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Die Manifestation von Lokalrezidiven, Fernmetastasen und Zweittumoren und ihr Einfluss auf das Überleben von 600 Patienten mit malignen Tumoren der Kopf-Hals-Region - Eine retrospektive monoinstitutionale Analyse
Knott, Bernadette (2010) Die Manifestation von Lokalrezidiven, Fernmetastasen und Zweittumoren und ihr Einfluss auf das Überleben von 600 Patienten mit malignen Tumoren der Kopf-Hals-Region - Eine retrospektive monoinstitutionale Analyse. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 28 Jul 2025 08:59
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.77440
Dies ist die aktuelle Version dieses Eintrags.
Zusammenfassung (Deutsch)
Zielsetzung: Untersuchung der Inzidenz von Lokalrezidiven, Fernmetastasen und Zweittumoren und ihr Einfluss auf das Gesamtüberleben von 600 Patienten mit malignen Tumoren der Kopf-Hals-Region vor dem Hintergrund tumor- und therapieassoziierter Einflussparameter. Material/Methoden: Retrospektive Analyse von 600 Patienten mit malignen Kopf-Hals-Tumoren (medianes Alter bei Erstdiagnose: 56,7 ...
Zielsetzung: Untersuchung der Inzidenz von Lokalrezidiven, Fernmetastasen und Zweittumoren und ihr Einfluss auf das Gesamtüberleben von 600 Patienten mit malignen Tumoren der Kopf-Hals-Region vor dem Hintergrund tumor- und therapieassoziierter Einflussparameter.
Material/Methoden: Retrospektive Analyse von 600 Patienten mit malignen Kopf-Hals-Tumoren (medianes Alter bei Erstdiagnose: 56,7 Jahre, 73,0% mit einem Stadium IV), die zwischen 1993 und 2005 an der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie der Universität Regensburg behandelt worden waren (45% mit einer primären Radiatio, 55% im adjuvanten Behandlungskonzept). Mithilfe der Kaplan-Meier-Methode erfolgte eine Analyse hinsichtlich der medianen Zeit bis zum Auftreten des jeweiligen Endpunktes, des endpunktspezifischen Überlebens sowie des Gesamtüberlebens.
Ergebnisse: Bei einem medianen Nachbeobachtungszeitraum von 45,9 Monaten zeigte sich ein medianes Gesamtüberleben von 37,9 Monaten. Nach einer medianen lokalrezidivfreien Zeit von 12,2 Monaten wurde bei 227 Patienten (37,8%) ein Lokalrezidiv diagnostiziert mit einem endpunktspezifischen Überleben von 7,3 Monaten. Das Gesamtüberleben mit Lokalrezidiv lag bei 27,2 Monaten. 193 Patienten (32,2%) entwickelten nach einer medianen metastasenfreien Zeit von 12,8 Monaten Fernmetastasen. Das endpunktspezifische Überleben lag bei sechs Monaten, mit einem Gesamtüberleben mit 20,7 Monaten. Nach einem medianen zweittumorfreien Intervall von 21,2 Monaten wurde bei 123 Patienten (20,5%) ein Zweitmalignom diagnostiziert (87 syn-/metachrone Tumore). Es zeigte sich ein endpunktspezifisches Überleben mit Zweitkarzinom von 17,3 Monaten, das Gesamtüberleben lag bei 45,3 Monaten.
Fazit: Am stärksten überlebenslimitierend erwiesen sich Fernmetastasen mit einem Gesamtüberleben von 20,7 Monaten und einem medianen metastasenfreien Zeitraum von 12,8 Monaten. Dies unterstreicht die Notwendigkeit der Standardisierung von systemischen Staginguntersuchungen sowohl bei Erstdiagnose als auch in der Rezidivsituation zum Nachweis klinisch silenter Fernmetastasen.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Purpose: We investigated the incidence of local recurrence, distant metastases and second cancers and the overall survival with respect to cancer and therapy specific parameters. Material: 600 Patients with HNC (mean age 56.7 ys, 73% AJCC stage IV) were treated from 1993-2005 in our department (45% primary, 55% adjuvant radiotherapy). Methods: Using the Kaplan-Meier method the median time ...
Purpose: We investigated the incidence of local recurrence, distant metastases and second cancers and the overall survival with respect to cancer and therapy specific parameters.
Material: 600 Patients with HNC (mean age 56.7 ys, 73% AJCC stage IV) were treated from 1993-2005 in our department (45% primary, 55% adjuvant radiotherapy).
Methods: Using the Kaplan-Meier method the median time up to endpoint manifestation, endpoint-specific and overall survival data were analyzed.
Results: With a median follow-up of 45,9 months the median overall survival equalled 37,9 months. After median 12,2 months local recurrences were diagnosed in 227 (37,8%) patients with an endpoint-specific median survival of 7,3 months, and an overall survival of 27,2 months. After median 12,8 months distant metastases were diagnosed in 193 patients (32,2%) with an endpoint-specific survival of 6 months and an overall survival of 20,7 months.
123 patients (20,5%) suffered from a second cancer (87 syn-/metachronous) with a median second-cancer-free survival of 21,2 months, an endpoint-specific survival of 17,3 months and an overall survival of 45,3 months.
Conclusion: Most life-limiting were distant metastases with an overall survival of 20,7 months and a median metastases-free survival of 12,8 month, thus indicating the need for standardization of pretreatment staging in primary as well as in recurrent HNC.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 23 April 2010 |
| Begutachter (Erstgutachter) | PD Dr. Barbara Dietl und Prof. Dr. Thomas Kühnel |
| Tag der Prüfung | 14 April 2010 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Strahlentherapie |
| Stichwörter / Keywords | Maligne Kopf-Hals-Tumore, Gesamtüberleben, Lokalrezidiv, Fernmetastasen, Zweittumor, primäre Radiatio, adjuvante Radiatio, head and neck cancer, overall survival, local recurrence, distant metastases, second cancers, radiotherapy |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-774404 |
| Dokumenten-ID | 77440 |
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