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Histologische und immunhistochemische Untersuchungen an humanen Pulmonalgefäßen
Hochschulschrift der Universität Regensburg
Benstetter, Jeremy (2026) Histologische und immunhistochemische Untersuchungen an humanen Pulmonalgefäßen. Dissertation, Universität Regensburg.DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.80906
Zusammenfassung (Deutsch)
Ziele dieser experimentellen Arbeit waren die nähere Beschreibung von Unterschieden des histologischen Aufbaus und der immunhistochemischen Eigenschaften humaner Pulmonalgefäße zwischen gesunden und erkrankten Patienten unter der Randbedingung, dass Gewebeproben nur begrenzt und nicht in vergleichbar standardisierter Form aus früheren Arbeiten vorliegen. Aus diesem Grund wurde ein ...
Ziele dieser experimentellen Arbeit waren die nähere Beschreibung von Unterschieden des histologischen Aufbaus und der immunhistochemischen Eigenschaften humaner Pulmonalgefäße zwischen gesunden und erkrankten Patienten unter der Randbedingung, dass Gewebeproben nur begrenzt und nicht in vergleichbar standardisierter Form aus früheren Arbeiten vorliegen. Aus diesem Grund wurde ein standardisiertes Auswerteschema erstellt, dessen zentrale Bestandteile die digitalisierte Erfassung der Proben mit anschließender softwaregestützter Auswertung darstellt. Dies konnte auch an ersten Präparaten angewandt werden. Dabei wurde die in der Arbeitsgruppe „Pulmonalgefäße“ der Abteilung für Thoraxchirurgie etablierte Methodik der Gefäßwandanalytik verwendet und in einigen Punkten weiterentwickelt. Neu war die Digitalisierung der Proben mit anschließender softwaregestützter Auswertung. Aufgrund der zu Beginn (Kapitel 4) beschriebenen Komplikationen in der Präparateverarbeitung und Auswertung sowie der geringeren pathophysiologischen Relevanz wurde auf eine Analyse der Pulmonalvenen verzichtet. Dadurch konnte der Fokus der Arbeit auf das für die PAH besonders pathophysiologisch relevante arterielle Gefäßsystem gelegt werden. Zudem wurde der Färbeprozess in der Probenverarbeitung vereinfacht und standardisiert. Die analysierten Gefäße wurden nach zugrundeliegenden Pathologien in eine Studiengruppe mit gesicherter terminaler Lungenerkrankung und in eine klinisch unauffällige Kontrollgruppe mit diversen Erkrankungen unterteilt. Unter Verwendung des beschriebenen Auswerteverfahrens konnten Unterschiede zwischen Gefäßen aus explantierten, pathologischen Lungen oder Lungengefäßen der Studiengruppe und physiologischen Lungengefäßen der Kontrollgruppe herausgearbeitet werden. Dabei ließen sich bei den Gefäßen der Studiengruppe verdickte Wandschichtungen nachweisen. Bei Betrachtung der gesamten Gefäßwand lag der Median-Wert in der Studiengruppe bei 381µm, in der Kontrollgruppe bei 277µm (p=0,006). Auch der Median-Wert der Media stellte sich mit 303µm signifikant größer als derjenige der Kontrollgruppe mit 243µm dar (p=0,021). Beim Vergleich der Intima konnte zwischen Studien- und Kontrollgruppe kein statistisch signifikanter Unterschied beobachtet werden (p=0,100). Des Weiteren wurden in der Studiengruppe vermehrt und zudem auch stärker ausgeprägte atherosklerotische Umbauprozesse detektiert. Dabei konnte bei den Gefäßen der Studiengruppe in 69% der Präparaten intraluminale Plaques nachgewiesen werden. In der Kontrollgruppe war dies im Vergleich nur in 33% der Fälle möglich. Zudem waren 7% der Gefäße der Studiengruppe ohne atherosklerotische Veränderungen, sowie jeweils 31% mit geringen, mittleren oder starken Veränderungen. In der Kontrollgruppe wurden bei 17% der Gefäße keine atherosklerotischen Veränderungen nachgewiesen. Etwa 67% zeigten leichte Veränderungen und in jeweils 8% wurden mittlere oder starke Gefäßwandveränderungen detektiert. Eine Aussage bezüglich unterschiedlicher Verteilungen der Endothelin-Rezeptoren sowie der Phosphodiesterase treffen zu können ist mit den derzeit vorliegenden Daten und aufgrund gewisser Limitationen nicht möglich. Vor dem Hintergrund der begrenzten Verfügbarkeit geeigneter Proben vereinfacht das neue, in dieser Arbeit entwickelte standardisierte Auswerteschema die Möglichkeit, Analysen von Proben weiterer Studien in den vorhandenen Datensatz zu integrieren. Damit lässt sich die Datenbasis kontinuierlich erweitern und die Aussagekraft der Resultate erhöhen. Insbesondere die digitalisierte und weitgehend untersucherunabhängige Auswertung ermöglicht die systematische Zusammenführung von Daten aus unterschiedlichen Arbeiten. Damit ist der Grundstein gelegt, dass die Aussagekraft der Ergebnisse in Folgearbeiten fortlaufend
verbessert und reevaluiert werden kann.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
The objectives of this experimental study were to provide a more detailed description of the differences in the histological structure and immunhistochemical properties of human pulmonary vessels between healthy and disease-affected patents, given that tissue are limited in number and are not available in a comparable, standardized form from previous studies. For this reason, a standardized ...
