| Veröffentlichte Version Download ( PDF | 1MB) | Lizenz: Creative Commons Namensnennung 4.0 International |
Prävention uteriner Nischen nach Sectio: aktueller Stand und klinische Relevanz
Artikel
Köninger, Angela (2026) Prävention uteriner Nischen nach Sectio: aktueller Stand und klinische Relevanz. Gynäkologie in der Praxis.DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.80458
Zusammenfassung
Eine Sectio-Uterotomie impliziert eine Inzision verschiedener Gewebeschichten des Uterus: des viszeralen Peritoneums (= Uterusserosa, Perimetrium), des Myometriums, des Endometriums und je nach Position der Uterotomie und Geburtsfortschritt auch der schleimbildenden Zervixmukosa. Somit erfahren alle 4 Gewebetypen des Uterus eine Inzision und sind zur Wiedererlangung ihrer physiologischen Funktion ...
Eine Sectio-Uterotomie impliziert eine Inzision verschiedener Gewebeschichten des Uterus: des viszeralen Peritoneums (= Uterusserosa, Perimetrium), des Myometriums, des Endometriums und je nach Position der Uterotomie und Geburtsfortschritt auch der schleimbildenden Zervixmukosa. Somit erfahren alle 4 Gewebetypen des Uterus eine Inzision und sind zur Wiedererlangung ihrer physiologischen Funktion auf eine Restitutio ad integrum angewiesen. Während das Myometrium sowohl im Menstruationszyklus als auch in Schwangerschaft und Geburt Zustände der Relaxation und maximalen Kontraktion einnehmen kann, bestehen Endometrium und Zervixschleimhaut aus stark hormonsensitiven Zellen. Werden diese physiologischen, funktionell stark divergierenden Gewebe nicht korrekt readaptiert und somit ihrer originären Topographie zugeführt, können Dysfunktionen wie die Uteruswanddefekte entstehen. Ziel des Uterotomieverschlusses bei einem Kaiserschnitt muss es sein, die originäre Anatomie des Uterus – Endo‑, Myo- und Perimetrium betreffend – wiederherzustellen, und Forschungsziel muss es sein, die besten Operationsschritte zu diesem Ziel ausfindig zu machen. Ursachen einer symptomatischen, inkompletten Uterotomieheilung sind folglich zunächst in der postoperativen Restitutio des Uterus und damit in der Uterusverschlusstechnik zu suchen. Operative Maßnahmen zur Sanierung von Sectionarbendefekten müssen die Pathogenese konzeptionell berücksichtigen: Ektopes Endometrium, das durch die Allschichtnaht nach Misgav–Ladach in die Uteruswand inkorporiert wurde, muss eliminiert werden, Aussackungen der Uteruswand mit Retention von Menstrualblut müssen geebnet und eine gestörte Uterusmotilität durch Adhäsionen muss behoben werden.
Alternative Links zum Volltext
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Artikel | ||||
| Titel eines Journals oder einer Zeitschrift | Gynäkologie in der Praxis | ||||
| Verlag | Springer | ||||
| Open Access Art | DEAL (Springer) | ||||
| Datum | 19 August 2026 | ||||
| Veröffentlichungsdatum | 25 Aug 2026 05:52 | ||||
| Institutionen | Medizin > Lehrstuhl für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Schwerpunkt Geburtshilfe) | ||||
| Identifikationsnummer |
| ||||
| Stichwörter / Keywords | Sectionarbendefekt · Operationstechnik · Sterilität · Postmenstruelles Spotting · Endometriose | ||||
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin | ||||
| Status | Veröffentlicht | ||||
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet | ||||
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja | ||||
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-804586 | ||||
| Dokumenten-ID | 80458 |
Downloadstatistik
Downloadstatistik