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Suchanek, Jacqueline Pia

Neoadjuvante Hormonentzugstherapie vor radikaler Prostatektomie beim Prostatakarzinom - Einfluss der perioperativen Hormonentzugstherapie

Suchanek, Jacqueline Pia (2026) Neoadjuvante Hormonentzugstherapie vor radikaler Prostatektomie beim Prostatakarzinom - Einfluss der perioperativen Hormonentzugstherapie. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 20 Apr 2026 06:53
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.79268


Zusammenfassung (Deutsch)

nten mit einem Hochrisiko-Prostatakarzinom, das in kurativer Absicht behandelt wird, haben ein höheres Risiko für ein biochemisches Rezidiv, die Entwicklung von Metastasen und einem krebsbedingten Tod, als Patienten mit einer Erkrankung eines niedrigen oder mittleren Risikos. Daher benötigen diese Patienten häufig eine multimodale Therapie, um eine vollständige Krankheitskontrolle zu erreichen. ...

nten mit einem Hochrisiko-Prostatakarzinom, das in kurativer Absicht behandelt wird,
haben ein höheres Risiko für ein biochemisches Rezidiv, die Entwicklung von Metastasen und einem krebsbedingten Tod, als Patienten mit einer Erkrankung eines niedrigen oder mittleren Risikos. Daher benötigen diese Patienten häufig eine multimodale Therapie, um eine vollständige Krankheitskontrolle zu erreichen. Bei sorgfältiger Patientenselektion stellt die - 41 - neoadjuvante ADT eine therapeutisch wirksame Behandlungsmethode des Prostatakarzinoms dar.
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der neoadjuvanten ADT vor der radikalen Prostatektomie bei einem Prostatakarzinom. Das Ziel dieser Therapie ist die Verkleinerung des Tumorvolumens und die Reduktion positiver Resektionsränder, wodurch sich die Operation einfacher gestalten lässt. Ein Überlebensvorteil konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Als relevante Nachteile dieser Therapie sind Libidoverlust, Osteoporose und erektile Dysfunktion zu nennen. In der Studie wurden 1.565 Patienten analysiert, darunter 151 mit neoadjuvanter Hormonentzugstherapie. Es zeigte sich, dass diese Gruppe höhere Gleason-Scores, mehr
Lymphknotenbefall (pN1) und eine höhere Rate an positiven Resektionsrändern (R1) aufwies.
Trotz dieser Befunde waren die Operationszeit und der Blutverlust nicht höher.
Aktuelle Studien wie PROTEUS und SUGAR untersuchen moderne Androgenrezeptor-
Signalinhibitoren (ARSI), um die neoadjuvante Therapie zu optimieren. Langfristige Daten liegen jedoch noch nicht vor.
Die Arbeit zeigt, wie wichtig weitere Studien an mehreren Zentren sind. Laufende und
zukünftige neoadjuvante Studien sollten versuchen, frühe Resistenzmechanismen zu
identifizieren und neue Biomarker zu entwickeln, um eine personalisierte neoadjuvante Hormonentzugstherapie für Patienten mit Hochrisiko-Prostatakarzinom zu ermöglichen. Um die Studienergebnisse abzusichern, sollten diese kontrolliert durchgeführt und über einen längeren Zeitraum nachbeobachtet werden.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Patients with high-risk prostate cancer who are treated with the intent to cure have a higher risk of biochemical recurrence, the development of metastases, and cancer-related death than patients with low- or intermediate-risk disease. Therefore, these patients often require multimodal therapy to achieve complete disease control. With careful patient selection, - 41 - neoadjuvant ADT ...

Patients with high-risk prostate cancer who are treated with the intent to cure
have a higher risk of biochemical recurrence, the development of metastases, and
cancer-related death than patients with low- or intermediate-risk
disease. Therefore, these patients often require multimodal therapy to achieve
complete disease control. With careful patient selection, - 41 -
neoadjuvant ADT represents a therapeutically effective treatment method for prostate cancer.
This study investigates the effects of neoadjuvant ADT prior to radical
prostatectomy in prostate cancer. The goal of this therapy is to reduce the
tumor volume and minimize positive resection margins, thereby making the surgery
easier to perform. However, a survival benefit could not be demonstrated.
Relevant disadvantages of this therapy include loss of libido, osteoporosis, and erectile dysfunction. The study analyzed 1,565 patients, including 151 who received neoadjuvant hormone deprivation therapy. It was found that this group had higher Gleason scores, more lymph node involvement (pN1), and a higher rate of positive resection margins (R1).
Despite these findings, operative time and blood loss were not increased.
Current studies such as PROTEUS and SUGAR are investigating modern androgen receptor signal inhibitors (ARSIs) to optimize neoadjuvant therapy. However, long-term data are not yet available.
The study highlights the importance of further multicenter studies. Ongoing and
future neoadjuvant studies should aim to identify early resistance mechanisms
and develop new biomarkers to enable personalized neoadjuvant hormone deprivation therapy for patients with high-risk prostate cancer. To validate the study results, these should be conducted as controlled trials and followed up over a longer period of time.


Beteiligte Einrichtungen


    Details

    DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
    Datum20 April 2026
    Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Roman Mayr
    Tag der Prüfung24 März 2026
    InstitutionenNicht ausgewählt
    Stichwörter / KeywordsRadikale Prostataektomie, neosdjuvante Hormonentzugstherapie
    Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
    StatusVeröffentlicht
    BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
    An der Universität Regensburg entstandenJa
    URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-792689
    Dokumenten-ID79268

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    Nur für Besitzer und Autoren: Kontrollseite des Eintrags

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