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Eigenschaften eines Intermediate-Care fähigen Patientenkollektives und Möglichkeiten der Kosteneinsparung durch den Ausbau von Intermediate-Care Bettplätzen an einem Maximalversorger
Schüppler, Karina Cornelia (2026) Eigenschaften eines Intermediate-Care fähigen Patientenkollektives und Möglichkeiten der Kosteneinsparung durch den Ausbau von Intermediate-Care Bettplätzen an einem Maximalversorger. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 22 Jun 2026 11:49
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.79681
Zusammenfassung (Deutsch)
Die steigenden Kosten im Gesundheitssektor, der anhaltende Fachkräftemangel sowie der demografische Wandel erfordern die Entwicklung neuer Versorgungsmodelle, um auch künftig eine adäquate Patientenversorgung bei gleichzeitiger Kosteneffizienz sicherstellen zu können. Eine Möglichkeit hierfür könnte die Einführung von Intermediate Care Stationen (IMC-Stationen) sein. Ziel der vorliegenden ...
Die steigenden Kosten im Gesundheitssektor, der anhaltende Fachkräftemangel sowie der demografische Wandel erfordern die Entwicklung neuer Versorgungsmodelle, um auch künftig eine adäquate Patientenversorgung bei gleichzeitiger Kosteneffizienz sicherstellen zu können. Eine Möglichkeit hierfür könnte die Einführung von Intermediate Care Stationen (IMC-Stationen) sein.
Ziel der vorliegenden Arbeit war es daher, die potentiellen Auswirkungen der Implementierung einer IMC-Station am Universitätsklinikum Regensburg zu analysieren.
Es wurde eine "fiktive" IMC-Station an die operative Intensivstation (Station 90) des Universitätsklinikum in Regensburg angebunden. Nach Erarbeitung von Verlegungskriterien für die Verlegung von der Intensivstation (ITS) auf eine IMC-Station wurden potentiell IMC-fähige Patienten auf die imaginäre IMC-Station verlegt. Anschließend wurden Parameter (patientengebunden und ökonomisch) zwischen dem IMC-fähigen Patientenkollektiv und dem Intensivpatientenkollektiv verglichen. Weiterhin wurden die finanziellen Auswirkungen nach Implementierung einer IMC-Station näher betrachtet (Frage nach Pflegekosteneinsparung, zusätzlichen Intensivkapazitäten und zusätzlichen Erlöspotential).
IMC-fähige Patienten waren älter und multimorbider. Sie wiesen eine geringe innerklinische Mortalität, höhere Rückverlegungsraten und prolongierte Krankenhaus- und Normalstationsaufenthalte auf. Zudem waren der CMI und das aG-DRG-Erlös in der Gruppe höher als in der ITS-Gruppe. Finanziell hatte die Einführung einer IMC-Station zur Folge, dass es im Bereich der Pflegekosten zu einer Ersparnis von rund 186.000€/Jahr kam. Durch das Generieren von zusätzlichen Intensivkapazitäten konnte ein zusätzliches Erlöspotential von circa 2,5 Mio€/Jahr erwirtschaftet werden.
Zusammenfassend könnte die Einführung einer IMC-Station eine vielversprechende Möglichkeit zur Kosteneinsparung und gleichzeitiger Erlössteigerung sein und das zukünftige Patientenkollektiv besser adressieren. Die Zahlen der Kostenersparnis und des zusätzlichen Erlöspotentials wirken in der Theorie sehr beeindruckend, jedoch müssen in der praktischen Umsetzung der fortschreitende Personalmangel und die strukturellen Rahmenbedingungen des jeweiligen Krankenhauses berücksichtigt werden.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Rising costs in the healthcare sector, an ongoing shortage of skilled staff, and demographic change require the development of new care models in order to ensure adequate patient care while maintaining cost efficiency in the future. One possible approach could be the introduction of intermediate care units (IMC units). The aim of the present study was therefore to analyze the potential effects ...
Rising costs in the healthcare sector, an ongoing shortage of skilled staff, and demographic change require the development of new care models in order to ensure adequate patient care while maintaining cost efficiency in the future. One possible approach could be the introduction of intermediate care units (IMC units).
The aim of the present study was therefore to analyze the potential effects of implementing an IMC unit at the University Hospital Regensburg.
A “fictitious” IMC unit was established in connection with the surgical intensive care unit (ward 90) of the University Hospital Regensburg. After developing transfer criteria for moving patients from the intensive care unit (ICU) to an IMC unit, potentially IMC-suitable patients were transferred to the imaginary IMC unit. Subsequently, parameters (patient-related and economic) were compared between the IMC-suitable patient cohort and the ICU patient cohort. Furthermore, the financial effects following the implementation of an IMC unit were examined in more detail (including questions of nursing cost savings, additional ICU capacity, and additional revenue potential).
IMC-suitable patients were older and more multimorbid. They showed low in-hospital mortality, higher rates of readmission to the ICU, and prolonged hospital and general ward stays. In addition, the CMI and the aG-DRG reimbursement were higher in the IMC group than in the ICU group. From a financial perspective, the introduction of an IMC unit resulted in nursing cost savings of approximately €186,000 per year. By generating additional ICU capacity, an additional revenue potential of around €2.5 million per year could be achieved.
In summary, the introduction of an IMC unit could represent a promising option for cost reduction while simultaneously increasing revenue and better addressing future patient populations. The figures for cost savings and additional revenue potential appear very impressive in theory; however, in practical implementation, the ongoing shortage of staff and the structural conditions of the respective hospital must be taken into account.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 22 Juni 2026 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Dirk Lunz |
| Tag der Prüfung | 18 Juni 2026 |
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Anästhesiologie |
| Stichwörter / Keywords | Intermediate Care Station Maximalversorger Pflegekostenersparnis Erlöspotential |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-796812 |
| Dokumenten-ID | 79681 |
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