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Risiko- und Komplikationsprofil orthogeriatrischer Patienten bei elektivem Hüft- und Kniegelenkersatz
Kappenschneider, Tobias
, Maderbacher, Günther, Meyer, Matthias, Pagano, Stefano, Reinhard, Jan
, Michalk, Katrin, Grifka, Joachim
und Holzapfel, Dominik Emanuel
(2024)
Risiko- und Komplikationsprofil orthogeriatrischer Patienten bei elektivem Hüft- und Kniegelenkersatz.
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie.
Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 22 Mai 2024 07:37
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.58298
Zusammenfassung
Hintergrund Die Versorgung geriatrischer Patienten bei elektiven orthopädischen Eingriffen gewinnt aufgrund der demografischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Im Vergleich zur Alterstraumatologie existieren hierbei in Deutschland jedoch noch keine etablierten orthogeriatrischen Versorgungsmodelle und daher kaum wissenschaftliche Daten. Ziel dieser Studie war die Darstellung des Risiko- und ...
Hintergrund
Die Versorgung geriatrischer Patienten bei elektiven orthopädischen Eingriffen gewinnt aufgrund der demografischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Im Vergleich zur Alterstraumatologie existieren hierbei in Deutschland jedoch noch keine etablierten orthogeriatrischen Versorgungsmodelle und daher kaum wissenschaftliche Daten. Ziel dieser Studie war die Darstellung des Risiko- und Komplikationsprofils bei älteren Patienten mit elektivem Hüft- und Kniegelenkersatz.
Methodik
Im Rahmen einer prospektiven Studie wurden Daten orthogeriatrischer Patienten mit Indikation zur elektiven Hüft- und Knietotalendoprothese nach Erfüllung definierter Ein- und Ausschlusskriterien im Zeitraum zwischen Januar 2021 und August 2023 in der Orthopädie eines deutschen Universitätsklinikums zur deskriptiven Analyse eines Risiko- und Komplikationsprofils erhoben. Neben einer prä- und perioperativen Datenanalyse erfolgten Nachbeobachtungen 4 bis 6 Wochen und 3 Monate postoperativ.
Ergebnisse
Das operative Risikoprofil des untersuchten Patientenguts zeichnete sich durch hohes Alter (78,4 ± 4,8 Jahre), Prä‑/Adipositas (76 %), Multimorbidität (7,4 ± 3,1 Komorbiditäten), Polypharmazie (7,5 ± 3,8 Präparate), Immobilität (Short Physical Performance Battery 7,1 ± 2,6), Pre‑/Frailty (87 %), häufige Antikoagulation (22 %) und hohe Anzahl an potenziell inadäquater Medikation (64 %) aus. Komplikationsereignisse traten v. a. innerhalb der ersten 7 Tage postoperativ auf. Etwa 90 % der Ereignisse innerhalb dieses Erfassungszeitraumes beliefen sich auf „Minor“-Komplikationen. Im weiteren Verlauf sank die Gesamtkomplikationsrate deutlich.
Schlussfolgerung
Aufgrund des hohen Risiko- und Komplikationsprofils sollte zukünftig der routinemäßige Einsatz orthogeriatrischer Co-Management-Modelle bei elektiven orthopädischen Eingriffen geprüft werden.
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Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Artikel | ||||
| Titel eines Journals oder einer Zeitschrift | Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie | ||||
| Verlag: | Springer Nature | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Datum | 19 April 2024 | ||||
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Orthopädie | ||||
| Identifikationsnummer |
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| Stichwörter / Keywords | Orthogeriatrics · Risk factors · THA · TKA · Postoperative complications | ||||
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin | ||||
| Status | Veröffentlicht | ||||
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet | ||||
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja | ||||
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-582988 | ||||
| Dokumenten-ID | 58298 |
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