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Transport von schwer verletzten Traumapatienten im Rettungswagen mit und ohne starre Halsorthese: vergleichende biomechanische Messungen
Kieninger, Martin
, Schneider, Corinna, Auer, Simon, Reinker, Lukas, Adler, Ina, Dendorfer, Sebastian, Rosenberger, Johanna, Popp, Daniel, Eissnert, Christoph, Ludsteck, Dominik, Cyrus, Christopher, Hoffmann, Johannes, Morag, Sarah, Graf, Bernhard und Kieninger, Bärbel
(2024)
Transport von schwer verletzten Traumapatienten im Rettungswagen mit und ohne starre Halsorthese: vergleichende biomechanische Messungen.
Die Anaesthesiologie.
Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 02 Okt 2024 05:40
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.59269
Zusammenfassung
Hintergrund Der tatsächliche Stellenwert der prähospitalen Immobilisation der Halswirbelsäule (HWS) bei schwer verletzten Traumapatienten ist weiterhin unklar. In Anbetracht möglicher negativer Implikationen durch das Anbringen einer starren HWS-Orthese muss deren Anwendung während der gesamten prähospitalen Phase kritisch hinterfragt werden. Ziel der Arbeit Es sollten vergleichende ...
Hintergrund
Der tatsächliche Stellenwert der prähospitalen Immobilisation der Halswirbelsäule (HWS) bei schwer verletzten Traumapatienten ist weiterhin unklar. In Anbetracht möglicher negativer Implikationen durch das Anbringen einer starren HWS-Orthese muss deren Anwendung während der gesamten prähospitalen Phase kritisch hinterfragt werden.
Ziel der Arbeit
Es sollten vergleichende biomechanische Messungen zur Beweglichkeit der HWS bei Immobilisation mittels Vakuummatratze mit und ohne zusätzliches Anbringen einer starren HWS-Orthese nach Lagerung auf der Trage durchgeführt werden.
Material und Methoden
Die Bewegungen der HWS beim Ein- und Ausladeprozess in einen modernen RTW sowie während der Fahrt entlang eines vordefinierten Parkours wurden mit einem Motion-Capture-System aufgezeichnet. Die Probandin, an der die Messungen durchgeführt wurden, wurde auf einer Vakuummatratze mit der Möglichkeit zur seitlichen Fixierung des Kopfes sowie Kinn- und Stirngurt auf einer elektrohydraulischen Fahrtrage immobilisiert. Bei der einen Hälfte der Versuche erfolgte die zusätzliche Immobilisation der HWS mittels starrer Orthese, bei der anderen wurde auf die Anwendung einer HWS-Orthese verzichtet.
Ergebnisse
Statistisch signifikante Unterschiede ergaben sich nur bei einigen biomechanischen Parametern in der sagittalen Ebene (Flexion und Extension). Für die anderen Bewegungsrichtungen (axiale Rotation, laterale Beugung) wurden keine signifikanten Unterschiede für die gemessenen Parameter ermittelt. Generell wurden sowohl bei den Versuchen mit HWS-Orthese als auch ohne HWS-Orthese nur sehr geringe Winkelauslenkungen (im Mittel bei axialer Rotation und Flexion/Extension im Bereich von einem bis 2 Grad, bei der lateralen Beugung höchstens 3 Grad) gemessen.
Schlussfolgerung
Bei einer korrekt durchgeführten Immobilisation mittels einer Vakuummatratze mit der Möglichkeit zur seitlichen Stabilisierung des Kopfes sowie Kinn- und Stirngurt auf einer elektrohydraulischen Fahrtrage mit Beladesystem ergeben sich für den Ein- und Ausladeprozess sowie während der Fahrt in einem modernen RTW mit luftgefederter Tragenlagerung und Luftfederung der Hinterachse keine relevanten Vorteile bezüglich der Einschränkung der Bewegung der HWS durch die zusätzliche Verwendung einer starren HWS-Orthese.
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Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Artikel | ||||
| Titel eines Journals oder einer Zeitschrift | Die Anaesthesiologie | ||||
| Verlag: | Springer | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Datum | 24 September 2024 | ||||
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Anästhesiologie Medizin > Lehrstuhl für Unfallchirurgie Medizin > Lehrstuhl für Herz-, Thorax- und herznahe Gefäßchirurgie Medizin > Abteilung für Krankenhaushygiene und Infektiologie | ||||
| Identifikationsnummer |
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| Stichwörter / Keywords | Halswirbelsäule · Zervikalstütze · Vakuummatratze · Immobilisation · Notfallmedizin | ||||
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin | ||||
| Status | Veröffentlicht | ||||
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet | ||||
| An der Universität Regensburg entstanden | Zum Teil | ||||
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-592690 | ||||
| Dokumenten-ID | 59269 |
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