The objectives of this experimental study were to provide a more detailed description of the differences in the histological structure and immunhistochemical properties of human pulmonary vessels between healthy and disease-affected patents, given that tissue are limited in number and are not available in a comparable, standardized form from previous studies. For this reason, a standardized evaluation scheme was developed, the central components of which are the digital recording of device data followed by software-based evaluation. This approach was also successfully applied to the first samples. The methodology for cell wall analysis established by the “Pulmonary Vessels” working group in the Department of Thoracical Surgery was used and further refined in several respects. A new approach involved the digitalization of the samples, followed by software-supported evaluation. Due to the complications in specimen preparation and evaluation described at the outset, as well as the lower pathophysiological relevance, an analysis of the pulmonary veins was not performed. This allowed the study to focus on the arterial vascular system, which is particularly relevant for the pathophysiology of PAH. In addition, the staining procedure in sample preparation was simplified and standardized. Based on the underlying pathologies, the analyzed vessels were divided into a study group with confirmed end stage lung diseases and a control group with clinically unremarkable patients. Using the evaluation method described, differences were identified between vessels from explanted, pathological lungs in the study group and physiological pulmonary vessels in the control group. Vessel walls were thicker in the study group. When considering the total vessel wall, the median value in the study group was 381 µm, compared to 277 µm (p=0,006) in the control group. The median value for the media layer was also significantly larger at 303 µm than that of the control group at 243 µm (p=0,021). When comparing the intima layer, no statistically significant difference was observed between the study group and the control group (p=0,100). Furthermore, more frequent - and also more pronounced - atherosclerotic remodeling processes were detected in the study group. Intraluminal plaques were detected in the vessels of the study group in 69%. In comparison, this was observed in only 33% in the control group. In addition, 7% of the vessels in the study group showed no atherosclerotic changes, while 31% each showed minor, moderate, or severe changes. In the study group, no atherosclerotic changes were detected in 17% of the vessels. About 67% showed slight changes, and in 8% of the cases, moderate or severe changes in the vessel wall were detected. Given the data currently available and certain limitations, it is not possible to draw any conclusions regarding differences in the distribution of endothelin receptors as well as phosphodiesterase. The standardized analysis protocol developed in this study makes it possible to integrate additional analyses of samples from other studies into the existing dataset. This allows for an increase in the statistical power of the results by expanding the data set. Above all, the digitalized and largely objetcive evaluation allows for the systematic inclusion of data from similar studies. This serves as the baseline for continuously expanding and reevaluating the significance of the tests in subsequent studies.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Open Access Art | Primärpublikation |
| Datum | 9 Oktober 2026 |
| Veröffentlichungsdatum | 09 Okt 2026 04:22 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Hans-Stefan Hofmann und Prof. Dr. Christian Schulz |
| Tag der Prüfung | 17 September 2026 |
| Institutionen | Medizin > Abteilung für Thoraxchirurgie |
| Stichwörter / Keywords | Pulmonalgefäße, pulmonary vessels, Remodelling, PAH, PH, Immunhistochemie, Histologie, histology, Gefäßwand, vessel wall, Media, Intima |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-809069 |
| Dokumenten-ID | 80906 |
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