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Epping, H. ; Müller-Schilling, M. ; Dirrigl, G. ; Rockmann, F. ; Brünnler, T.

Synkopendiagnostik im Notfallzentrum – Stellenwert der ESC-Leitlinien

Epping, H., Müller-Schilling, M., Dirrigl, G., Rockmann, F. und Brünnler, T. (2025) Synkopendiagnostik im Notfallzentrum – Stellenwert der ESC-Leitlinien. Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 18 Nov 2025 11:55
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.78104


Zusammenfassung

Hintergrund Synkopen sind ein häufiges und klinisch relevantes Krankheitsbild in einem Notfallzentrum. Eine genaue Risikostratifizierung ist unerlässlich, um zwischen gutartigen und schwerwiegenden Ursachen zu unterscheiden und konsekutiv eine ambulante oder stationäre Behandlung zu wählen. Dies ist entscheidend für die Vermeidung von Komplikationen und die Gewährleistung einer kosteneffizienten ...

Hintergrund
Synkopen sind ein häufiges und klinisch relevantes Krankheitsbild in einem Notfallzentrum. Eine genaue Risikostratifizierung ist unerlässlich, um zwischen gutartigen und schwerwiegenden Ursachen zu unterscheiden und konsekutiv eine ambulante oder stationäre Behandlung zu wählen. Dies ist entscheidend für die Vermeidung von Komplikationen und die Gewährleistung einer kosteneffizienten Versorgung.
Ziel der Arbeit
Diese Studie untersucht die Anwendbarkeit der Leitlinien der European Society of Cardiology (ESC) aus dem Jahr 2018 in der klinischen Praxis eines Notfallzentrums.
Material und Methoden
Es wurde eine retrospektive Analyse aller Patient:innen durchgeführt, die im Jahr 2022 mit der Diagnose „Synkope“ in einem Notfallzentrum eines Krankenhauses der Maximalversorgung vorstellig wurden.
Ergebnisse
Insgesamt wurden 492 Patient:innen eingeschlossen, von denen 327 (62,8 %) stationär aufgenommen wurden und für eine vollständige Auswertung zur Verfügung standen. In dieser Gruppe traten High-risk-Kriterien signifikant häufiger auf, während Low-risk-Synkopen überwiegend in der ambulanten Patientengruppe zu finden waren. Die High-risk-Kriterien der ESC-Leitlinien wiesen eine Sensitivität von 90,8 % zur Erkennung gefährlicher Synkopen auf. Darüber hinaus war eine wiederkehrende Synkope innerhalb der letzten 12 Monate mit einem erhöhten Risiko für das Vorliegen einer gefährlichen Synkope verbunden.
Schlussfolgerung
Die ESC-Leitlinien erwiesen sich mit einer Sensitivität von über 90 % als zuverlässiges Instrument zur Risikostratifizierung. Rezidivierende Synkopen könnten ein zusätzliches High-risk-Kriterium darstellen, das zukünftig im Rahmen prospektiver Studien untersucht werden sollte.



Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartArtikel
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftMedizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin
Verlag:Springer
Datum15 Oktober 2025
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Innere Medizin I
Identifikationsnummer
WertTyp
10.1007/s00063-025-01326-0DOI
Stichwörter / KeywordsSynkope · Bewusstseinsverlust · Notfallzentrum · Risikostratifizierung · Orthostase
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenZum Teil
Dokumenten-ID78104

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