Vergleich zur Gruppe ohne Navigation (p-Werte < 0,001).
Schlussfolgerung
Die beiden Verfahren sind bei entsprechender Erfahrung hinsichtlich der Genauigkeit vergleichbar. Hinsichtlich weiterer perioperativer Parameter wie Strahlenbelastung und geplanter Operationsdauer sollten auch patientenbezogene Faktoren berücksichtigt werden.



Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartArtikel
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftDie Unfallchirurgie
Verlag:Springer
Band:127
Seitenbereich:S. 44-53
Datum16 März 2023
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Unfallchirurgie
Medizin > Lehrstuhl für Orthopädie
Identifikationsnummer
WertTyp
10.1007/s00113-023-01304-1DOI
Stichwörter / KeywordsAcetabulumchirurgie · Infraazetabuläre Schraube · Navigationssystem · Acetabulumfraktur · Vorderer und hinterer Pfeiler · Beckenchirurgie
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-540193
Dokumenten-ID54019

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