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Schuster, Marie Farina

Orthopädische Erkrankungen und sportmotorische Defizite bei Jugendlichen in Abhängigkeit der ausgeübten Sportarten

Schuster, Marie Farina (2026) Orthopädische Erkrankungen und sportmotorische Defizite bei Jugendlichen in Abhängigkeit der ausgeübten Sportarten. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 23 Jun 2026 08:12
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.79656

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Orthopädische Erkrankungen und sportmotorische Defizite bei Jugendlichen in Abhängigkeit der ausgeübten Sportarten
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass insbesondere das Klettern und Schwimmen mit einem guten Abschneiden in der sportmotorischen Testung assoziiert sind. Es lässt sich die Hypothese aufstellen, dass Sportarten wie Klettern und Schwimmen aufgrund ihres spezifischen Belastungsprofils vorteilhaft für die Entwicklung von Kraft und Ausdauer sowie der Rumpfstabilität sind. Unter ...

Die vorliegende Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass insbesondere das Klettern und Schwimmen mit einem guten Abschneiden in der sportmotorischen Testung assoziiert sind. Es lässt sich die Hypothese aufstellen, dass Sportarten wie Klettern und Schwimmen aufgrund ihres spezifischen Belastungsprofils vorteilhaft für die Entwicklung von Kraft und Ausdauer sowie der Rumpfstabilität sind. Unter Berücksichtigung des jeweils angegebenen Trainingsaufwandes zeigt sich, dass das Klettern mit dem geringsten Zeitaufwand mit dem besten sportmotorischen Ergebnis
vergesellschaftet ist.
In der vorliegenden Kohorte konnte eine allgemeine Häufung orthopädischer Erkrankungen, insbesondere der Skoliose, beobachtet werden. Diese Beobachtung könnte auf einen Selektionsbias aufgrund des Studiendesigns zurückzuführen sein, was jedoch in weiteren Studien untersucht werden muss. Gerade bei Erkrankungen, die im Wachstum progredient sind, ist ein rechtzeitiges Erkennen und Handeln von entscheidender Bedeutung, um einen Fortschritt der Erkrankung zu stoppen und folgenschwere Verläufe zu mildern. Deshalb sollte neben der Re-Evaluation der Prävalenz bestimmter Erkrankungen wie der Skoliose auch die Präventionsförderung weiterhin ein wichtiger Bestandteil in der Kinder- und Jugendmedizin sein. Die Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen wie der Jugenduntersuchung J1 und J2 sowie auch die Schulung und Sensibilisierung der untersuchenden Ärzte ist von großer Bedeutung.
Die vorliegende Untersuchung zeigt auf, dass der Großteil der untersuchten Sportler eine signifikante Verkürzung der Muskulatur der unteren Extremität aufwies, insbesondere unter der Gruppe der männlichen Fußballspieler. Es besteht die Möglichkeit, dass die verkürzten Muskeln die signifikant gehäuft geschilderten
Kniegelenksschmerzen in dieser Gruppe verursachen. Das konsequente Dehnen sollte ein wichtiger Bestandteil des Trainings sein. Auch in den weiteren sportmotorischen Testungen zeigt sich, dass insbesondere beim Fußball ein größerer Bedarf an Ausgleichs- und Ergänzungstraining besteht, als aktuell praktiziert. Die Trainer haben die Aufgabe, den Jugendlichen die Übungen zu demonstrieren und sie zu regelmäßigen Eigenübungen anzuleiten. Zur Verletzungsprävention existieren bereits verschiedene, wissenschaftlich untersuchte Aufwärm- und Trainingsprogramme mit Empfehlungen zu verschiedenen Übungen. Die Sensibilisierung der Sportler und Trainer, diese Übungen auch zum Ausgleichstraining anzubieten und regelmäßig durchzuführen, könnte die Anzahl der auffälligen Befunde reduzieren.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

This study concludes that climbing and swimming, in particular, are associated with good performance in motor skills testing. It can be hypothesised that sports such as climbing and swimming are beneficial for the development of strength, endurance and core stability due to their specific exertion profile. Taking into account the respective training effort reported, it is evident that climbing is ...

This study concludes that climbing and swimming, in particular, are associated with good performance in motor skills testing. It can be hypothesised that sports such as climbing and swimming are beneficial for the development of strength, endurance and core stability due to their specific exertion profile. Taking into account the respective training effort reported, it is evident that climbing is associated with the best motor skills results whilst requiring the least amount of time.
In this cohort, a general increase in the incidence of orthopaedic disorders, particularly scoliosis, was observed. This finding could be attributed to a selection bias arising from the study design; however, this requires further investigation in subsequent studies. Particularly in the case of conditions that progress during growth, early detection and intervention are crucial to halting the progression of the condition and mitigating serious outcomes. Therefore, in addition to re-evaluating the prevalence of certain conditions such as scoliosis, the promotion of prevention should remain an important component of paediatric and adolescent medicine. Participation in early detection screening programmes such as the J1 and J2 youth health checks, as well as the training and awareness-raising of the examining doctors, is of great importance.
This study shows that the majority of the athletes examined exhibited significant shortening of the muscles in the lower limbs, particularly among the group of male footballers. It is possible that these shortened muscles are the cause of the significantly higher incidence of knee pain reported in this group. Consistent stretching should be an important part of training. Further motor skills tests also indicate that, particularly in football, there is a greater need for compensatory and supplementary training than is currently practised. Coaches have a responsibility to demonstrate the exercises to the young athletes and to guide them in performing regular exercises on their own. Various scientifically validated warm-up and training programmes with recommendations for different exercises already exist for injury prevention. Raising awareness among athletes and coaches to offer these exercises as part of their compensatory training and to carry them out regularly could reduce the number of abnormal findings.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum23 Juni 2026
Begutachter (Erstgutachter)Univ.-Prof. Tobias Renkawitz
Tag der Prüfung3 Juni 2026
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Orthopädie
Stichwörter / KeywordsKinderorthopädie; Sportmotorik; Leistungssport; Orthopädische Erkrankungen; Sportmotorische Defizite; Fußball; Schwimmen; Klettern; Kampfsport; Skoliose; Muskelverkürzungen; Orthopädie; Jugendliche;
Dewey-Dezimal-Klassifikation600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-796569
Dokumenten-ID79656

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