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Historische Kausalitäten: Eine Studie zum Erklären im Geschichtsunterricht
Ruck, Anna-Maria (2026) Historische Kausalitäten: Eine Studie zum Erklären im Geschichtsunterricht. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 13 Feb 2026 08:24
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.78532
Zusammenfassung (Deutsch)
Was ist „gutes“ Erklären im Geschichtsunterricht? Dieser Frage geht die vorliegende Studie theoretisch und empirisch nach. Zunächst wird eine Konzeptualisierung des Begriffs in der Auseinandersetzung mit geschichtstheoretischen, lernpsychologischen und geschichtsdidaktischen Diskursen entwickelt. Vor dem Hintergrund der unhintergehbaren Multikausalität historischer Erklärungen ergibt sich eine ...
Was ist „gutes“ Erklären im Geschichtsunterricht? Dieser Frage geht die vorliegende Studie theoretisch und empirisch nach.
Zunächst wird eine Konzeptualisierung des Begriffs in der Auseinandersetzung mit geschichtstheoretischen, lernpsychologischen und geschichtsdidaktischen Diskursen entwickelt. Vor dem Hintergrund der unhintergehbaren Multikausalität historischer Erklärungen ergibt sich eine musterbewusste Begründungsweise als Qualitätsmerkmal instruktionalen Erklärens im Geschichtsunterricht. Es geht dabei darum, dass Lehrkräfte schüler- und gegenstandsbezogene Implikationen unterschiedlicher Erklärungsmuster (z. B. nomologisch, intentional, strukturell, kulturalistisch) in ihren unterrichtlichen Erklärungen mitbedenken und offenlegen. Indem Lehrkräfte fachspezifische Mechanismen des Erklärens modellieren, zielen sie auf die Entwicklung von Kompetenzen der Schüler/-innen.
Anschließend werden in einer Triangulationsstudie mit Hilfe eines Online-Fragebogens und Videovignetten mit drei unterschiedlichen Modi des Erklärens folgende Fragestellungen bearbeitet: Wie schätzen Schüler/-innen, Studierende, Seminarlehrkräfte und Geschichtsdidaktiker/-innen die Qualität unterschiedlicher instruktionaler Erklärungen ein? Welche Kriterien sind für ihre Einschätzungen maßgeblich? Und welche Rolle spielen dabei insbesondere unterschiedliche Modi des Begründens (musterreflektierend, musterorientiert, musterunspezifisch)?
Die Befunde werden abschließend im Spiegel der Unterrichtsqualitätsforschung und des geschichtsdidaktischen Forschungsstandes diskutiert.
Die Arbeit an dieser Dissertationsschrift wurde im August 2023 abgeschlossen.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
What constitutes “good” explanation in history lessons? This study explores this question from both a theoretical and empirical perspective. First, a conceptualization of the term is developed in the context of philosophy of history, educational psychology, and history didactics discourses. Against the backdrop of the inescapable multicausality of historical explanations, a pattern-conscious ...
What constitutes “good” explanation in history lessons? This study explores this question from both a theoretical and empirical perspective.
First, a conceptualization of the term is developed in the context of philosophy of history, educational psychology, and history didactics discourses. Against the backdrop of the inescapable multicausality of historical explanations, a pattern-conscious mode of reasoning emerges as a key quality feature of instructional explaining in history classrooms. This involves teachers taking into account and making explicit the student- and subject-related implications of different explanatory patterns (e.g., nomological, intentional, structural, culturalist) in their classroom explanations. By modeling subject-specific mechanisms of explanation, teachers aim to foster students' competencies.
Subsequently, a triangulation study employing an online questionnaire and video vignettes with three different modes of explanation addresses the following questions: How do students, university students, teacher trainees, and history education scholars assess the quality of different instructional explanations? Which criteria are decisive for their assessments? And what role do different modes of reasoning (pattern-reflective, pattern-oriented, pattern-unspecific) play in particular?
Finally, the findings are discussed in light of research on teaching quality and the current state of research in history didactics.
Work on this dissertation was completed in August 2023.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Seitenanzahl: | 405 |
|---|---|
| Datum | 13 Februar 2026 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Harriet Rudolph und Prof. Dr. Josef Memminger |
| Tag der Prüfung | 12 Dezember 2023 |
| Institutionen | Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften > Institut für Geschichte > Didaktik der Geschichte - Dr. Josef Memminger Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften > Institut für Geschichte > Neuere Geschichte - Prof. Dr. Harriet Rudolph |
| Stichwörter / Keywords | Historisches Erklären, Instruktionales Erklären, Begründungsweise, Prinzipienorientierung, Multikausalität, Kriterien, Erklärqualität, Geschichtsunterricht, Perspektiventriangulation, Methodentriangulation |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 300 Sozialwissenschaften > 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen 900 Geschichte und Geografie > 900 Geschichte |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-785323 |
| Dokumenten-ID | 78532 |
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