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Medikamenteneinnahme in der Schwangerschaft: Prävalenz und Einflussfaktoren in der KUNO-Kids Kohorte
Beck, Katharina (2026) Medikamenteneinnahme in der Schwangerschaft: Prävalenz und Einflussfaktoren in der KUNO-Kids Kohorte. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 03 Jun 2026 10:49
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.79538
Zusammenfassung (Deutsch)
Hintergrund: Die Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft nahm in den letzten Jahrzenten kontinuierlich zu. Die Datenlage ist jedoch nach wie vor limitiert, da schwangere Frauen aus ethischen Gründen meist von klinischen Studien ausgeschlossen werden. Das Ziel dieser Arbeit war es, die Prävalenz der Medikamenteneinnahme unter schwangeren Frauen zu bestimmen sowie das Auftreten von ...
Hintergrund:
Die Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft nahm in den letzten Jahrzenten kontinuierlich zu. Die Datenlage ist jedoch nach wie vor limitiert, da schwangere Frauen aus ethischen Gründen meist von klinischen Studien ausgeschlossen werden. Das Ziel dieser Arbeit war es, die Prävalenz der Medikamenteneinnahme unter schwangeren Frauen zu bestimmen sowie das Auftreten von Polypharmazie und mögliche Einflussfaktoren darauf zu analysieren.
Methoden:
Die Studienpopulation bestand aus Teilnehmerinnen der KUNO-Kids Gesundheitsstudie aus dem Zeitraum 2015-2019. Die Daten zur Medikamenteneinnahme wurden durch Fragebögen erfasst und unter Verwendung der ATC-Klassifikation ausgewertet. Mittels logistischer Regressionsanalysen wurden mögliche Einflussfaktoren auf das Auftreten von Polypharmazie untersucht.
Ergebnisse:
Insgesamt wurden 3042 Frauen in die Auswertung eingeschlossen. Davon nahmen 68,1% mindestens ein Arzneimittel im Laufe der Schwangerschaft ein. Dabei waren die am häufigsten genannten Medikamentengruppen Schilddrüsentherapeutika, Analgetika, Antibiotika und Antidiabetika. Die Prävalenz der Polypharmazie betrug 3,7%. Nach multivariater Analyse waren eine Erwerbstätigkeit vor der Schwangerschaft (OR = 0,233, p = 0,044) sowie das Vorliegen einer Risikoschwangerschaft (OR = 0,493, p = 0,013) oder einer chronischen Erkrankung (OR = 0,269, p < 0,001) statistisch signifikant mit dem Auftreten von Polypharmazie assoziiert.
Schlussfolgerung:
Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen die Häufigkeit der Medikamenteneinnahme während der Schwangerschaft. Sie verdeutlichen die Relevanz dieses Themas und bilden eine umfassende Grundlage für weiterführende Untersuchungen.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Background: The use of medications during pregnancy has steadily increased over the past decades. However, available data remain limited because pregnant women are often excluded from clinical trials for ethical reasons. The aim of this study was to determine the prevalence of medication use among pregnant women and to investigate the prevalence of polypharmacy as well as maternal factors that ...
Background:
The use of medications during pregnancy has steadily increased over the past decades. However, available data remain limited because pregnant women are often excluded from clinical trials for ethical reasons. The aim of this study was to determine the prevalence of medication use among pregnant women and to investigate the prevalence of polypharmacy as well as maternal factors that may be associated.
Methods:
The study population included women participating in the KUNO-Kids Health Study between 2015 and 2019. Data on medication use were collected via questionnaires and analyzed using the ATC classification. Logistic regression analyses were performed to identify potential factors associated with polypharmacy.
Results:
A total of 3042 women were included in the analysis. Of these, 68.1% reported the use of at least one medication during pregnancy. The most frequently used medication groups were preparations for thyroid therapy, analgesics, antibiotics and antidiabetics. The prevalence of polypharmacy was 3.7%. In multivariate analysis, employment before pregnancy (OR = 0.233, p = 0.044) as well as the presence of a high-risk pregnancy (OR = 0.493, p = 0.013) or a chronic disease (OR = 0.269, p < 0.001) were significantly associated with polypharmacy.
Conclusion:
The results of this study demonstrate the frequency of medication use during pregnancy. They highlight the importance of this issue and provide a comprehensive basis for further research.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 3 Juni 2026 |
| Begutachter (Erstgutachter) | PD Dr. Susanne Brandstetter |
| Tag der Prüfung | 13 Mai 2026 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Kinder- und Jugendmedizin |
| Stichwörter / Keywords | Medikamente; Schwangerschaft; Polypharmazie |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-795389 |
| Dokumenten-ID | 79538 |
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